Acerola

Die Acerola (Malpighia glabra) zählt zu den Malpighiengewächsen (Malpighiaceae). Ihre Früchte werden als Obst gegessen. Aufgrund seiner Herkunft wird die Acerola nicht nur Acerolakirsche, sondern auch Antillenkirsche, Puerto-Rico-Kirsche, Westindische Kirsche, Jamaika-Kirsche oder Barbados-Kirsche genannt. Die weichen Steinfrüchte sind für den Export nicht geeignet. Daher wird Acerola hierzulande meist in Form von gefriergetrockneten Früchten, als Pulver oder Saft angeboten.

Vitamin- und Mineralstoffgehalt von Acerola

VitalstoffMenge je 100g
Natrium3.00 mg
Kalium83.00 mg
Calcium12.00 mg
Phosphor17.00 mg
Magnesium12.00 mg
Eisen0.20 mg
Vitamin A (Äquivalent)28.00 mcg
Vitamin E0.30 mg
Vitamin B10.02 mg
Vitamin B2 (Riboflavin)0.06 mg
Vitamin B3 (Niacin)0.40 mg
Vitamin B60.10 mg
Vitamin C1700.00 mg

Vorkommen

Die Acerola kommt natürlicherweise in Mexika, Panama, Brasilien und anderen Ländern Mittel- und Nordamerikas vor. Außerhalb dieses Verbreitungsgebietes wird die Frucht, die in Strauchform wächst, selten angebaut.

Verwendung von Acerola

Die Acerolakirsche ist vor allem für ihren hohen Vitamin-C-Gehalt bekannt und wird daher zuweilen auch als sogenanntes "Superfood" gehandelt. Zahlreiche Nahrungsergänzungsmittel arbeiten mit Acerola-Pulver. Auch Säfte und Smoothies werden zum Teil mithilfe von Acerola-Pulver mit zusätzlichem Vitamin C angereichert. Zuweilen findet man Acerola auch in Marmelade und Speiseeis. Die orange-gelben bis dunkelroten, kirschgroßen Früchte schmecken leicht sauer und besitzen eine feine Apfelnote. Mit der Kirsche ist Acerola botanisch gesehen nicht verwandt.

Gesundheitspotential von Acerola

Die Acerolafrucht gilt als eine der Pflanzen mit dem höchsten Vitamin-C-Gehalt. Mit durchschnittlich 1.700 bis 2.100 Milligramm Vitamin C pro 100 Gramm enthalten die Früchte der Acerola verglichen mit dem durchschnittlichen Vitamin-C-Gehalt von Orangen von 50 Milligramm pro 100 Gramm etwa die 34- bis 42-fache Menge dieses Vitamins. Daher verspricht die Acerolafrucht eine der besten Vitamin-C-Lieferanten zu sein. Vor allem Menschen, die sonst sensibel auf Zitrusfrüchte reagieren, scheinen Acerola meist gut zu vertragen. Ernährungswissenschaftler und -berater sind jedoch skeptisch. Schließlich kann der Körper Vitamin C nur begrenzt speichern. Überschüsse werden einfach über die Nieren ausgeschieden. Hoch dosierte Einmalgaben von Vitamin C erscheinen daher als wenig sinnvoll. Als Zusatz, zum Beispiel in Müslis oder Fruchtschnitten, stellt die Acerola jedoch eine gesunde Ergänzung zum Speiseplan dar. Größere Mengen der Früchte sollten jedoch nicht verzehrt werden. Vor allem Latex-Allergiker sollten beim Konsum vorsichtig sein.

Mit Acerola gegen freie Radikale

Da die Acerolakirsche zu sage und schreibe 1,6 Prozent aus Vitamin C besteht, kommt der Frucht eine kräftige antioxidative Wirkung zu. Vitamin C werden eine Reihe von gesundheitsfördernden Effekten zugeschrieben. So trägt Vitamin C zur Funktion des Immunsystems und zur Gefäßgesundheit bei. Vitamin C kann auf diese Weise helfen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorzubeugen. Außerdem soll Vitamin C helfen, den Blutzuckerspiegel zu regulieren. Vitamin C kann darüber hinaus helfen, den Histaminspiegel zu regulieren, so dass Allergiesymptome gemildert werden können.

Quellen:
http://flexikon.doccheck.com/de/Acerola
http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0889157508000227
http://www.apotheken-umschau.de/Acerola
http://www.gesundheitstrends.de/ernaehrung/tipps/acerola.php