Amaranth

Powerkorn, Superfood - so wird Amaranth gerne bezeichnet. Ein Blick auf die Inhaltsstoffe zeigt, warum: Das Aztekenkorn enthält reichlich Protein, Ballaststoffe und ein außergewöhnlich ausgewogenes Angebot an Vitaminen und Mineralstoffen.

Inhaltsangabe
  1. Gesundheitspotential
  2. Vertäglichkeit
  3. Verschiedene Formen
  4. Verwendung in der Küche

 

Vitamin- und Mineralstoffgehalt von Amaranth

VitalstoffMenge je 100g
Natrium25.00 mg
Kalium484.00 mg
Calcium214.00 mg
Phosphor582.00 mg
Magnesium308.00 mg
Eisen9.00 mg
Vitamin A (Äquivalent)3.00 mcg
Vitamin E1.40 mg
Vitamin B10.80 mg
Vitamin B2 (Riboflavin)0.19 mg
Vitamin B3 (Niacin)1.10 mg
Vitamin B60.40 mg
Zink3700.00 mg
Kupfer1600.00 mg

Amaranth - wertvolle Pflanzensamen aus der Neuen Welt

Amaranthus ist der lateinische Name für die Pflanzengattung der Fuchsschwanzgewächse. Die kleinen hellen Amaranthkörner, die zum Kochen und Backen verwendet werden, sind die essbaren Samen einiger Amaranthus-Arten. Die Pflanze hatte bei den mittelamerikanischen Hochkulturen einen hohen Stellenwert. Die Azteken nutzten die Körner nicht nur als Nahrungsquelle, sondern auch für religiöse Riten. Von ihrer mittelamerikanischen Heimat aus verbreitete sich die Pflanze nahezu in allen Regionen der Welt. Sie passt sich an unterschiedliche Boden- und Klimaverhältnisse an und lässt sich im eigenen Garten kultivieren. Amaranth ist ein Pseudogetreide und nicht mit Getreidesorten wie Weizen oder Roggen verwandt, die zu den Gräsern gehören.

Natürliche Unterstützung für das Immunsystem

Amaranth ist eines der wenigen getreideähnlichen Nahrungsmittel, die den Körper mit Vitamin C versorgen. Das wasserlösliche Vitamin ist auch unter der Bezeichnung Ascorbinsäure bekannt. Zu den wichtigsten gesundheitsfördernden Funktionen zählen seine antioxidative Wirkung und die Unterstützung der Immunabwehr. Medizinische Untersuchungen haben den positiven Effekt von Ascorbinsäure auf das menschliche Immunsystem bestätigt. Sie hilft bei Infekten, Entzündungen und oxidativem Stress. Gesunde Knochen und Knorpel sind gleichfalls auf eine ausreichende Versorgung mit Vitamin C angewiesen. Das Vitamin ist Bestandteil der Kollagen-Vorstufe, aus der die Körpergewebe aufgebaut sind. Ein weiteres Plus: Ascorbinsäure erleichtert die Aufnahme des pflanzlichen Eisens, das ebenfalls im Amaranth enthalten ist. Zur Studie.

Wichtige Nährstoffe für Knochen, Zähne und Nervensystem

Amaranth ist eine gute Calciumquelle. Der wichtige Mineralstoff sollte regelmäßig, aber in Maßen über die Nahrung aufgenommen werden. Ein Übermaß ist ebenso ungünstig wie zu geringe Mengen. Denn dann verwertet der Körper die Calciumreserven aus den Knochen. Die Funktionen des Mineralstoffs sind vielfältig. Er stabilisiert Knochen, Zähne, Körpergewebe und Zellwände. Die reibungslose Weiterleitung von Signalen im Nervensystem sowie im Inneren von Zellen benötigt gleichfalls Calcium. Insbesondere Sportler brauchen ausreichend Calcium für die Muskelarbeit und zum Ausgleich des Calciumverlusts durch Schweiß. Wer seinen Calciumbedarf nicht aus tierischen Nahrungsquellen decken möchte, hat mit Amaranth eine vielseitige und vollwertige pflanzliche Alternative.

