Paprika

Rot, orange, gelb oder grün. Rund oder oval, mild oder scharf. Paprika ist so unterschiedlich wie die Geschmäcker der Menschen. Die Qual der Wahl bei den ursprünglich aus Südamerika stammenden Nachtschattengewächsen ist groß, doch eines haben alle Sorten gemeinsam: sie sind gesund.

Inhaltsangabe
  1. Gesundheitspotential
  2. andere Anwendungsgebiete - Verwendung in der Kosmetik
  3. Lagerung
  4. Verwendung in der Küche
  5. Verschiedene Formen
  6. Medizinische Studien und Erkenntnisse

 

Vitamin- und Mineralstoffgehalt von Paprika

VitalstoffMenge je 100g
Natrium2.00 mg
Kalium177.00 mg
Calcium10.00 mg
Phosphor29.00 mg
Magnesium12.00 mg
Eisen0.40 mg
Vitamin A (Ă„quivalent)180.00 mcg
Vitamin E2.50 mg
Vitamin B10.05 mg
Vitamin B2 (Riboflavin)0.04 mg
Vitamin B3 (Niacin)0.30 mg
Vitamin B60.24 mg
Vitamin C120.00 mg

Die Farbe spielt (k)eine Rolle

Paprika sieht nicht nur unterschiedlich aus, sondern kann auch völlig unterschiedlich schmecken. Die Farben geben dabei den Reifegrad an, bestimmen aber auch den Geschmack. Während die grüne Paprika noch unreif und einen fast bitteren Geschmack hat, wird das Gemüse umso süßlicher, desto mehr es der roten Farbe entgegenkommt. Die Inhaltstoffe bleiben dabei aber ähnlich, jedoch in unterschiedlicher Menge.

Gut für die Augen

Die Paprika hat gleich mehrere Inhaltstoffe zu bieten, die gut für die Augen sind. Zum einen wäre da das Vitamin C in großer Menge (vor allem in der roten und orangefarbenen Paprika), das außerdem das Immunsystem stärkt und Erkältungen vorbeugt, zum anderen Lutein und Zeaxanthin. Hierbei handelt es sich um Carotinoide, die die Augen vor UV-Strahlen schützen und Nachtblindheit vorbeugen. Auch gegen den Grauen Star soll dies wirksam sein.

Zum Schutz der Knochen und Gelenke

Paprika weißt einen verhältnismäßig hohen Calciumgehalt auf. Dies schützt Knochen und Gelenke und ist außerdem gut für die Zähne. Des Weiteren ist Eisen in Paprika enthalten, was bei der Regeneration von Knochen und Knorpeln hilft und natürlich eine wichtige Rolle beim Sauerstofftransport übernimmt.

Gegen Verdauungsstörungen

Die Paprika ist voll an Ballaststoffen. Tatsächlich deckt bereits eine Schote einen Drittel der empfohlenen Tagesmenge. Durch diesen Gehalt an Ballaststoffen ist die Paprika sehr verdauungsfördernd und hilft bei Durchfall und Blähungen. Der Ballaststoffgehalt macht die Paprika aber auch zu einem beliebten Nahrungsmittel während einer Diät, denn sie macht schnell satt, verfügt aber nur über etwa 20 Kilokalorien (grüne Paprika) bzw. 40 Kilokalorien (rote Paprika) und kein Fett.

Stark gegen Schmerzen

Die Paprika enthält eine Substanz namens Capsaicin. Dabei handelt es sich um eine Substanz, die den Blutkreislauf anregt und - auf der Haut direkt aufgetragen - die Weiterleitung von Schmerzen hemmt. Umso schärfer die Paprika, desto stärker die Wirkung. Diese Substanz findet sich in den sogenannten ABC-Pflastern wieder.

Gesundheitstipp: Vorsicht vor Schärfe und Allergien

Nicht jeder Mensch kann Schärfe gleichermaßen gut vertragen. Einige Paprikasorten sind besonders scharf und können Magenschmerzen, Sodbrennen und Durchfall auslösen. Außerdem kann Paprika eine Kreuzallergie auslösen: Man vermutet, dass in der Paprika ein Protein enthalten ist, dass sich auch in der Birke befindet. Sollten Sie allergisch gegen Birkenpollen sein, könnte es unter Umständen bei dem Verzehr von Paprika zu einer allergischen Reaktion kommen.

Anwendung in der Kosmetik

Paprika-Extrakt ist in einigen Pflegeprodukten enthalten, die sowohl Fettzellen als auch Cellulite bekämpfen sollen. Die am häufigsten verwendete Darreichungsform ist daher das Massageöl, um das Extrakt direkt auf die betroffene Stelle reiben zu können.

Paprika richtig lagern

Bei der Paprika handelt es sich um ein sehr kälteempfindliches Gemüse, weshalb die Schote nicht im Kühlschrank aufbewahrt werden sollte. Doch auch Zimmertemperatur bekommt dem Nachtschattengewächs nicht so gut, weshalb es sich empfiehlt, die Paprika bei etwa 10 Grad Celsius in einem dunklen Kellerraum aufzubewahren - denn Dunkelheit ist bei der Lagerung ebenfalls wichtig.

Verwendung in der Küche

Die Paprika kann roh verzehrt werden und eignet sich daher ideal als Zutat in einem Salat oder als Snack zwischendurch. Aber auch gegrillt, gebraten oder gekocht ist Paprika sehr schmackhaft und kann vielseitig verwendet werden: in Saucen, Aufläufen, gefüllt - der Phantasie sind kaum Grenzen gesetzt.

Verschiedene Formen

So vielfältig die Verwendung der frischen Paprika in der Küche ist, so unterschiedlich sind auch die Möglichkeiten, Paprika zu erwerben. Eingelegte Paprika sind eine beliebte Beilage, gemahlener Paprika wird häufig als Gewürz zu den unterschiedlichsten Speisen verwendet. Paprika gibt es getrocknet, in Pulverform oder in Form von Kapseln als Nahrungsergänzungsmittel.

Medizinische Studien und Erkenntnisse

Senkung des Parkinson-Risikos
Eine Studie der University of Washington hat ergeben, dass die Paprika aufgrund ihres Nikotin-Gehalts das Parkinson-Risiko senken kann. Selbiges gilt für andere nikotinhaltige Gemüsearten wie Kartoffeln, Tomaten und Auberginen. Zur Studie.