Dill

Das Küchenkraut Dill (Anethum graveolens) gehört zur Familie der Doldenblütler. Zum Würzen werden vor allem die Dillspitzen verwendet. Zur Herstellung von Salz-Dill-Gurken werden größere Teile der Pflanze verwendet. In der traditionellen Heilkunde werden die reifen Früchte oder die ganze, frisch geerntete Pflanze ähnlich wie Kümmel bei verschiedenen Magen-Darm-Beschwerden eingesetzt.

Vitamin- und Mineralstoffgehalt von Dill

VitalstoffMenge je 100g
Natrium27.00 mg
Kalium647.00 mg
Calcium230.00 mg
Phosphor85.00 mg
Magnesium28.00 mg
Eisen5.50 mg
Vitamin A (Äquivalent)1016.00 mcg
Vitamin E1.70 mg
Vitamin B10.19 mg
Vitamin B2 (Riboflavin)0.43 mg
Vitamin B3 (Niacin)3.00 mg
Vitamin B60.30 mg
Vitamin C50.00 mg

Vorkommen

Ursprünglich kommt die würzige Pflanze aus Vorderasien. Mittlerweile wird Dill im Freiland sowie in Gewächshäusern auch in Mitteleuropa angebaut. Im Mittelmeerraum gibt es erste Nachweise der Verwendung der Pflanze vor 5000 Jahren. Bereits im Alten Ägypten wurde Dill kultiviert, um ihn als Heil- und Gewürzpflanze zu nutzen. Wilde Wuchsformen sind in Europa jedoch selten zu finden. Dill ist eine bekannte Gartenpflanze, die relativ anspruchslos ist, es jedoch feucht mag.

Verwendung

Sowohl Blätter, als auch Knospen, Blüten und Früchte der Pflanze können verwendet werden. Dill enthält neben dem für den würzigen Geschmack verantwortlichen ätherischen Öl viel Vitamin C und andere Nährstoffe. Wird Dill erhitzt, verliert er rasch an Würze. Außerdem sinkt dadurch der Vitamin-C-Gehalt. Daher sollte Dill stets erst kurz vor dem Servieren zu den Speisen gegeben werden. Im Handel ist Dill frisch, tiefgefroren und getrocknet erhältlich. Besonders intensiv ist das Aroma beim frischen Kraut.

Dill in der Küche

Das Küchenkraut passt hervorragend zu Salaten, Suppen und Sauce. Traditionell wird Fisch mit Dill-Sahne-Sauce gereicht. Daneben kann Dill in Kräuterbutter und Aufstrichen verarbeitet werden. Dill ist außerdem ein beliebtes Würzkraut für Essig- und Öl-Konserven wie Salz-Dill-Gurken. Die Früchte der Dillpflanze können ähnlich wie Anis und Kümmel verwendet werden.

Gesundheitspotential von Dill

Entscheidend für die gesundheitsfördernde Wirkung von Dill ist das enthaltene ätherische Öl mit Carvon und Limonen als nennenswerte Hauptbestandteile. Darüber hinaus enthalten sind Dillapiol, Phellandren und Dilläther. Außerdem enthält Dill die Wirkstoffe Cumarin und Kaffeesäurederivate. Die Konzentration des ätherischen Öls ist in den Früchten mit etwa acht Prozent am höchsten. Die Blättern weisen einen Gehalt von zwei bis vier Prozent auf.

Dill werden diverse Heilwirkungen zugeschrieben. Angeblich könnte das aus den Samen gewonnene Dillöl die Wundheilung fördern, weswegen sich bereits im alten Rom die Gladiatoren vor den Kämpfen im Kolosseum damit einrieben. In der traditionellen Heilkunde wird Dill jedoch vorwiegend bei Magenschmerzen, Blähungen und Menstruationsbeschwerden eingesetzt. Darüber hinaus soll Dill bei Appetitlosigkeit und Schlaflosigkeit für Abhilfe sorgen. Neben dem Einsatz des frischen Krauts hat sich vor allem der Einsatz von Tee aus den zerstoßenen Früchten des Dills bei Verdauungsbeschwerden bewährt. Als Einschlafhilfe soll Dillwein aus erhitztem Weißwein mit Dillsamen ein wirksamer Helfer sein. Der Wein soll einige Minuten ziehen und wird anschließend abgeseiht und in kleinen Schlucken getrunken. Für stillende Mütter ist die milchfördernde Wirkung des Dills interessant.

Quellen:
http://www.gesundheit.de/ernaehrung/lebensmittel/gewuerze/dill
http://gesund.co.at/dill-heilpflanzenlexikon-22880/
https://de.wikipedia.org/wiki/Dill_(Pflanze)
https://www.gesundheit.gv.at/Portal.Node/ghp/public/content/kraeuter-gewuerze-dille.html