Spinat

Der hauptsächlich als Blattgemüse verwendete Spinat stammt ursprünglich aus Südwestasien und ist schon seit vielen Hundert Jahren bekannt. Heutzutage wird Spinat fast überall auf der Welt als Gemüsepflanze angebaut und sollte nicht nur aufgrund seines Geschmackes, sondern ebenfalls aufgrund seiner gesunden Inhaltsstoffe des Öfteren auf dem Speiseplan stehen.

Inhaltsangabe
  1. Gesundheitspotential
  2. andere Anwendungsgebiete
  3. Lagerung
  4. Verwendung in der Küche
  5. Verschiedene Formen
  6. Medizinische Studien und Erkenntnisse

 

Vitamin- und Mineralstoffgehalt von Spinat

VitalstoffMenge je 100g
Natrium65.00 mg
Kalium554.00 mg
Calcium117.00 mg
Phosphor55.00 mg
Magnesium58.00 mg
Eisen4.10 mg
Vitamin A (Äquivalent)795.00 mcg
Vitamin E1.40 mg
Vitamin B10.10 mg
Vitamin B2 (Riboflavin)0.20 mg
Vitamin B3 (Niacin)0.60 mg
Vitamin B60.20 mg
Vitamin C51.00 mg

Der Mythos um den Spinat

Schon Popeye, der Seemann erklärt Kindern, dass Spinat nicht einfach nur gesund ist, sondern auch unheimlich stark macht. Was in der Zeichentrickserie natürlich sehr überzogen dargestellt wird, ist in der Realität ein wenig anders. Tatsächlich musste der Spinat sogar von seinem guten Ruf einbüßen, als festgestellt wurde, dass es bei der Angabe des Eisengehalts zu einem Kommafehler gekommen ist und eigentlich viel weniger Eisen im Spinat zu finden ist als zuvor angenommen. Aber dennoch lohnt es sich, das grüne Gemüse zu essen, denn gesund ist Spinat allemal.

Gesund für die Augen

Gleich zwei Inhaltsstoffe des Spinats wirken sich positiv auf die Augen aus. Zum einen wäre da das Beta-Carotin, das im menschlichen Körper zum Teil zu Vitamin A umgewandelt werden kann. Ein Mangel an diesem Provitamin könnte zu Nachtblindheit führen, weshalb die Aufnahme für die Augen sehr wichtig ist. Zum anderen wäre da aber auch der hohe Gehalt an dem Carotinoid Lutein. Hierbei handelt es sich um einen Mikronährstoff, der unterstützend bei der Bindung von freien Radikalen im Auge ist und die Netzhaut vor den Wirkungen von Sonneneinstrahlung schützen kann und das Risiko für altersbedingte Augenkrankheiten senkt.

Doch ein guter Eisenlieferant

Lange Zeit wurde geglaubt, dass auf 100 Gramm Spinat 35 mg Eisen kommen - eine unglaubliche Zahl im Verhältnis zu anderen Gemüsearten. Tatsächlich hat sich mittlerweile herausgestellt, dass es sich bei dieser Annahme um einen Kommafehler handelte, denn eigentlich kommen auf 100 Gramm Spinat 3,5 mg Eisen. Dies ist aber immer noch eine beträchtliche Menge, die sich positiv auf den menschlichen Körper auswirken kann. Denn Eisen ist wichtig für den Sauerstofftransport im Blut.

Unterstützend bei einer Diät

Spinat besteht zu etwa 91 Prozent aus Wasser und ist sehr kalorienarm. Weniger als 4 Gramm Kohlenhydrate kommen auf 100 Gramm Spinat, die meisten davon bestehen aus nicht wasserlöslichen Ballaststoffen. Dadurch ist Spinat nicht nur ein guter Sattmacher während einer Diät, er hilft auf diese Weise auch Verstopfungen vorzubeugen.

Gut für die Muskeln und das Herz

Spinat ist ein nitrathaltiges Gemüse. Dies steht häufig noch in Verruf, gesundheitsschädlich zu sein, doch haben zahlreiche Studien mittlerweile belegt, dass Nitrat in Maßen sogar gesundheitsförderlich ist. Beispielsweise wird die Funktion der Mitochondrien unterstützt, wodurch die Muskulatur gestärkt wird. Auch wirkt Nitrat gesundheitsfördernd auf das Herz, wie eine Studie der University of Texas Health Science Center at Houston gezeigt hat. Zur Studie.

Gesundheits-Tipp: Nicht für alle ist Spinat unbedenklich

Obwohl Spinat viel Gutes bewirken kann, so sollten Personen, die zu Nierensteinen neigen, Spinat nur in kleinen Mengen genießen. Im Spinat befindet sich viel Calcium, aber auch Oxalsäure. Diese Kombination erhöht das Risiko zur Bildung von Nierensteinen. Des Weiteren sollten Personen mit Gicht, Osteoporose, Rheuma und Arthritis ebenfalls aufgrund der Oxalsäure auf übermäßigen Spinat-Konsum verzichten.

Spinat richtig lagern

Der Spinat hat nur eine kurze Haltbarkeit und kann dementsprechend nicht lange gelagert werden. Unverarbeitet und abgedeckt mit einem feuchten Tuch hält er sich maximal zwei Tage im Kühlschrank. Allerdings lässt sich frischer Spinat sehr gut einfrieren, wenn er zuvor blanchiert und abgeschreckt wird. Nach etwa einem halben Jahr beginnt er jedoch nicht nur an Farbe, sondern auch an Vitaminen zu verlieren.

Verwendung in der Küche

Entgegen einiger Gerüchte ist Spinat durchaus roh essbar, weshalb er sich gut als Zutat in einem Salat macht. Meist wird Spinat jedoch blanchiert und als Beilage serviert. Spinat ist ein sehr vielseitiges Gemüse, das sich in den verschiedensten Gerichten gut einfügt und ihnen einen besonderen Geschmack verleiht. Außerdem passt Spinat hervorragend zu Lachs.

Verschiedene Formen

Häufig wird Spinat in Supermärkten bereits verarbeitet als Tiefkühlkost angeboten, in gut sortierten Obst- und Gemüseabteilungen finden Sie aber auch frischen Blattspinat. Des Weiteren ist Spinat in Pulverform zur Herstellung von Smoothies zu erwerben.

Medizinische Studien und Erkenntnisse

Zur Regulierung des Blutdrucks
Zahlreiche Studien haben mittlerweile ergeben, dass das im Spinat enthaltene Nitrat zur Blutdruckregulierung eingesetzt werden kann, wodurch sich das Risiko auf Herzerkrankungen verringert. Eine vom St. Michael's Hospital in Toronto durchgeführte Studie an 27 gesunden Probanden hat dies ein weiteres Mal bestätigt. Zur Studie.

Spinat gegen oxidativen Stress
Eine Studie der Medizinischen Universität in Wien hat ergeben, dass Spinat oxidativen Stress mindern kann. Die enthaltenen Antioxidantien reduzieren die Schäden, die freie Radikale in der DNA angerichtet haben. Diese Studie wurde mit Probanden, die täglich 225 Gramm Spinat pro Person zu essen bekommen haben, über einen Zeitraum von 16 Tagen durchgeführt. Zur Studie.