Reis

Reis ist eines der sortenreichsten Getreide der Welt. Als wertvolles Grundnahrungsmittel wird er vor allem in Asien und in Westafrika geschätzt. Die vielseitigen Körner lassen sich als sättigende Hauptspeise, aromatische Beilage oder köstliches Dessert zubereiten.

Inhaltsangabe
  1. Gesundheitspotential
  2. Vertäglichkeit
  3. Verschiedene Formen
  4. Verwendung in der Küche

 

Vitamin- und Mineralstoffgehalt von Reis

VitalstoffMenge je 100g
Natrium10.00 mg
Kalium238.00 mg
Calcium16.00 mg
Phosphor282.00 mg
Magnesium119.00 mg
Eisen3.20 mg
Vitamin E0.41 mcg
Vitamin B10.09 mg
Vitamin B2 (Riboflavin)5.20 mg
Vitamin B3 (Niacin)0.28 mg
Vitamin B60.00 mg
Vitamin B5 (Pantothensäure)1700.00 mg
Vitamin B7 (Biotin)12.00 mg
Vitamin B5 (Pantothensäure)16.00 mg
Jod2.00 mg
Zink1600.00 mg
Kupfer300.00 mcg

Reis: wichtiges Grundnahrungsmittel

Der Beginn des Reisanbaus in China liegt rund 8000 Jahre zurück. Seitdem hat sich die Reispflanze zu einem der wichtigsten Grundnahrungsmittel weltweit entwickelt. Es gibt Tausende von bekannten Reissorten. Viele Reisarten brauchen genügend Wärme und Wasser, um zu gedeihen. Deswegen wachsen sie bevorzugt in tropischen und subtropischen Breiten. Langkorn-Reissorten stammen häufig aus Asien, Rundkorn- und Mittelkornreis aus dem Mittelmeerraum. Sogenannter Wildreis ist keine Reissorte. Es handelt sich dabei um die länglichen, schwarzen Samen des Wassergrases, das beispielsweise in Nordamerika heimisch ist. Vor allem im asiatischen Raum wird Reis zur Getränkeherstellung genutzt, zum Beispiel für alkoholische Getränke wie Sake oder Arrak.

Mit Reis den Energiestoffwechsel und das Nervensystem unterstützen

Für den Nährwertgehalt von Reis ist entscheidend, ob er geschält oder ungeschält ist. Viele der wichtigsten Vitamine und Mineralstoffe sitzen in den Außenschichten, die beim Polieren entfernt werden. Mangelerscheinungen treten häufig in Regionen auf, in denen Weißreis Grundnahrungsmittel ist. Ungeschälter Reis versorgt den Körper mit lebenswichtigen B-Vitaminen. Vitamin B1 - auch als Thiamin bekannt - spielt eine wesentliche Rolle in vielen Stoffwechselvorgängen. Es hilft dem Körper, aus der Nahrung Energie zu gewinnen. Zudem ist Vitamin B1 erforderlich, um Nervenimpulse weiterzuleiten. Konzentrationsfähigkeit und Ausgeglichenheit werden durch das B-Vitamin unterstützt. Thiamin fördert die Kollagenbildung und ein gesundes Bindegewebe.

Starkes Immunsystem, aktive Enzyme, gesunde Haut

Das Zink der Reiskörner unterstützt den Körper in vielerlei Hinsicht. Fett-, Kohlehydrat- und Proteinstoffwechsel benötigen das Spurenelement. Es ist Bestandteil zahlreicher Enzyme und Hormone, die für wichtige biochemische Vorgänge im Körper verantwortlich sind. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass Zink sowohl oxidativen Stress als auch entzündliche Prozesse mindert. Es unterstützt außerdem das Immunsystem des Körpers. Aus diesem Grund hilft eine gute Zinkversorgung bei der Abwehr von Infekten. Bei der Regeneration von Hautzellen wirkt Zink innerlich wie äußerlich. Deswegen wird Zink für die Herstellung von Wundsalben genutzt. Da der Körper keine größeren Zinkreserven speichern kann, ist eine regelmäßige Zinkversorgung über die Ernährung wichtig. Zur Studie.

