Pflaumen

Wer bei Verstopfungen nicht auf Medikamente zurückgreifen möchte, kann getrost zur Pflaume greifen. Dass das Obst auf natürliche Weise und ganz ohne Nebenwirkungen bei Abführen hilft, ist allgemein bekannt und eine gängige Empfehlung der alternativen Heilkunde. Dass die Spätsommerfrucht noch zahlreiche andere positive Auswirkungen auf den Stoffwechsel hat, ist eher unbekannt. Dabei hat das süße Steinobst so viel zu bieten.

Inhaltsangabe
  1. Gesundheitspotential
  2. Lagerung
  3. Verwendung in der Küche
  4. Verschiedene Formen

 

Vitamin- und Mineralstoffgehalt von Pflaumen

VitalstoffMenge je 100g
Natrium2.00 mg
Kalium177.00 mg
Calcium8.00 mg
Phosphor18.00 mg
Magnesium10.00 mg
Eisen0.40 mg
Vitamin A (Ă„quivalent)65.00 mcg
Vitamin E0.80 mg
Vitamin B10.07 mg
Vitamin B2 (Riboflavin)0.04 mg
Vitamin B3 (Niacin)0.40 mg
Vitamin B60.05 mg
Vitamin C5.00 mg

Die Pflaume - Große Artenvielfalt mit starkem Gesundheitspotential

Mal sind ihre Früchte klein und rund, mal füllen sie eine ganze Hand oder weisen eine ovale Form auf. Pflaumen gibt es überdies in blau, violett, rot, gelb oder sogar grün. Eines haben Mirabellen, Zwetschgen und Co. aber gemeinsam: ihr Nutzen für die Gesundheit ist kaum zu übertreffen.

Ein gesunder Energielieferant

Die Pflaume ist eine sehr zuckerhaltige Frucht. Vor allem die Zwetschge, eine Unterart der Obstsorte, weist besonders viel Fruchtzucker auf. Besteht nicht gerade der Wunsch einer Gewichtsreduktion, muss das aber gar kein Nachteil sein. Die schnell verfügbare Glucose liefert viel Energie und ist daher der ideale Snack in einer Trainingspause beim Sport oder beim berühmten Nachmittagstief.

Rundum versorgt mit Vitaminen und Mineralstoffen

Im Hinblick auf die Zusammensetzung der Vitamine und Mineralstoffe, sticht im Gegensatz zu anderen Obstsorten kein Spurenelement aus der Menge heraus. Die Pflaume zeichnet sich durch die Mischung ihrer Inhaltsstoffe aus. Wenn auch nicht in großen Mengen, ist nahezu jeder Nährstoff vertreten. Auch wenn Pflaumen relativ wenig Calcium enthalten, haben Untersuchungen ergeben, dass der regelmäßige Verzehr von Pflaumen das Osteoporose Risiko senkt.

Perfekt, um den Körper zu entgiften

Pflaumen enthalten jede Menge Ballaststoffe, nämlich Zellulose und Pektine. Sie gelten als natürliches Abführmittel und sind deshalb in der alternativen Medizin bei Verstopfungen sehr geschätzt. Auch der Pflaumensaft, der weniger ballaststoffhaltig ist, erfüllt dank Zuckeralkoholen wie Sorbit oder der Fruchtsäure Oxalsäure diesen Nutzen. Die genannten Stoffe quellen im Darm auf, vergrößern dessen Volumen und regen somit seine Aktivität an.

Ein weiterer positiver Effekt der Pflaume ist die bindende Eigenschaft ihrer Inhaltsstoffe. Diese machen es möglich, den Körper zu entgiften, indem sie Schadstoffe im Verdauungstrakt binden und deren Ausscheidung fördern.

Nicht zuletzt bringt das Obst Abnehmwilligen ihre Wunschfigur näher. Pflaumen verhindern, dass der Organismus Kohlenhydrate in Fettzellen umwandelt. Auch überflüssige Fettzellen aus dem Darm lagern sich nicht als Fettdepots ab. Als i-Tüpfelchen bremsen Pflaumen auch noch den Heißhunger aus, da sie den Insulinspiegel nur allmählich ansteigen lassen.

