Lachs

Lachs gehört zu den gesündesten Speisefischen überhaupt. Sein hoher Nutzen für die Gesundheit ist vor allem auf den hohen Gehalt an Omega-3 Fettsäuren zurückzuführen. Darüber hinaus stecken noch zahlreiche weitere Nährstoffe in dem schmackhaften Meeresbewohner, welche sich auch auf das äußere Erscheinungsbild sowie die Gedächtnisleistung positiv auswirken.

Inhaltsangabe
  1. Gesundheitspotential
  2. Weitere Anwendungsgebiete
  3. Zubereitung und Lagerung
  4. Verwendung in der Küche
  5. Verschiedene Arten
  6. Gesundheitliche Studien und Erkenntnisse

 

Vitamin- und Mineralstoffgehalt von Lachs

VitalstoffMenge je 100g
Natrium51.00 mg
Kalium371.00 mg
Calcium13.00 mg
Phosphor266.00 mg
Magnesium29.00 mg
Eisen1.00 mg
Vitamin A (Äquivalent)15.00 mcg
Vitamin E0.90 mg
Vitamin B10.18 mg
Vitamin B2 (Riboflavin)0.16 mg
Vitamin B3 (Niacin)7.20 mg
Vitamin B60.98 mg
Vitamin C1.00 mg

Lachs ist reich an gesunden Fettsäuren

Obgleich Lachs einen sehr hohen Fettgehalt aufweist, ist dieser keineswegs schädlich. Ganz im Gegenteil, handelt es sich dabei doch um die gesunden Omega-3 Fettsäuren, deren Verzehr Ernährungsexperten mehrmals wöchentlich anraten. Anders als gesättigte Fettsäuren in Chips oder verarbeiteten Wurstwaren, ist die ungesättigte Variante sogar lebensnotwendig. Der gesunde Nahrungsbestandteil ist an nahezu allen Stoffwechselprozessen beteiligt.

Omega-3 Fettsäuren

  • regen die Hormon Produktion an,
  • sind essentiell für die Eiweißsynthese,
  • erneuern die Zellen,
  • halten die Gelenkknorpel geschmeidig,
  • lindern Entzündungen,
  • versorgen Haut und Haare mit Feuchtigkeit,
  • stärken das Immunsystem mit der Bildung von Abwehrzellen und
  • schützen vor Infektionen.

Zu den wichtigsten Eigenschaften von Omega-3 Fettsäuren zählen jedoch:

Optimaler Schutz des Herz-Kreislaufsystems
Mehrere Studien konnten die positive Auswirkung von Omega-3 Fettsäuren auf das Herz bestätigen. Die gesunde Fettsäure senkt nicht nur den Blutdruck und den Insulinspiegel, welcher auf Dauer ein erhöhtes Risiko für Diabetes darstellt. Auch der Cholesterinspiegel nimmt bei regelmäßiger Einnahme ab. Das führt dazu, dass sich weniger Ablagerungen an den Gefäßwänden bilden. Der Blutfluss verbessert sich und das Herzinfarkt- und Thrombose-Risiko sinkt um ein Vielfaches.

Gute Gedächtnisleistung bis ins hohe Alter
Altersvergesslichkeit, die sogenannte Demenz, entsteht, weil sich im Laufe des Lebens die Telomere, bei denen es sich um schützende Hüllen der DNA handelt, abbauen. Omega-3 Fettsäuren stoppen die Zellalterung und erhalten den natürlichen Schutz. Gleichzeitig beugt das Fett auf diese Weise einer Krebserkrankung vor.

Mehr Konzentration und Ausgeglichenheit
Nicht nur für alte Menschen ist die Wirkung von Omega-3 Fettsäuren interessant. Immer mehr Kinder erhalten aufgrund ihres steten Bewegungsdrangs die Diagnose ADHS. Omega-3 Fettsäuren können nachweislich die Konzentration steigern und gegen die innere Unruhe helfen.

Entzündungen heilen und Vorbeugen
Diabetes, Arthritis, Parodontitis, überall im Körper können Krankheiten auftreten, die auf Entzündungen zurück zu führen sind. Omega-3 Fettsäuren erzielen in diesem Fall eine lindernde sowie eine präventive Wirkung- ganz ohne medikamentöse Maßnahmen.

Erhaltung der Sehkraft
Eine spezielle Entzündungskrankheit ist die Makuladegeneration. Dabei lässt die Sehkraft immer stärker nach bis hin zur vollständigen Erblindung. Bisher ist die Schulmedizin machtlos gegen diesen Prozess. Studien bewiesen jedoch, dass der regelmäßige Verzehr von Omega-3 Fettsäuren den Verlauf zwar nicht komplett stoppen, ihn aber verlangsamen kann.

Förderung eines erholsamen Schlafes
Die genauen Vorgänge im Körper sind zwar noch unbekannt, dennoch zeigten mehrere Versuche, dass sich die Schlafqualität unter dem Einfluss von Omega-3 Fettsäure merklich bessert. Das Fett dient sowohl als Einschlaf- als auch als Durchschlafhilfe. Voraussetzung ist dabei die Kombination mit Omega-6 Fettsäuren in dem richtigen Verhältnis.

