Clementine

Clementinen (Citrus x aurantium) sind Zitrusfrüchte, die durch eine Kreuzung aus Mandarine und Pomeranze entstanden sind. Obwohl die Clementinen in der Umgangssprache häufig als Mandarinen bezeichnet werden, gibt es ein paar Unterschiede. So ist das Fruchtfleisch der Clementinen heller und sie haben mehr Segmente als Mandarinen. Im Gegensatz zur Mandarine besitzt die Clementine wenig bis gar keine Kerne und die Schale ist deutlich dicker.

Inhaltsangabe

  1. Gesundheitspotential
  2. weitere Anwendungsgebiete - Verwendung in der Kosmetik
  3. Lagerung
  4. Verwendung in der Küche
  5. Verschiedene Formen
  6. Gesundheitliche Studien und Erkenntnisse

 

Vitamin- und Mineralstoffgehalt von Clementine

VitalstoffMenge je 100g
Natrium4.00 mg
Kalium130.00 mg
Calcium30.00 mg
Phosphor18.00 mg
Magnesium10.00 mg
Eisen0.20 mg
Vitamin A (Ă„quivalent)50.00 mcg
Vitamin E0.30 mg
Vitamin B10.09 mg
Vitamin B2 (Riboflavin)0.04 mg
Vitamin B3 (Niacin)0.20 mg
Vitamin B60.05 mg
Vitamin C54.00 mg

Vitamin C wie Clementine

Vitamin C, auch Ascorbinsäure genannt, ist das wohl bekannteste Vitamin. Es zählt zu den wasserlöslichen Vitaminen und ist in Zitrusfrüchten wie der Clementine reichlich enthalten. Vitamin C ist eine Art Schutzpolizei des Stoffwechsels. Es bewahrt die biologischen Wirkstoffe - darunter auch weitere Vitamine - vor der Zerstörung durch Sauerstoff. Die Ascorbinsäure aktiviert den Zellstoffwechsel und greift direkt in die Umwandlung von Nahrungs- in Körperenergie ein, stimuliert die körpereigenen Abwehrkräfte und fördert den Aufbau und die Funktion von Knochen, Bindegewebe und Zähnen. Außerdem stabilisiert Vitamin C die Gefäße, beugt der Arterienverkalkung vor und beschleunigt die Wundheilung. Die Aufnahme von Eisen aus den Lebensmitteln wird durch Vitamin C verbessert. Dass Clementinen vorwiegend in den Wintermonaten erhältlich sind, passt wunderbar zu ihrer erkältungsabwehrenden Eigenschaft. Clementinen versorgen den Körper mit viel Vitamin C und können dabei helfen, Erkältungen und Infekte abzuwehren.

Reich an Genistein

Clementinen enthalten viel Genistein. Genistein zählt zu den Isoflavonoiden, welche der Gruppe der sekundären Pflanzenstoffe angehören. Als sekundäre Pflanzenstoffe werden bioaktive Substanzen bezeichnet, denen eine gesundheitsfördernde Wirkung zugeschrieben wird. Genistein wird mit antioxidativen, antithrombotischen und antikanzerogenen Effekten in Verbindung gebracht.

Anwendung in der Kosmetik

Das ätherische Öl, das aus den Clementinen Schalen gewonnen wird, hat einen angenehmen frischen Duft, der zur Parfümierung von Naturseifen verwendet wird.

Clementinen richtig lagern

Die dickere Schale der Clementinen bewirkt, dass die Früchte besser zu lagern sind, als die mit ihnen verwandten Mandarinen. Clementinen gehören, wie übrigens alle Zitrusfrüchte, nicht in den Kühlschrank, sondern werden bei Raumtemperatur in einem dunklen Raum oder an einer lichtgeschützten Stelle aufbewahrt. Die empfindlichen Früchte brauchen Luftkontakt, deswegen eignet sich ein großes Sieb oder eine flache, breite Schale besser, als ein tiefes, geschlossenes Gefäß. Gute Belüftung bewahrt die Clementinen vor Schimmelpilzbefall. Clementinen sollten auch nicht aufgetürmt werden, denn das erhöht den Druck auf das Obst. Kontrollieren Sie die Früchte regelmäßig auf Druck- und Schadstellen, da der Verderb an diesen besonders schnell voranschreitet. Angeschimmelte Clementinen müssen sofort aussortiert werden, um zu verhindern, dass die restlichen Früchte „angesteckt“ werden.

Verwendung in der Küche

An kalten, grauen Wintertagen erfreuen Clementinen schon allein durch ihre frische Farbe. Geschmacklich bereichern sie den winterlichen Speiseplan mit ihren fruchtigen Aromen. Da die enthaltenen Vitamine durch Garen zerstört werden, genießt man Clementinen am besten frisch. Sie eignen sich hervorragend als Vitamin-C-reiche Zutat in Quark, Joghurt, Müslis, Obstsalaten und diversen Süßspeisen. Auch als Tortenbelag machen sie eine gute Figur. Man kann unbehandelte Clementinen mit anderen Zitrusfrüchten, Thymian und Rosmarin in Olivenöl einlegen. In Scheiben geschnitten und geschichtet werden die Früchte mit Salz bestreut und ziehen für 15 Stunden. Mit den Gewürzen vermischt und dem Öl aufgegossen, "reifen" die eingelegten Früchte anschließend für 10 Tage. Dieses italienische Rezept passt zu gegrilltem Fleisch und Fisch sowie als fruchtige Beilage in Salaten. Das aromatisierte Öl kann zur Zubereitung von Salatsaucen weiter verwendet werden.

Tipp: Clementinen sind wie alle Zitrusfrüchte reich an Vitamin C. Vegetarier, die ihren Eisenbedarf mit pflanzlicher Kost decken, haben das Problem, dass pflanzliches Eisen weniger gut aufgenommen wird, als Eisen aus tierischen Nahrungsquellen. Die Kombination mit Vitamin C verbessert die Eisenresorption.

Verschiedene Formen

Clementinen sind als Frischobst oder in Konserven erhältlich.

Gesundheitliche Studien und Erkenntnisse

Auraptene und Naringin fürs Gehirn
Auraptene und Naringin sind zitrustypische Inhaltsstoffe, die auch in Clementinen enthalten sind. Das Naringin befindet sich hauptsächlich in den weißen Trennhäuten zwischen Schale und Frucht, sowie zwischen den einzelnen Segmenten. Studien legen die Vermutung nahe, dass Auraptene und Naringin mögliche Effekte als neuroprotektive Substanzen im Gehirn aufweisen. Zur Studie.

Naringenin zur Immunmodulation
Naringin wird im Magen in Naringenin umgewandelt. In Studien mit Zellkulturen konnte aufgezeigt werden, dass Naringenin entzündliche Prozesse hemmen kann. Weitere Forschungen zu den immunmodulatorischen Eigenschaften und anti-entzündlichen Aktivitäten von Naringenin im Zusammenhang mit verschiedenen Krankheiten sind in Diskussion. Zur Studie.