Als Hoffnungsmittel bei Fibromyalgie

Bislang traten Forscher bei der Suche nach Behandlungsperspektiven für Fibromyalgie auf der Stelle. Es handelt sich dabei um eine chronische Krankheit, die sich in Symptomen wie

Müdigkeit und Erschöpfung, Schmerzen und Verspannungen äußert. Experimente zeigten die schmerzlindernde Wirkung der Kombination aus Magnesium und Apfelsäure, zwei Stoffen, die zu großen Mengen in Pflaumen vorhanden sind. Paradoxerweise liefert das Steinobst sogar mehr Apfelsäure als deren namensgebende Frucht, der Apfel.

Pflaumen in der Krebstherapie

Pflaumen haben sich laut Forschungsergebnissen schon bei vielen Krankheiten bewährt. Dazu zählen zum Beispiel:

  • Rheuma
  • Augenerkrankungen
  • Arteriosklerose
  • Parkinson
  • und Alzheimer.

Verantwortlich für die positive Wirkung sind höchst wahrscheinlich die Polyphenole, die den Früchten ihre dunkle Farbe geben. Doch vor allem in der Krebstherapie gewinnt die Obstsorte immer größere Bedeutung. Mehrere unabhängige Studien zeigten auf, dass Pflaumen dazu beisteuern, Brustkrebs und Tumore abzutöten. Der Vorteil gegenüber einer Chemotherapie besteht darin, dass gesunde Zellen keinen Schaden nehmen.

Allein die abführende Wirkung senkt das Darmkrebs-Risiko erheblich. Anhaltende Verstopfungen stellen eine große Gefahr dar, dass sich bösartige Tumorzellen bilden. Weiterhin beeinflussen Pflaumen die Gesundheit der Darmflora sowie deren Stoffwechsel positiv.

Gesundheitstipp: Dunkle Pflaumensorten bevorzugen

Da der Farbstoff Polyphenol besonders nützlich für die Gesundheit ist, empfiehlt es sich vor allem auf die dunkelblauen Sorten wie Zwetschgen zurückzugreifen.

Pflaumen-Kur bei Nervosität und Unruhe

Spezielle Pflaumen-Kuren sind nicht nur aufgrund der entschlackenden Wirkung beliebt. Ärzte empfehlen sie auch bei Nervosität und innerer Unruhe. Gestresste Patienten fühlen sich nach dieser Maßnahme erfahrungsgemäß ausgeglichener und leistungsfähiger.

Pflaumen richtig lagern

Unreife Pflaumen haben ihre maximale Süße noch nicht ausgebildet und sollten deshalb nachreifen. Am besten geschieht dies bei Raumtemperatur in einer Obstschale. Ist ein rapider Reifungsprozess gewünscht, empfiehlt sich die Aufbewahrung in einer Papiertüre. Die Früchte geben das Reifegas Ethylen ab und beeinflussen sich somit gegenseitig. Allerdings darf die Obstschale nicht in der prallen Sonne, zum Beispiel auf der Fensterbank, stehen. Ausgiebige Hitze lässt die Pflaumen schneller verderben. Reife Früchte gehören letztendlich in das Gemüsefach des Kühlschranks. Ein Eierkarton schützt nützlicherweise vor Druckstellen. Achtung: Pflaumen neigen dazu, Gerüche anderer Lebensmittel anzunehmen.

Verwendung in der Küche

Pflaumen sind als Snack tolle Energiespender für zwischendurch. Verarbeitet ist das Steinobst vielfältig einsetzbar. Als Mus aufgekocht versüßt es auf knusprige Brötchen das Frühstück. Ganz zu schweigen vom beliebten Pflaumendatschi, einem traditionellen Kuchen, den echte Genießer mit viel Schlagsahne verzehren. Eine ebenbürtige Alternative stellt der Streuselkuchen dar. Doch nicht nur im Sommer sorgt die Frucht für kulinarische Raffinesse. Zu Weihnachten versteckt sich die Pflaume als Füllung in der Gans. Wie jedes andere Obst eignet sie sich für Obstsalate, Quarkspeisen, Sorbets oder als Beigabe im Müsli. Obendrein verarbeiten Brennereien das Obst zu Schnäpsen oder Likören.

Verschiedene Formen

Die Dörrpflaume besitzt zwar weniger Wasser und schmeckt daher weniger erfrischend, dafür sind die übrigen Inhaltsstoffe sehr viel höher konzentriert. Die abführende Wirkung steigert sich um ein Vielfaches. Wer sich dies zu Nutze machen möchte, sollte bereits am Vorabend eine Hand voll (etwa 3-5 Früchte) in Wasser einweichen und sie am nächsten Morgen zum Frühstück verzehren.