Dill

Dill - oder auch bekannt unter dem Namen Gurkenkraut - ist im deutschsprachigen Gebiet das meistangebaute Gewürz, stammt ursprünglich aber aus Vorderasien. In der Küche ist der Dill beliebt wie eh und je, kann er doch aufgrund seines milden Geschmackes Gerichte geschmacklich aufzuwerten ohne dabei andere Aromen zu überdecken. Wild wächst Dill nur noch selten, dafür ist der Anbau umso beliebter - nicht nur im Handel, sondern auch in den heimischen Gärten.

Inhaltsangabe
  1. Gesundheitspotential
  2. Wo und wie gedeiht Bärlauch am besten?
  3. Bärlauch länger haltbar machen
  4. Verwendung in der Küche
  5. Verschiedene Formen
  6. Medizinische Studien und Erkenntnisse

 

Vitamin- und Mineralstoffgehalt von Dill

VitalstoffMenge je 100g
Natrium27.00 mg
Kalium647.00 mg
Calcium230.00 mg
Phosphor85.00 mg
Magnesium28.00 mg
Eisen5.50 mg
Vitamin A (Ă„quivalent)1016.00 mcg
Vitamin E1.70 mg
Vitamin B10.19 mg
Vitamin B2 (Riboflavin)0.43 mg
Vitamin B3 (Niacin)3.00 mg
Vitamin B60.30 mg
Vitamin C50.00 mg

Heilsam in der Vergangenheit und heute

Dill kann auf eine lange Geschichte zurückblicken - ist er doch schließlich einer der ältesten Heilkräuter überhaupt. Nicht nur, dass bereits im alten Ägypten Dill zu Heilzwecken angebaut wurde, auch die Römer wussten über die antibakterielle Wirkung des Krauts, sodass sich die Gladiatoren vorsorglich vor ihren Kämpfen mit dem Öl der Pflanze einrieben, um es bei möglichen Verwundungen nicht zu Entzündungen kommen zu lassen.

Gegen Krämpfe und Schmerzen

Besonders hilfreich ist tatsächlich das ätherische Öl des Krauts, welches sich größtenteils aus Carvon und Limonen zusammensetzt. Es wirkt krampflösend und kann daher gut bei schmerzhaften Magenkrämpfen und Menstruationsbeschwerden eingesetzt werden.

Gut für den Verdauungstrakt

Nicht nur Magenkrämpfe werden mit dem Öl gelindert, es wirkt sich allgemein positiv auf die Verdauung aus. Entsprechend hilft Dill-Öl auch bei Blähungen, Magenverstimmungen und Koliken. In Form eines Tees ist es sogar für kleine Kinder und Säuglinge geeignet.

Zur Beruhigung

Einen weiteren großen Pluspunkt kann Dill aufgrund seiner beruhigenden und appetitanregenden Eigenschaft nachgesagt werden. Bei Schlafstörungen und Unruhe wirkt er ebenso wie bei plötzlich oder öfters auftretender Appetitlosigkeit.

Lieferant wertvoller Inhaltsstoffe

Obwohl das Öl die große Besonderheit des Dills im Hinblick auf die Gesundheit ist, so kommt das Gewürz dennoch mit vielen anderen wichtigen Inhaltsstoffen daher. Darunter vor allem erwähnenswert sind Vitamin C zur Stärkung der Abwehrkräfte, Kohlenhydrate und Proteine, sowie Kalium, Calcium, Natrium und Schwefel.

Wo und wie gedeiht Dill am besten?

Wenngleich der Dill in Mitteleuropa nur selten als Wildwuchs aufzufinden ist, so lässt er sich doch gut im Garten anbauen. Der April ist ideal zur Aussaat im Freiland geeignet. Allerdings sollte dafür gesorgt sein, dass der Boden vor der Aussaat gut gelockert worden ist, da Dill keinen verdichteten Boden verträgt. Nach etwa zwei bis drei Wochen beginnt die Keimung. Wichtig ist allerdings, dass Dill nicht erneut dort ausgesät wird, wo das bereits einmal stattgefunden hat: Die Gefahr der Fusarium-Fäule steigt dann sehr.

Dill länger haltbar machen

Wie bei vielen anderen Kräutern auch, empfiehlt es sich, Dill frisch und direkt nach der Ernte zu verwenden. Allerdings kann Dill gewaschen und in Alufolie umwickelt bis zu drei Wochen im Kühlschrank frisch gehalten werden. Des Weiteren handelt es sich bei Dill um ein Gewürz, das auch getrocknet nicht viel von seinem Geschmack einbüßen muss - von seinem ätherischen Öl hingegen leider schon. Getrocknet wird er dennoch am besten in einem Strauß gebunden kopfüberhängend an der frischen Luft.

Verwendung in der Küche

Dill wird in der Küche vor allem gerne als frisches Gewürz verwendet, das hervorragend zu Pellkartoffeln, Gurken, Salat und Fisch passt. Klein geschnitten, luftdicht und gekühlt aufbewahrt, kann Dill einige Tage bzw. Wochen frisch zum Würzen verwendet werden.

Verschiedene Formen

In vielen Supermärken und bei Obst- und Gemüsehändlern kann Dill frisch im Bund oder im Topf erworben werden. Des Weiteren besteht die Möglichkeit, ihn bereits getrocknet oder gemahlen zu erhalten.

Medizinische Studien und Erkenntnisse

Gemeinsam mit Petersilie stark gegen Krebs
Wissenschaftler des Moscow Institute of Physics and Technology haben in einer Studie herausgefunden, dass der gemeinsame Verzehr von Dill und Petersilie schützend gegen Krebs wirkt. Einerseits stärkt die Petersilie das Immunsystem, andererseits wirkt der Dill antioxidativ. Der Gehalt an Glaziovianin A, der in beiden Kräutern vorkommt, verlangsamt zusätzlich das Wachstum eines Tumors. Zur Quelle.