Apfel

Im Englischen lautet ein Sprichwort: "An apple a day keeps the doctor away." Sinngemäß: Ein Apfel pro Tag hält den Doktor fern. Tatsächlich gilt der Apfel (Malus domestica) als gesundheitsförderndes Lebensmittel. Das liegt nicht zuletzt an seinem hohen Nährstoffgehalt.
Ein Apfel enthält neben höheren Konzentrationen Vitamin C vor allem Kalium, Calcium, Phosphor und Magnesium. Äpfel können sowohl roh als auch verarbeitet als Apfelmus oder -saft genossen werden. Daneben wird vor allem der Mostapfel zu alkoholischen Getränken wie Cidre und Calvados verarbeitet. Als Kochobst kann der Apfel zu Kompott eingekocht werden. Sehr gerne wird er außerdem in Mehlspeisen wie Apfelstrudel verarbeitet.

Vitamin- und Mineralstoffgehalt von Apfel

VitalstoffMenge je 100g
Natrium3.00 mg
Kalium122.00 mg
Calcium7.00 mg
Phosphor12.00 mg
Magnesium6.00 mg
Eisen0.50 mg
Vitamin A (Äquivalent)6.00 mcg
Vitamin E0.50 mg
Vitamin B10.04 mg
Vitamin B2 (Riboflavin)0.03 mg
Vitamin B3 (Niacin)0.30 mg
Vitamin B60.10 mg
Vitamin C12.00 mg

Vorkommen

Ursprünglich kommt die heute als Kulturapfel angebaute Frucht wohl aus Asien. Über die Verbreitung nach Mitteleuropa ist nichts Näheres bekannt. Wahrscheinlich ist der Apfel als mutmaßlich lebensverlängerndes Heilmittel nach Europa gekommen. Darüber hinaus haben sicherlich auch Wildtiere zur Verbreitung des Apfels in alle Welt beigetragen. Heutzutage sind über 20.000 Apfelsorten bekannt, wovon jedoch nur etwa 1.000 in Deutschland wachsen. Wiederum ein noch kleinerer Anteil, nämlich lediglich vier Sorten, bestimmen den europäischen Apfelmarkt: Gala, Elstar, Boskoop und Golden Delicious.

Verwendung

Der Apfel wird sehr gerne pur und roh gegessen. Aufgrund der in den Kernen im geringen Maße enthaltenen Blausäure wird das Kerngehäuse meist nicht mitgegessen. In Scheiben geschnitten und gedörrt, lassen sich Apfelchips als gesunde Alternative zu frittierten Kartoffelchips herstellen. Daneben werden Äpfel zu Saft, Mus, Schnaps und Apfelwein verarbeitet. In der böhmischen und ostösterreichischen Küche sind Mehlspeisen wie der berühmte Apfelstrudel sehr beliebt. Zu Weihnachten schmeckt der Bratapfel. Auf Weihnachts- und Jahrmärkten werden außerdem kandierte Äpfel angeboten.

Der Apfel als Heilmittel

Das Gesundheitspotential von rohen Äpfeln ist besonders groß. Neben dem enthaltenen Antioxidans Vitamin C spielen sogenannte Polyphenole eine Schlüsselrolle in der Heilwirkung des Apfels. Zu dieser Gruppe der sekundären Pflanzenstoffe gehören neben Flavonoiden auch Catechine, Hydroxyzimtsäuren und Procyanidine. Insgesamt sind bisher über 30 Polyphenole im Apfel bekannt. Ihnen kommen eine antioxidative Wirkung sowie weitere Schutzeffekte zu. Die genannten Substanzen sollen das Darmkrebsrisiko senken können sowie generell positiv auf die Zellgesundheit wirken. Auf Basis dessen lässt sich auch der Ruf des Apfels als essbarer Jungbrunnen erklären. Um maximal von der gesundheitsfördernden Wirkung des Apfels zu profitieren, sollte er mit Schale gegessen werden, denn die meisten sekundären Pflanzenstoffe befinden sich direkt unter der Schale. Alternativ empfiehlt sich naturtrüber Apfelsaft. Gefilterter, klarer Apfelsaft enthält hingegen kaum Gesundheitsbotenstoffe.

Tipp: Vor allem alte Sorten sowie Mostäpfel enthalten höherer Dosen der gesunden Pflanzenstoffe.

Quellen:
- http://www.gesundheit.de/ernaehrung/lebensmittel/obst/apfel
- http://www.gesundheits-fakten.de/apfel-in-der-ernaehrung-inhaltstoffe-kalorien-und-vitamine/
- http://www.issgesund.at/gesundessen/obst/an-apple-a-day-keeps-the-doctor-away.html
- https://de.wikipedia.org/wiki/Kulturapfel#Entstehung_und_Herkunft