Reisprodukte bei Zöliakie und Laktoseintoleranz

Reis wird gelegentlich als hypoallergen angepriesen. Allerdings zeigen Studien, dass auch Reis Substanzen enthalten kann, auf die einige Menschen allergisch reagieren. In Asien gibt es deswegen Bemühungen, Reissorten zu züchten, die bekannte Allergene nicht enthalten. Als Getreideersatz bei Glutenunverträglichkeit sind die glutenfreien Reiskörner geeignet. Betroffene sollten darauf achten, Reisprodukte zu wählen, die nicht durch andere Getreidesorten verunreinigt sind. Die sogenannte Reismilch ist eine Milchalternative für alle, die unter Laktoseintoleranz leiden. Sie wird aus Vollkornreis hergestellt. Da sie kein Milchprodukt tierischer Herkunft ist, darf sie innerhalb der EU nur als Reisgetränk oder -Drink vermarktet werden. Zur Studie.

Verschiedene Formen von Reis

Weißer Reis ist geschält und poliert. Im Gegensatz zum bräunlichen Naturreis hat er weder Keim noch Silberhäutchen. Beim parboiled Reis sorgt die Vorbehandlung dafür, dass ein Teil der wasserlöslichen Vitamine und Mineralstoffe erhalten bleiben. Schnellkochreis und Kochbeutelreis sollen die Zubereitung erleichtern. Als Beilage eignen sich vor allem die körnigen Langkorn-Reissorten. Rundkornreis nimmt Flüssigkeiten besonders gut auf. Er ist ideal für Reisbrei, Milchreis und Aufläufe. Basmatireis und Duftreis sind wegen ihres delikaten Aromas bekannt. Wer mit Stäbchen essen möchte, sollte sich für eine der Klebreis-Sorten entscheiden. Puffreis ist als Süßigkeit oder als ungesüßte Reiswaffel erhältlich. Das glutenfreie Reismehl eignet sich für die Herstellung von Nudelteig oder Kleingebäck.

Verwendung in der Küche - Zubereitung

Sie können Reis in Salzwasser gar kochen oder schonend quellen lassen. Bei der zweiten Methode benötigen Sie etwa doppelt so viel Wasser wie Reis. Nach einem kurzen Aufkochen bleiben die Körner im warmen Wasser, bis sie die gewünschte Konsistenz haben. Eine Alternative ist, den Reis im Wasserdampf zu garen. Für Paella und Risotto wird der Reis nicht gewaschen und zusammen mit den anderen Zutaten angedünstet. Bei der Zubereitung von süßen Reisgerichten mit Milch ist regelmäßiges Umrühren wichtig, denn die Masse brennt schnell an. Aus Reismehl werden gerne Konfekt oder Reisnudeln hergestellt. Für süße oder pikante Pfannkuchen aus Reismehl können Sie nach Belieben Milch, Joghurt, Buttermilch oder Kokosmilch verwenden.

Abwechslungsreich und lecker kochen - Reisgerichte aus aller Welt

Die Liste der internationalen Reisgerichte ist lang. Denn Reis lässt sich hervorragend mit Gemüse, Fleisch oder Fisch kombinieren. Pilaw, Biryani, Paella und Risotto sind schmackhafte Hauptgerichte aus Reis mit vielen unterschiedlichen Zutaten. Aus Bratreis stellen Sie schnell ein vollwertiges Mittagessen zusammen. Servieren Sie ihn beispielsweise mit Pilzen und Brokkoli, Ei und Thunfisch oder kräftigem Roastbeef und Tomaten. Reiskörner sind eine nahrhafte Einlage für Suppen. Als Grundlage eignen sich Fleisch- oder Gemüsebrühen. Zwiebeln, Möhren, Erbsen und Bohnen passen ebenso gut in eine Reissuppe wie Hühnchen, Hackfleisch oder Garnelen. Reisbrei oder -pudding zählen weltweit zu den bekanntesten Desserts. Mit verschiedenen Früchten, Zimt, Vanille, Kardamom oder Kokosflocken können Sie immer neue Variationen kreieren.