Wei├čkohl

Der Weißkohl, der unter vielen verschiedenen Namen bekannt ist (Weißkraut, Kappus, Kobis oder einfach nur Kraut), ist ein typisches Wintergemüse. Bei Kohlrouladen ist er ein fester Bestandteil, genauso wie bei deftigen Kohlsuppen. Doch nicht nur geschmacklich kann das Gemüse, aus dem übrigens auch das Sauerkraut gemacht wird, überzeugen. Die gesundheitlichen Vorteile sind vor allem in der kalten Jahreszeit nicht zu unterschätzen.

Inhaltsangabe
  1. Gesundheitspotential
  2. Lagerung
  3. Verwendung in der Küche
  4. Verschiedene Formen

 

Vitamin- und Mineralstoffgehalt von Wei├čkohl

VitalstoffMenge je 100g
Natrium13.00 mg
Kalium255.00 mg
Calcium45.00 mg
Phosphor36.00 mg
Magnesium14.00 mg
Eisen0.50 mg
Vitamin A (├äquivalent)12.00 mcg
Vitamin E1.70 mg
Vitamin B10.05 mg
Vitamin B2 (Riboflavin)0.05 mg
Vitamin B3 (Niacin)0.30 mg
Vitamin B60.19 mg
Vitamin C47.00 mg

Die weitverbreitete Vitaminbombe

Obwohl der Weißkohl als Wintergemüse gilt, ist er mittlerweile das ganze Jahr über erhältlich - und das nahezu auf der ganzen Welt. Seinen besonderen und würzigen Geschmack hat er jedoch nur, wenn er im späten Herbst oder im Winter geerntet wird. Bereits früher wusste man den Weißkohl nicht nur aufgrund des hohen Vitamingehalts zu schätzen, sondern hat ihn als Heilmittel für die unterschiedlichsten Erkrankungen verwendet.

Großartiger Vitamin-C-Lieferant

Dass der Weißkohl als so gesund eingestuft wird, liegt vor allem an seinem hohen Gehalt an Vitamin C, obwohl dieses sich noch besser in der weiteren Verarbeitung zu Sauerkraut entfaltet. Dennoch ist auch bei der ursprünglichen Form die Wirkung nicht zu unterschätzen, denn das Vitamin C ist im Weißkohl als Ascorbinsäure gebunden, welches sich bei einem kurzen Garprozess am besten entfaltet.

Zur Vorbeugung und Bekämpfung von Krebs

Der Weißkohl verfügt über gleich drei Faktoren, die ihn zu einer guten Vorbeugung gegen Krebs machen. Zunächst ist der Weißkohl reich an Antioxidantien, die freie Radikale bekämpfen und oxidativem Stress vorbeugen. Außerdem verfügt das Gemüse über eine stark entzündungshemmende Wirkung und zu guter Letzt beinhaltet der Weißkohl Glucosinolate, die die körpereigene Entgiftung unterstützen. Allerdings sollte der Weißkohl nicht zerkocht werden, denn dann gehen auch die Glucosinolate verloren.

Zur Senkung des Cholesterinspiegels

Der Weißkohl enthält spezielle Ballaststoffe, die sich im Darm gut an die Gallensäure bindet. Diese Gallensäure enthält Cholesterin, das mithilfe der Weißkohl-Ballaststoffe optimal über den Stuhl ausgeschieden wird und somit den Cholesterinspiegel senkt. Zur Neuproduktion von Gallensäure benötigt die Leber wiederum erneut Cholesterin, das aus körpereigenen Vorräten genommen wird. Die Folge: Der Cholesterinspiegel sinkt weiter.

Gegen Magengeschwüre

Bereits in der traditionellen Heilmedizin wurde der Weißkohl zur Behandlung von Magen- und Verdauungsproblemen eingesetzt. Tatsächlich schützt das enthaltene Glutamin die Schleimhäute des Verdauungstrakts und hat zusätzlich eine reparierende Eigenschaft. Die ebenfalls im Weißkohl vorkommenden Isothiocyanate wirken zusätzlich entzündungshemmend und regulieren die Magen- und Darmflora, wodurch sowohl Magengeschwüre als auch Zwölffingerdarmgeschwüre gelindert bzw. verhindert werden.

Gut für Herz und Knochen

Im Weißkohl ist Kalium enthalten, welches bekannt dafür ist, zur Herzgesundheit beizutragen. Außerdem trägt es zum Wohlbefinden und zur Fitness bei. Des Weiteren ist im Weißkohl eine gute Portion Calcium enthalten, welches nicht nur für stabile Knochen, sondern auch für starke Zähne benötigt wird.

Weißkohl richtig lagern

Achten Sie beim Kauf von Weißkohl darauf, dass er noch die dunkelgrünen Außenblätter besitzt, denn dann können Sie sicher sein, dass es sich um ganz frische Ware handelt. Wenn Sie den Kohl zu Hause noch etwas lagern möchten, dann sollten Sie ihn in eine Plastikfolie einwickeln und in den Kühlschrank legen, wo er sich bis zu zwei Wochen halten kann.

Verwendung in der Küche

Der Weißkohl kann sowohl roh als auch gegart verzehrt werden. In jedem Fall wird er meist gehobelt und in einem Salat oder in einer Suppe verarbeitet, doch eignen sich ganze Blätter auch zum Herstellen einer Kohlroulade 

Verschiedene Formen

Idealerweise sollte der Weißkohl frisch als ganzer Kopf gekauft werden. Bereits gehobelter bzw. geschnittener Weißkohl wird zwar auch angeboten, allerdings sind bei diesem Produkt in der Regel schon zu viele Nährstoffe verloren gegangen. Eine weitere Form des Weißkohls ist das Sauerkraut.