Champignon

Champignons in der Zuchtvariante sind erst seit dem 18. Jahrhundert bekannt, den wilden Wiesenchampignon gibt es natürlich schon viel länger. Französische Gärtner sollen die weiße bzw. braune Leckerei auf ihrem Kompost entdeckt haben und nannten sie kurzerhand Champignons, was zu Deutsch schlicht und einfach Pilz bedeutet. Hierzulande sind braune Champignons außerdem unter dem Namen Egerlinge bekannt.

Inhaltsangabe
  1. Gesundheitspotential
  2. Wichtige Erkennungsmerkmale
  3. Lagerung
  4. Verwendung in der Küche
  5. Verschiedene Arten
  6. Medizinische Studien und Erkenntnisse

 

Vitamin- und Mineralstoffgehalt von Champignon

VitalstoffMenge je 100g
Natrium8.00 mg
Kalium390.00 mg
Calcium10.00 mg
Phosphor120.00 mg
Magnesium13.00 mg
Eisen1.10 mg
Vitamin A (Ă„quivalent)2.00 mcg
Vitamin E0.10 mg
Vitamin B10.10 mg
Vitamin B2 (Riboflavin)0.45 mg
Vitamin B3 (Niacin)4.70 mg
Vitamin B60.06 mg
Vitamin C4.00 mg

Beliebte Speisepilze mit gesunden Vitalstoffen

Früher galten Champignons als Delikatesse und waren nur für die Reichen und Adeligen erhältlich, heute gehören sie zum Standardprogramm jedes Supermarktes und sind vom Speiseplan vieler Menschen nicht mehr wegzudenken. Champignons gehören daher weltweit zu den beliebtesten Speisepilzen. Das haben sie einerseits ihren guten Geschmack zu verdanken, doch auch ihrer gesunden Vitalstoffe.

Zur Senkung des Blutdrucks

Champignons verfügen über den Wirkstoff Tyrosinase, der auf den menschlichen Körper eine blutdrucksenkende Wirkung hat. Außerdem ist Kalium in Champignons enthalten, was ebenfalls bei der Regulierung des Blutdrucks hilft.

Für ein besseres Abwehrsystem

Weiterhin enthalten Champignons eine hohe Menge an Vitamin C und sind daher ideal zur Unterstützung des Abwehrsystems und helfen vor allem in Grippezeiten dabei, das Immunsystem gegen Erkältungen zu wappnen.

Unterstützend während einer Diät

Champignons bestehen zu etwa 91 Prozent aus Wasser und enthalten lediglich knapp 20 Kalorien pro 100 Gramm. Außerdem ist im Champignon viel Eiweiß zu finden, was den Pilz nicht nur zu einer sättigenden Zutat während einer Diät macht, sondern auch der ideale Fleischersatz für Vegetarier und Veganer ist.

Zur Unterstützung der Knochen

Die Zusammensetzung von Champignons ist ideal, um die menschlichen Knochen zu unterstützen und zu stabilisieren. Einerseits ist Vitamin D enthalten, was hilfreich zur Osteoporose-Vorsorge ist, andererseits ist Calcium enthalten, welches sich ebenfalls vorteilhaft auf die Knochen auswirkt.

Bei Gicht und Diabetes

Champignons eignen sich sehr gut für den Speiseplan von Diabetikern und Gichtkranken, denn sie enthalten nur wenig Natrium und Glukose, dafür aber viel Kalium und Vitamine. Auch von den verdauungsfördernden Ballaststoffen, die im Champignon enthalten sind, profitieren diese Patienten.

Wichtige Erkennungsmerkmale

Wenn Sie selbst auf die Champignon-Suche gehen möchten, müssen sie besondere Vorsicht walten lassen. Denn der Wiesenchampignon sieht den giftigen Knollenblätterpilzen sehr ähnlich. Der Unterschied ist am besten an den Lamellen zu erkennen. Diese sind beim Wiesenchampignon rosa bis schokoladenbraun, bei Knollenblätterpilz hingegen weiß. Auch der Fundort kann einen entscheidenden Hinweis geben: Dem Namen entsprechend ist der Wiesenchampignon eher auf Wiesen zu finden, der Giftpilz hingegen im Wald. Auch der Geruch kann aufschlussreich sein: Riecht der Pilz nach Medizin, Fisch oder generell unangenehm, dann sollte er lieber stehengelassen werden.

Champignons richtig lagern

Frisch geerntete Champignons können sich im Kühlschrank bis zu fünf Tage halten, dabei werden sie am besten in eine Papiertüte gegeben oder in ein trockenes Geschirrhandtuch gewickelt. Plastikfolie sollte unbedingt vermieden werden, denn dadurch fehlt ihnen die Luft und sie verderben umso schneller. Um Champignons noch länger haltbar zu machen, können sie einerseits eingefroren, andererseits getrocknet werden.

Verwendung in der Küche

Champignons können roh und gegart verzehrt werden. Roh sind allerdings nur die Zuchtvarianten genießbar, die sich dann ideal in einem Salat machen. Gedünstet, gebacken und gebraten sind Champignons bereits nach kurzer Zubereitungszeit fertig und finden Verwendung in den unterschiedlichsten Gerichten wie Suppen, Saucen oder Aufläufe.

Verschiedene Arten

Die Champignons, die in Supermärkten oder beim Obst- und Gemüsehändler erhältlich sind, sind in der Regel Zuchtpilze in den Farben braun oder weiß. Doch es gibt deutlich mehr Champignonsorten, die sich auch zum Verzehrt eignen, allen voran der Wiesenchampignon. Des Weiteren ist hierzulande der seltene Frühlingschampignon, der Weiße Anis-Champignon und der gegürtelte Egerling zu finden - allesamt essbar und ungiftig.

Medizinische Studien und Erkenntnisse

Champignons gegen Brustkrebs
Eine Studie des Krebszentrums City of Hope in Duarte, Kalifornien hat ergeben, dass die Inhaltsstoffe des Champignons eine krebshemmende Wirkung haben, die sich besonders vorteilhaft bei Brustkrebs zeigt. Zur Quelle.