Petersilie

Petersilie ist nicht nur in deutschen Küchen gern und häufig gesehen. In vielen Küchen wird das Kraut frisch, getrocknet oder gemahlen zum Verfeinern von Gerichten unterschiedlichster Art verwendet. Wahrscheinlich stammt die Petersilie aus Griechenland, wo sie auch ihren Namen erhalten hat. Ins Deutsche übersetzt heißt sie in etwa Felsensellerie. Bereits im Mittelalter war die Petersilie beliebt und hatte einen festen Platz in den kaiserlichen Gärten des Römischen Imperiums.

Inhaltsangabe
  1. Gesundheitspotential
  2. weitere Anwendungsgebiete - Anwendung in der Kosmetik
  3. Wo und wie gedeiht Petersilie am besten?
  4. Petersilie länger haltbar machen
  5. Verwendung in der Küche
  6. Verschiedene Formen
  7. Medizinische Studien und Erkenntnisse

 

Vitamin- und Mineralstoffgehalt von Petersilie

VitalstoffMenge je 100g
Natrium37.00 mg
Kalium811.00 mg
Calcium179.00 mg
Phosphor87.00 mg
Magnesium44.00 mg
Eisen3.60 mg
Vitamin A (Äquivalent)901.00 mcg
Vitamin E3.70 mg
Vitamin B10.14 mg
Vitamin B2 (Riboflavin)0.30 mg
Vitamin B3 (Niacin)1.40 mg
Vitamin B60.20 mg
Vitamin C159.00 mg

Reich an Vitaminen und mehr

Die Petersilie ist nicht nur schmackhaft, sondern verleiht Gerichten auch eine sehr gesunde Note. Denn das Küchenkraut ist reich an Vitalstoffen, nahezu die ganze Bandbreite an Vitaminen ist in der Petersilie zu finden: Die Vitamine A, B1 bis B6, C und K. Außerdem Folsäure, Magnesium, Calcium, Eisen, Phosphor, Mangan, Kalium und Schwefel. Das macht die Petersilie zu einem großartigen Nahrungsergänzungsmittel.

Gut für Nieren und Leber

Die Petersilie verfügt über eine große Menge Chlorophyll. In der Natur verleiht dieses Chlorophyll Pflanzen die grüne Farbe, im menschlichen Körper aber wirkt es schützend auf die Nieren und die Leber. Des Weiteren bietet Chlorophyll einen wirksamen Schutz gegen das giftige Dioxin.

Vorbeugend bei Nieren- und Blasensteinen

Über eine entwässernde Wirkung verfügt die Petersilie ebenfalls, weshalb sie nicht selten während einer Durchspülungstherapie eingesetzt wird. Petersilie führt zu einer schnelleren Urinausscheidung und hilft dadurch, Krankheitserreger aus dem Körper zu spülen und das Wachstum von Nieren- und Blasensteinen zu hemmen.

Ätherische Öle gegen krebserregende Stoffe

Die in der Petersilie enthaltenen ätherischen Öle sind nicht nur zuständig für den frischen Geschmack des Krauts, sondern haben zudem eine neutralisierende Wirkung, die sich vor allem auf lungenkrebserregende Stoffe konzentriert. Petersilie kann daher als Vorbeugung von Lungenkrebs vor allem bei Rauchern sehr hilfreich sein.

Bei Mund- und Atemproblemen

Die ätherischen Öle haben noch einige weitere positive Eigenschaften. So helfen sie bei Husten und Heiserkeit genauso wie bei Mundgeruch. Frische Petersilie klein zerkaut wirkt dabei besser als so manches Atemspray.

Zur Unterstützung der Knochen

Erwähnenswert ist bei der Petersilie der Gehalt an Calcium. Damit lässt sich zum einen Osteoporose behandeln, zum anderen stärkt es die Knochen und ist daher für Kinder besonders wichtig.

Hilfreich bei Verdauungsproblemen

Vor allem in Form eines Tees hilft die Petersilie sehr gut bei unterschiedlichen Verdauungsbeschwerden. Die Verdauung wird durch die Petersilie angeregt, wodurch Magenkrämpfe und Verstopfung verhindert werden können.

Unterstützung für Herz und Blut

Das bereits angesprochene Chlorophyll hat auch auf das Blut eine positive Wirkung. Einerseits wirkt es reinigend, andererseits wird die Blutbildung gefördert. Die Petersilie hat des Weiteren eine stärkende Wirkung auf das Herz und hilft dabei, Cholesterin aus den Venen zu lösen.

