Aubergine

Die Aubergine - auch genannt Eierfrucht oder in Österreich Melanzani - ist ein in subtropischen Gefilden gedeihendes Nachtschattengewächs. Hierzulande ist die bekannteste Auberginenart die keulenförmige in dunkelvioletter bis schwarzer Farbe. Seltener ist die eierfarbig und weiße Variante. Nicht nur, dass die Aubergine in gekochter und gegrillter Form ein Genuss ist, sie wirkt sich aufgrund ihres hohen Anteils an Nährwerten auch positiv auf die Gesundheit aus.

Inhaltsangabe
  1. Gesundheitspotential
  2. andere Anwendungsgebiete - Verwendung in der Kosmetik
  3. Lagerung
  4. Verwendung in der Küche
  5. Verschiedene Formen

 

 

Vitamin- und Mineralstoffgehalt von Aubergine

VitalstoffMenge je 100g
Natrium3.00 mg
Kalium224.00 mg
Calcium13.00 mg
Phosphor21.00 mg
Magnesium11.00 mg
Eisen0.40 mg
Vitamin A (Ă„quivalent)7.00 mcg
Vitamin E0.03 mg
Vitamin B10.04 mg
Vitamin B2 (Riboflavin)0.04 mg
Vitamin B3 (Niacin)0.60 mg
Vitamin B60.08 mg
Vitamin C5.00 mg

Hoher Gehalt an Antioxidantien macht Aubergine zum Allrounder

Wenngleich die Aubergine zu 93 Prozent aus Wasser besteht, sind in den restlichen 7 Prozent zahlreiche Antioxidantien und Vitamine zu finden, welche die Aubergine zu einem sehr gesunden Gemüse machen. Aufgrund von Bitterstoffen ist sie zwar nicht zum Rohverzehr geeignet, kann aber gekocht, sogar mit der sehr vitaminhaltigen Schale genossen werden.

Schutz des Herz-Kreislauf-Systems

Die Aubergine ist ein kleines Inhaltsstoffwunder. In einer Eierfrucht finden sich neben Ballaststoffen und Kalium auch Vitamin C und Vitamin B. All das zusammen macht die Aubergine zu einem guten Schutz für das Herz-Kreislauf-System. Außerdem ist der Anteil an Flavonoiden recht hoch, was das Risiko an chronischen Erkrankungen dieses Bereichs verringert.

Zur Kontrolle des Cholesterins

Des Weiteren ist in der Aubergine Chlorogensäure zu finden. Diese wirkt antioxidativ, wodurch der Anteil von Fettsäuren im Blut gesenkt wird und somit der Cholesterinspiegel unter Kontrolle gebracht werden kann. Eine wichtige Rolle spielen dabei die in der Aubergine enthaltenen Vitamine, welche die Durchblutung anregen und bewirken, dass sich Fette weniger in den Arterien ablagern können.

Gut für das Hirn

Die bereits angesprochenen Antioxidantien haben eine weitere wichtige Aufgabe: Sie steigern das Erinnerungsvermögen. Der in der Schale der Aubergine enthaltene Stoff Nasunin unterstützt des Weiteren den Transport von Nährstoffen zum Gehirn, was wiederum den Blutfluss in diesem anregt und zu einer stärkeren mentalen Leistungsfähigkeit führt.

Zur Stärkung der Knochen und Gelenke

Viele wichtige Bestandteile der Aubergine helfen zur Stärkung der Knochen und Gelenke. Namentlich sind diese: Calcium, Magnesium und Eisen sowie die Vitamine A, B C und E. Das Risiko von Gelenks- und Knochenerkrankungen wird dementsprechend verringert. Obendrein enthält dieses Gemüse Folsäure, welche einerseits wichtig in der Schwangerschaft ist, andererseits als Knochenschutz dient.

Verringerung des Krebsrisikos

Für diesen Effekt sind ebenfalls die Antioxidantien verantwortlich, außerdem Selen, Vitamin A, C und E und die Terpene, die in der Schale zu finden und für die Farbgebung verantwortlich sind. Wer regelmäßig Auberginen zu sich nimmt, hat laut verschiedenen Wissenschaftlern eine gute Chance, das Risiko auf gewisse Krebsarten und einigen chronischen Erkrankungen zu verringern.

Gegen Flüssigkeitseinlagerungen

Obwohl die Aubergine zu über 90 Prozent selbst aus Wasser besteht, verfügt sie über eine harntreibende Eigenschaft, die besonders bei Personen mit Flüssigkeitseinlagerungen hilfreich ist.

Ideal bei einer Diät

Wer sein Gewicht reduzieren möchte, kann getrost zur Aubergine greifen. Auch hier spielt die harntreibende Wirkung eine große Rolle. Außerdem hat die Aubergine eine sehr geringe Anzahl an Kalorien und eine hohe Anzahl an Ballaststoffen, die für eine bessere Verdauung und ein gutes und lang anhaltendes Sättigungsgefühl sorgen.

Anwendung in der Kosmetik

Die beste Wirkung entfaltet die Aubergine als Nahrungsmittel, auch im kosmetischen Bereich. Die Inhaltsstoffe des Gemüses verhindern den vorzeitigen Kollagen- und Elastinverlust, sodass sie als essbares Anti-Aging-Produkt gesehen werden kann. Selten ist die Aubergine in Kosmetikprodukten enthalten. Auberginenpulver wird als Inhaltsstoff in entsprechenden Präparaten jedoch ab und zu zur Zahnpflege verwendet.

Auberginen richtig lagern

Im Kühlschrank sind Auberginen maximal eine Woche haltbar. Dabei sollten sie nicht - ähnlich wie Tomaten und Bananen - neben anderen Obst- und Gemüsesorten gelagert werden, da ihr abgesondertes Reifegas andere Lebensmittel schneller reifen lässt. Selbst sind die Auberginen ebenfalls anfällig für die Reifegase anderer Gemüsesorten, sodass die Haltbarkeit dann drastisch verringert werden würde. Tiefgekühlt hält sich eine Aubergine etwa sieben bis neun Monate.

Verwendung in der Küche

Auberginen sollten nur im reifen Zustand verzehrt werden. Unreife Auberginen enthalten einen zu hohen Anteil an giftigem Solanin. Überreife Früchte sollten ebenfalls nicht mehr verzehrt werden und würden ohnehin nicht schmecken. Geschmacklich ist die Aubergine zwischen Gurke und Kürbis einzuordnen, hat jedoch keinen allzu intensiven Geschmack. Im Grunde ist das Gemüse vielzeitig einsetzbar, von Suppe bis Salat, wird aber gerne in der mediterranen Küche zu Reisspeisen und gemeinsam mit Zucchini verwendet.

Verschiedene Formen

Roh ist die Aubergine wie bereits erwähnt nicht genießbar, meistens wird sie gekocht, gegrillt oder gebraten. Als Snack oder für unterwegs sind getrocknete Auberginenscheiben lecker und nahrhaft, diese können zum Beispiel in Bioläden erworben werden können. Das Wasser der Aubergine kann zudem zu einem gesunden Saft verarbeitet werden, am Besten im Mixer und ohne die im rohen Zustand giftige Schale. Da der Geschmack von Auberginensaft nicht jedermanns Sache ist, können andere Gemüsesorten hinzugemischt werden.