Heilbutt

Der Heilbutt ist ein sehr schmackhafter Speisefisch, der es auch gesundheitlich ordentlich in sich hat. Der Handel offeriert zwei Arten, den weißen sowie den schwarzen Heilbutt. Letzterer ist deutlich fettiger, besitzt daher auch mehr Kalorien. Dennoch besitzen beide Arten ihre Vorzüge. Gemein ist ihnen der ausgesprochen hohe Vitamin E Gehalt.

Inhaltsangabe
  1. Gesundheitspotential
  2. Zubereitung und Lagerung
  3. Verwendung in der Küche
  4. Verschiedene Arten

 

Vitamin- und Mineralstoffgehalt von Heilbutt

VitalstoffMenge je 100g
Natrium67.00 mg
Kalium446.00 mg
Calcium14.00 mg
Phosphor202.00 mg
Magnesium28.00 mg
Eisen0.60 mg
Vitamin A (Äquivalent)32.00 mcg
Vitamin E0.90 mg
Vitamin B10.08 mg
Vitamin B2 (Riboflavin)0.07 mg
Vitamin B3 (Niacin)5.90 mg
Vitamin B60.42 mg

Der Heilbutt- wertvoller Nährstofflieferant

Zwar gilt Fisch allgemein als sehr gesund, der Heilbutt ist diesbezüglich jedoch besonders hervorzuheben. Ernährungsexperten legen den Verzehr vor allem aufgrund seines ausgeglichenen Nährstoffgehalts nahe. Viele essentielle Spurenelemente sind im passenden Gleichgewicht enthalten.

Der niedrige Fettgehalt freut Figurbewusste

Weißer Heilbutt eignet sich optimal für eine Schonkost. Mit gerade einmal 95 Kalorien pro 100 Gramm belastet der Fisch kaum das Kalorienkonto. Insbesondere Sportler dürfen hier gerne öfter zugreifen. Anstelle ungesunder Fette, trumpft der Plattfisch mit einem hohen Proteingehalt auf, der den Muskelaufbau fördert.

Hier kommen gesunde Fette auf den Teller

Das größte Gesundheitspotential bieten jedoch Omega-3-Fettsäuren, die im Heilbutt in hoher Konzentration vorhanden sind. Die mehrfach ungesättigten Fettsäuren wirken sich in vieler Hinsicht positiv auf den Organismus aus.

Mehr Konzentration und Gehirnleistung

Die Steigerung der Gehirnleistung durch Omega-3-Fettsäuren ist mittlerweile wissenschaftlich bewiesen. Das Fett erneuert die Zellen und schützt obendrein auch vor Alzheimer oder Demenz. Aufgrund dieser Wirkung hat es sich auch bei der Behandlung von Konzentrationsstörungen wie ADHS bewährt. Übrigens: wer Heilbutt am Abend genießt, darf dank der enthaltenen Omega-3-Fettsäuren auf einen erholsamen Schlaf hoffen.

Für ein starkes Herz

Omega-3-Fettsäuren bilden nicht nur neues Zellgewebe, sondern lösen auch Ablagerungen an den Arterien. Der Blutfluss verbessert sich ebenso wie das gesamte Herz-Kreislauf-System. Zudem besitzt die Fettsäure eine blutdrucksenkende Eigenschaft. In zahlreichen Untersuchungen sank auch der Cholesterinwert der Probanden mit erhöhter Einnahme von Omega-3-Fettsäure. Nicht zuletzt senkt Omega-3 auch das Risiko, an Diabetes, Multipler Sklerose, Krebs oder einem Schlaganfall zu erkranken.

Omega-3-Fettsäuren - Schönheit zum Essen

Des Weiteren aktiviert die Fettsäure Enzyme, die Akne und Mitesser bekämpfen. Omega-3 strafft das Bindegewebe und spendet der Haut Feuchtigkeit von innen. Auch die Haare danken es der Fettsäure, indem sie in neuem Glanz erstrahlen.

Mehr Wohlbefinden dank der verdauungsfördernden Wirkung

Im Gegensatz zu schädlichen Transfetten sind die Nährstoffe aus dem Heilbutt nicht nur leicht verdaulich, sie beruhigen auch den Magen-Darm-Trakt. Sie helfen gleichermaßen bei Durchfällen und Verstopfungen und lindern zudem noch weitere organische Entzündungen.