Vorsicht bei den Samen und dem reinen Öl

Petersilie gilt als aphrodisiertes Kraut für den Mann, kann für schwangere Frauen aber schädlich sein. Die Blätter und die Stängel sind in herkömmlichen Mengen kein Grund zur Sorge, die Samen und das reine Öl bzw. der enthaltene Wirkstoff Apiol hingegen sorgen für eine verstärkte Unterleibsaktivität, weshalb sie bei schwangeren Frauen tatsächlich eine Frühgeburt auslösen könnten. Eine Überdosierung des Öls kann zudem wie eine Droge wirken und Halluzinationen auslösen.

Anwendung in der Heilkunde

Nicht nur der Verzehr von Petersilie wirkt sich positiv auf die Gesundheit aus, auch die äußerliche Anwendung spielt in der traditionellen Heilkunde eine wichtige Rolle. Frische Blätter auf Insektenstichen lindern den Juckreiz innerhalb kürzester Zeit. Auch bei Hauterkrankungen wirkt die Petersilie heilsam.

Anwendung in der Kosmetik

In der Naturkosmetik kommt die Petersilie vor allem bei Hautproblemen wie Rötungen oder ein fleckiges Hautbild zur Verwendung. Aufgrund des Vitamin-C-Gehaltes sind Produkte mit Petersilie zudem im Anti-Aging-Bereich zu finden. In Haarpflegeprodukten kommt die Petersilie ebenfalls vor, da sie aufgrund der enthaltenen Antioxidantien die Haare stärkt und Haarausfall vorbeugt.

Wo und wie gedeiht Petersilie am besten?

Die Petersilie, die für den Verzehr geeignet ist, wächst nur selten wild in der Natur. Wenn Sie also glauben frische Petersilie am Straßenrand zu sehen, könnte es sich dabei um die Hundspetersilie handeln, die als sehr giftig gilt. Daher sollten Sie die Petersilie besser selbst anbauen oder kaufen. Wenn Sie das Küchenkraut in ihrem eigenen Garten pflanzen möchten, sollten Sie auf einen hellen Standort setzen, an den aber dennoch nicht zu viel Sonne gelangt. Der Boden ist idealerweise feucht, tiefgründig und humusreich.

Petersilie länger haltbar machen

Um Petersilie haltbar zu machen, ist das Trocknen nicht sonderlich geeignet. Zwar ist die Petersilie dann noch genießbar, verliert aber viel Aroma. Eine weitere Möglichkeit der Konservierung ist das Einlegen in Öl, wobei die beste Variante des Haltbarmachens bei der Petersilie im Einfrieren besteht. Dazu wird das Kraut im Bündel gewaschen, abgetrocknet und im Gefrierbeutel eingefroren. Besonders praktisch ist, dass Sie dann einfach die gewünschte Menge entnehmen und den Rest wieder ins Gefrierfach geben können ohne der Petersilie zu schaden.

Verwendung in der Küche

Die Petersilie ist nicht nur in gesundheitlicher Hinsicht ein Allround-Talent, sondern auch bei ihrem Einsatz in der Küche. Am besten wird das Kraut frisch zu den Speisen hinzugegeben, auch gerne ungekocht und als Dekor. Besonders beliebt ist die Verwendung mit Kartoffeln oder auf Brot, doch generell passt die Petersilie zu nahezu jedem Gericht. Sogar als Smoothie ist das Kraut denkbar, gesund und lecker. Außerdem ist die Petersilie ein fester Bestandteil des Suppengemüses.

Verschiedene Formen

Grundsätzlich unterscheidet man die verzehrbare Petersilie in zwei verschiedene Formen, die glatte und die krause Petersilie. Beide Sorten unterscheiden sich tatsächlich auch im Geschmack, so verfügt die glatte Petersilie über eine feinere Note, die aber kräftiger aus Speisen heraussticht. Käuflich erwerblich sind beide Arten gleichermaßen, entweder als Bund oder eingepflanzt im Topf. Des Weiteren gibt es das Küchenkraut bereits getrocknet und zerbröselt im Gewürzregal zu finden.

Medizinische Studien und Erkenntnisse

Schutz vor Allergien
Eine Studie des Department of Medicine University of Verona hat herausgefunden, dass sowohl das in der Petersilie enthaltenen Flavonoid Apigenin als auch das ebenfalls enthaltene Polyphenol antiallergisch wirken. Somit soll der regelmäßige Verzehr von Petersilie Allergien vorbeugen können. Zur Studie.

Gut für die Augen
Eine irische Studie des Waterford Institute of Technology und des Dublin Institute of Technology hat ergeben, dass das in der Petersilie zu findende Zeaxanthin gut für die Augen ist. In Kombination mit dem ebenfalls enthaltenen Vitamin A macht das die Petersilie zu einer echten Wohltat für die Augen. Zur Studie.