Vitamine sorgen für doppelten Nutzen

In Lachs stecken außerdem sehr viele Vitamine. Vor allem ist der Fisch reich an Vitamin A und D. Da diese beiden Mikronährstoffe zu den fettlöslichen Vitaminen zählen, resultiert aus dem gleichzeitigen Fettgehalt des Lachses eine besonders effektive Wirkung. Die Aufnahme verbessert sich unwillkürlich. Ganz nebenbei enthält Lachs auch eine relativ hohe Calcium-Konzentration, welches in Verbindung mit Vitamin D die Knochendichte erhält. Vitamin A fördert dagegen das Muskelgewebe. An Mineralstoffen sind Magnesium, Phosphor und Selen enthalten.

Der hohe Jodgehalt stärkt die Schilddrüse

Jod ist einer der wichtigsten Mineralstoffe für den Stoffwechsel. 80 % des täglichen Bedarfs bezieht die Schilddrüse, um Hormone zu bilden, die unter anderem die Organfunktionen sicherstellen. Jod kann der Körper nicht eigenständig produzieren, weshalb die Versorgung über die Nahrung von großer Bedeutung ist. Lachs gilt als einer der besten Jod Lieferanten überhaupt.

Proteine lassen die Pfunde purzeln

Nicht zu unterschätzen ist auch der Proteingehalt von Lachs. Insbesondere bei Sportlern landet das Lebensmittel deshalb oft auf dem Teller. Das Eiweiß baut Muskelmasse auf und verhindert bei sportlicher Aktivität deren Abbau. Der Körper ist gezwungen, die nötige Energie stattdessen aus den Fettdepots zu beziehen, sodass auf Dauer eine gewünschte Gewichtsreduktion eintritt.

Weitere Anwendungsgebiete

Hersteller von Fischölkapseln fügen ihren Produkten häufig Lachsbestandteile hinzu. Diese dienen als Nahrungsergänzungsmittel zur Gewichtsabnahme und zur Regulierung eines erhöhten Blutdrucks. Allerdings kritisieren Forscher die Anwendung.

Zubereitung und Lagerung

Keine Frage, Lachs bleibt nur in der Tiefkühltruhe frisch. Der schnelle Verzehr nach dem Einkauf ist allerdings generell zu empfehlen. Lachsaufschnitt gehört hingegen in den Kühlschrank und darf nach Anbruch auch dort nicht lange liegen. Frischen Fisch vom Markt zeichnet sich durch folgende Merkmale aus:

  • keine Geruchsbildung
  • elastische Haut, die nach leichtem Fingerdruck schnell wieder den Normalzustand annimmt
  • eine sauber ausgenommene Bauchhöhle
  • weiche, feuchte Haut
  • keine Verklebungen erkennbar
  • klare Augen
  • bei den Kiemen sind die einzelnen Blättchen deutlich zu unterscheiden

Verwendung in der Küche

Üblich ist die Zubereitung eines Lachsfilets in der Pfanne. Die Verwendung eines hochwertigen Pflanzenöls zum Anbraten erhöht gleichzeitig die Aufnahme der enthaltenen Vitamine. Ein zusätzlicher Spritzer Zitrone verstärkt nicht nur den Geschmack, sondern liefert darüber hinaus Vitamin C. Lachs harmoniert mit jeglichen Beilagen. Als Gewürz schmeckt Dill besonders gut. Von übermäßigem Salzen ist jedoch abzuraten. Am besten ist natürlich die Verwendung frischer Kräuter direkt aus dem eigenen Garten.

Verschiedene Arten

Lachs ist sehr artenreich. Lebensmittelhändler offerieren in der Regel fünf verschiedene Sorten, die zumeist aus Alaska stammen:

  • Königslachs
  • Hundslachs
  • Rotlachs
  • Silberlachs
  • Buckellach

Ebenso viel Auswahl bietet die Verwendung. Das klassische Lachsfilet dient in der Pfanne oder auf dem Grill gebraten als Hauptmahlzeit, der Stremel Lachs ist ein Gaumenschmaus auf dem Buffettisch und der Lachsaufschnitt macht das Sonntagsbrötchen zum Genuss.

Lachs ist nicht gleich Lachs

Fischstäbchen sind DAS Leibgericht vieler Kinder. Doch wer glaubt, den Kleinen damit etwas Gutes zu tun, irrt gewaltig. Die Panade enthält oft viele künstliche Aromen, Weißmehl und ungesundes Fett. Mit den oben beschriebenen gesunden Eigenschaften hat das nichts mehr zu tun. Gleiches gilt für Dosenlachs, den Hersteller häufig in fettigen oder künstlichen Soßen einlegen.

Nicht zuletzt empfiehlt es sich, beim Kauf auf ein Güte-Siegel oder Bio-Qualität zu achten. Billige Produkte fördern die Überfischung der Weltmeere. Zudem enthält der Lachs oft gefährliches Mikroplastik. Hersteller verwenden zudem gerne den Trick, das Filet mit Wasser aufzuspritzen. Spätestens beim Braten fällt diese Schummelei auf. Oft bleibt nur ein geringer Teil des Ausgangsgewichts übrig.

Gesundheitliche Studien und Erkenntnisse zum Lachs

Lachs Konsum macht glücklich
Eine Meta-Studie aus dem Jahr 2011 wies die effektive Wirkung gegen Depressionen mancher Lebensmittel nach. Darunter befinden sich auch einige fette Seefische wie Lachs. Grund für den glücklich machenden Effekt ist die hohe Konzentration an Omega-3 Fettsäuren, die unter anderem auch Tryptophan enthält, das der Körper in das Glückshormon Serotonin umwandelt. Quelle