Hochwertiges pflanzliches Eiweiß für Sportler, Vegetarier und Veganer

Die eiweißreichen Amaranth-Samen sind eine sehr empfehlenswerte Proteinquelle für Athleten und alle, die auf tierisches Eiweiß verzichten möchten. Wissenschaftliche Studien belegen, dass das pflanzliche Eiweiß des Amaranths alle wichtigen Aminosäuren enthält und ungewöhnlich gut verwertbar ist. Bemerkenswert ist der Anteil der Aminosäure Lysin, die in pflanzlichen Lebensmitteln seltener vorkommt als in tierischen. Lysin kann der menschliche Körper nicht selbst herstellen. Deshalb ist eine regelmäßige Zufuhr über die Ernährung wichtig. Das Lysin im Amaranth-Protein unterstützt den Aufbau von gesundem, elastischem Bindegewebe. Der Körper benötigt es außerdem, um L-Carnitin herzustellen. Diese Substanz spielt eine entscheidende Rolle bei der Fettverbrennung und unterstützt die Leistungsfähigkeit des Herzmuskels. Zur Studie.

Glutenfreier Amaranth - Getreidealternative bei Glutenunverträglichkeit

Die kleinen Amaranth-Körner glutenfrei. Sie sind daher für Menschen geeignet, die an Glutenunverträglichkeit oder Zöliakie leiden. Auch Lebensmittelallergiker kommen gut mit dem Pseudogetreide zurecht, da es arm an Allergenen ist. Dank des reichen Angebots an Nährstoffen ist Amaranth ideal für eine vollwertige vegane Ernährungsweise. Rohe Amaranth-Samen sind als Nahrungsmittel nicht empfehlenswert. Sie sind schwer zu verdauen und enthalten Substanzen, die eine Verwertung der Nährstoffe hemmen. Amaranth sollte deswegen vor dem Genuss immer erhitzt oder mindestens einen halben Tag eingeweicht werden.

Verschiedene Formen von Amaranth

Im Handel sind Amaranth-Samen in verschiedenen Formen erhältlich: ganze Körner, gepufft, Flocken oder gemahlen. Damit haben Sie viel Auswahl, um Amaranth-Samen abwechslungsreich in der Küche einzusetzen. Gepuffter Amaranth ist auch unter der Bezeichnung Amaranth-Pops bekannt. Sie sind leicht und lassen sich gut kauen. Amaranth-Flocken eignen sich für Müslis oder die Herstellung von Porridge. Für die Teigzubereitung ist Amaranthmehl am besten geeignet. Aufgrund seines hohen Proteingehalts wird Amaranth außerdem in Pulverform als Nahrungsergänzungsmittel angeboten. Zum Kochen oder Backen sind diese Präparate nicht gedacht.

Verwendung in der Küche - Zubereitung

Rohe Amaranth-Samen sind als Nahrungsmittel nicht empfehlenswert, da sie schwer zu verdauen sind und die Nährstoffaufnahme hemmen. Sie sollten vor dem Genuss erhitzt oder mindestens einen halben Tag eingeweicht werden. Poppen, kochen oder rösten sind einfache Methoden, die nährstoffreichen Körner zuzubereiten. Beim Kochen ist ausreichend Flüssigkeit wichtig. Rechnen Sie die dreifache Menge an Wasser, Brühe oder Milch, um Amaranth gar zu kochen. Aus gemahlenem Amaranth, Eiern, Salz und etwas Wasser können Sie Pastateig selbst herstellen. Dem Pseudogetreide Amaranth fehlt der Kleber Gluten, der bei echten Getreidesorten die Backfähigkeit herstellt. Deswegen benötigen Sie für Backwaren mit Amaranth zusätzlich glutenhaltige Mehle oder ein geeignetes Bindemittel.

Leckere Amaranth-Rezepte für die vegane und glutenfreie Ernährung

Die kleinen Körner sind arm an Allergenen und gut für glutenfreie Rezepte geeignet. Dank des reichen Angebots an Nährstoffen sind sie ideal für eine vollwertige vegane Ernährungsweise. Beliebt sind gepuffte Körner, die sich wie Popcorn essen lassen. Sie können sie außerdem unter Müslis sowie Gemüse- und Fruchtsmoothies mischen. Eine Mischung aus Amaranthmehl und Buchweizen oder Quinoa ist eine glutenfreie Grundlage für Pfannkuchen oder Fladen. Sie schmecken köstlich mit gegartem Gemüse wie Spargel, Blumenkohl oder Möhren. Für vegane Frikadellen stellen Sie eine Masse aus Amaranth, einem pflanzlichen Bindemittel und weiteren Samen oder Mehlen Ihrer Wahl her. Zwiebeln, Knoblauch, Senf und Paprika sorgen für eine kräftige Würzung.