Erbsen

Die Erbse, auch genannt Gartenerbse, gehört zu den Hülsenfrüchten. Recht unscheinbar wirkt die Pflanze, während der Blütezeit kann man sie schnell zwischen anderen Pflanzen übersehen. Doch schaut man genauer hin, fallen die länglichen, grünen Hülsenfrüchte ins Auge, die die schmackhaften und vor allem gesunden Samen enthalten.

Inhaltsangabe
  1. Gesundheitspotential
  2. andere Anwendungsgebiete
  3. Lagerung
  4. Verwendung in der Küche
  5. Verschiedene Formen
  6. Medizinische Studien und Erkenntnisse

 

Vitamin- und Mineralstoffgehalt von Erbsen

VitalstoffMenge je 100g
Natrium1.00 mg
Kalium340.00 mg
Calcium26.00 mg
Phosphor100.00 mg
Magnesium30.00 mg
Eisen1.90 mg
Vitamin A (Äquivalent)60.00 mcg
Vitamin E0.30 mg
Vitamin B10.32 mg
Vitamin B2 (Riboflavin)0.15 mg
Vitamin B3 (Niacin)2.50 mg
Vitamin B60.16 mg
Vitamin C25.00 mg

Die kleine runde Proteinbombe

Die Erbse ist die Hülsenfrucht mit dem höchsten Eiweißgehalt. Im rohen Zustand besteht sie aus 70 Prozent Wasser und sieben Prozent Proteinen, im getrockneten Zustand sind es sogar bis zu 20 Prozent Proteine. Damit ist die Erbse ein idealer Eiweißlieferant für Vegetarier und Veganer, doch natürlich profitiert jeder Konsument von dieser Tatsache.

Zur Senkung des Cholesterinspiegels

In den Erbsen sind einige Aminosäuren zu finden (zum Beispiel Cystein und Methionin). Besonders wichtig für den Cholesterinspiegel aber ist die Aminosäure Lysin. Der Körper kann daraus Carnitin herstellen, was wiederum den Fettstoffwechsel beeinflusst und sich positiv auf den Cholesterinspiegel auswirken kann.

Aufbauende Wirkung

Besonders wertvoll bei Erbsen ist die Kombination von Magnesium und Nukleinsäuren. Durch diese Zusammensetzung ist eine Zellneubindung im Körper möglich. Alte, verbrauchte Zellen werden entfernt und durch neue ersetzt. Die Erbse ist damit sozusagen eine Verjüngungskur für die Zellstruktur.

Als Energielieferant

Wie in andere Hülsenfrüchten finden sich in der Erbse Zuckerstoffe, die als Energielieferant dienen. Vor allem Sportler profitieren von dieser Regenerationsquelle nach starken körperlichen Belastungen.

Zum Aufbau des Homocysteinspiegel

Sowohl Folsäure, als auch Betain und die B-Vitamine B12, B6 sind in Erbsen enthalten. Diese Inhaltsstoffe helfen bei der Regulierung des Homocysteinspiegels im Blut, wodurch Schädigungen der Blutgefäße ebenso wie Depressionen und Demenzerkrankungen gemindert werden können.

Zur Stärkung

Das enthaltene Vitamin C dient zur Stärkung des Immunsystems und schützt vor Erkältungen. Des Weiteren ist Vitamin K enthalten, welches für die Stärkung der Knochensubstanz hilfreich ist.

Verwendung in der Kosmetik

Erbsen werden zwar selten in Kosmetikprodukten verarbeitet, dennoch sind sie gut für die Haut und können in Form einer Maske auf das Gesicht aufgetragen werden. Eine solche Maske reinigt die Poren, erhöht die Feuchtigkeit der Haut und gibt ihr mehr Elastizität.

Für gesunde Haare und Nägel

Die bereits angesprochenen Aminosäuren Cystein und Methionin hingegen unterstützen sowohl den Haarwuchs als auch das Wachstum der Nägel. Ebenso eine Unterstützung für gesundes und kräftiges Haar ist der in Erbsen enthaltende Vitamin C Anteil.

Erbsen richtig lagern

Um frische Erbsen möglichst lange haltbar zu machen, sollten Sie die Samen in den Hülsenfrüchten lassen und diese in ein feuchtes Tuch eingewickelt in den Kühlschrank legen. Dann halten sich Erbsen einige Tage. Es empfiehlt sich, Erbsen nicht einzufrieren, sondern gleich als Tiefkühlkost zu kaufen. Diese Erbsen wurden nämlich schockgefroren und haben daher nach wie vor ihre satte Farbe und ihre wichtigen Nährstoffe.

Verwendung in der Küche

Zum Verzehr eignen sich nur die runden Samen in den Hüllen der Frucht. Die Schale muss entsprechend vor der Verwendung entfernt werden. Am Besten lässt man die Samen danach zehn bis fünfzehn Minuten in Wasser garen, allerdings gehören Erbsen zu den wenigen Hülsenfrüchten, die auch roh verzehrt werden können. Während häufig giftige Substanzen erst abgekocht werden müssen, schützt die Schote die Erbse vor Schadstoffen von außerhalb. Des Weiteren enthalten Erbsen generell keine Lektine. Besonders beliebt sind Erbsen gemeinsam mit Möhrchen als Beilage zu Fleischgerichten oder als Zutat in diversen Pfannen- und Ofengerichten.

Verschiedene Formen

Erbsen können sowohl frisch samt Schoten als auch bereits tiefgefroren erworben werden. Des Weiteren sind Erbsen in Konserven verfügbar, die dann lediglich aufgewärmt werden müssen. Auch getrocknete Erbsen finden Sie in gut sortierten Supermärkten. Eher seltener und hauptsächlich im Reformmarkt anzufinden sind Erbsen in Pulverform.

Medizinische Studien und Erkenntnisse

Hilfe gegen Fettleber
Eine chronische Fettleber, die nicht durch Alkoholkonsum entstanden ist, kann aufgrund von zu fett- und kalorienreicher Ernährung entstehen. Dies kann sogar in einer Leberzirrhose enden. Das Protein der Erbsen hingegen kann dabei helfen, dieses Fett der Leber wieder abzubauen. Eine deutsche Studie mit 37 Probanden hat ergeben, dass bereits in sechs Wochen eine Reduktion von etwa 50 Prozent erreicht werden kann. Zur Quelle.