Vitamine satt

Dass der Heilbutt neben viel gesunden Fetten auch noch reich an Vitaminen und Mineralstoffen ist, hat gleich doppelten Nutzen. Beide Inhaltsstoffe bedingen sich gegenseitig für eine bessere Aufnahme. Hinsichtlich der Mineralstoffe stechen vor allem Selen, Jod und Eisen hervor. Bemerkenswert ist aber vordergründig der hohe Vitamin-E-Gehalt. Der wertvolle Inhaltsstoff besitzt ähnliche Wirkungen wie die oben genannten Effekte der Omega-3-Fettsäure. Reich an Antioxidantien, tötet es freie Radikale ab, verjüngt Haut und Haar und schützt vor Altersvergesslichkeit.

Heilbutt kann Osteoporose hemmen

Relativ hoch ist auch der Vitamin-D-Gehalt des Heilbutts. Zusammen mit dem Mineralstoff Calcium, den der Fisch ebenfalls liefert, stärkt das essentielle Vitamin die Knochendichte. Da der Körper den Mikronährstoff hauptsächlich aus Sonnenlicht bildet, ist der Verzehr von Heilbutt vor allem in den dunklen Wintermonaten eine gute Möglichkeit, den Bedarf zu decken und Krankheiten wie Osteoporose vorzubeugen.

Zubereitung und Lagerung

Mit 3-4 Jahren besitzt der Heilbutt das beste Alter zum Verzehr. In dieser Zeit bilden sich die Nährstoffe optimal aus, sodass er am nahrhaftesten ist. Frisch vom Markt schmeckt er natürlich am besten. Doch aufgepasst, Qualität hat ihren Preis. Der Fisch zählt zu den teuersten Arten überhaupt. Etwas preiswerter ist der Griff in die Tiefkühltruhe, wenn auch der Geschmack darunter leiden könnte.

Frischer Heilbutt sollte noch am selben Tag auf dem Teller landen. Zur Lagerung bietet sich der Kühlschrank an. Tiefgefrorener Heilbutt hält sich hingegen bis zu einem Jahr. Ob Gourmetessen oder uriger Grillabend, Heilbutt ist ausgesprochen vielseitig. Er schmeckt sowohl gegrillt oder gegart. Kenner genießen den Fisch nicht selten in einer gut geölten Pfanne gebraten, lediglich mit einer Prise Salz und Pfeffer abgeschmeckt.

Verwendung in der Küche

Weißer Heilbutt schmeckt dank seines zarten Fleisches auch mit wenigen Gewürzen ganz ausgezeichnet. Zudem dient er des Öfteren als Hauptbestandteil einer delikaten Fischsuppe. Der schwarze Heilbutt ist aufgrund des hohen Fettgehalts vor allem in stark erhitzter Form beliebt. Am gängigsten ist es, ihn als Räucherfisch zu genießen.

Verschiedene Arten

Wie bereits erwähnt, existieren zwei Arten des Heilbutts, die unschwer voneinander zu trennen sind. Geschmacklich unterscheiden sie sich ebenfalls stark. Während der weiße Heilbutt ein zartes, fettarmes Gericht darstellt, protzt sein schwarzer Artgenosse mit deftigem Aroma auf. Kein Wunder, da Fett der wichtigste Geschmacksträger in der Ernährung ist. Ungesund ist er dennoch nicht. Es handelt sich größtenteils um die gesunden Omega-3-Fettsäuren. Wer also auf seine Figur achtet, sollte den weißen Heilbutt bevorzugen. Andernfalls beruht die Wahl auf dem persönlichen Geschmack.

Nachhaltiger Genuss

Leider ist der Heilbutt ein sehr seltener Fisch, die mittlerweile auf der roten Liste der gefährdeten Arten steht. Viele Züchter haben sich der Problematik angenommen und kultivieren den Meeresbewohner nun in Zuchtbetrieben. Heilbutt sollte ausschließlich aus diesen Produktionsstätten stammen. Für die Gesundheit hat das sogar einige Vorteile. Die Wassertemperatur ist so abgestimmt, dass der Fisch die besten Voraussetzungen für eine optimale Nährstoffbildung erhält.