Weizen

Einkorn, Emmer, Kamut - Weizensorten sind seit Jahrtausenden wertvolle Nahrungsquellen. Die Weizenkörner lassen sich vielseitig verarbeiten und zeichnen sich durch gute Backeigenschaften aus. Sie enthalten wertvolle Vitamine und Spurenelemente, die der Körper täglich benötigt.

Inhaltsangabe
  1. Gesundheitspotential
  2. Verschiedene Formen
  3. Verwendung in der Küche

 

Vitamin- und Mineralstoffgehalt von Weizen

VitalstoffMenge je 100g
Natrium8.00 mg
Kalium310.00 mg
Calcium33.00 mg
Phosphor341.00 mg
Magnesium97.00 mg
Eisen3.30 mg
Vitamin A (Äquivalent)3.00 mcg
Vitamin E1.40 mg
Vitamin B10.46 mg
Vitamin B2 (Riboflavin)0.11 mg
Vitamin B3 (Niacin)5.10 mg
Vitamin B60.27 mg
Vitamin B5 (Pantothensäure)1200.00 mg
Vitamin B7 (Biotin)6.00 mg
Vitamin B5 (Pantothensäure)87.00 mcg
Jod7.00 mg
Zink2600.00 mcg
Kupfer370.00 mcg

Weizen: ein beliebtes Getreide mit vielen Qualitäten

Weizen zählt zu den wichtigsten und am häufigsten angebauten Getreidesorten. Die ältesten Spuren des Weizenanbaus finden sich im Vorderen Orient. Einkorn und Emmer gehören zu den ersten kultivierten Weizenarten. Sie spielen heute eine untergeordnete Rolle. Die alte Sommerweizensorte Kamut gewinnt wieder an Bedeutung und ist unter den Bezeichnungen Kamut oder Khorasan-Weizen erhältlich. Bei günstigen Bedingungen kann Weizen sehr hohe Erträge erzielen. Er benötigt allerdings Wärme, gute Böden und eine ausreichende Wasserversorgung. Im Mitteleuropa werden vor allem Winterweizen-Sorten angebaut. Viele Weizenmehle und Backwaren bestehen aus Weichweizen, während sich Hartweizengrieß insbesondere für die Teigwaren-Herstellung eignet. Aus den Weizenkeimen lässt sich ein hochwertiges Speiseöl gewinnen.

Natürlicher Zellschutz, starke Immunabwehr, gesunde Gelenke

Weizenkörner versorgen den Körper mit lebenswichtigen Vitaminen. Besonders hoch ist die Vitaminkonzentration im Weizenkeim, der an der Spitze des Korns sitzt. Er enthält beispielsweise Vitamin E, das vom Körper nicht selbst hergestellt werden kann. Die Bezeichnung fasst eine Gruppe fettlöslicher Substanzen zusammen, die Tocopherole. Eine ihrer wichtigsten Funktionen ist der Zellschutz. Sie fangen freie Radikale ab, die Zellmembranen schädigen können. Außerdem unterstützt Vitamin E die Immunabwehr. Es schützt die Immunzellen und verbessert vor allem bei älteren Menschen die Funktionsfähigkeit des Immunsystems. Tocopherole zeigen positive Effekte bei entzündlichen Prozessen. Deswegen ist eine gute Vitamin-E-Versorgung bei entzündlichen Gelenkerkrankungen wie Rheuma empfehlenswert.

Mit Weizen leistungsfähig bleiben und Herzerkrankungen vorbeugen

Weizen ist eine gute Quelle für pflanzliches Magnesium. Der Mineralstoff spielt eine wichtige Rolle für den Energiestoffwechsel und damit für die Leistungsfähigkeit des Körpers. Eine gute Magnesium-Versorgung ist entscheidend für einen ausgeglichenen Elektrolythaushalt und die Erregbarkeit der Nervenzellen. Magnesium wird nicht nur durch Körperfunktionen verbraucht. Durch Schwitzen geht der Mineralstoff ebenfalls verloren. Ein regelmäßiges Auffüllen der Magnesiumreserven ist daher wichtig. Athleten neigen bei Magnesiummangel zu Muskelkrämpfen. Umfangreiche Untersuchungen zeigen, dass ein chronischer Mangel an Magnesium das Risiko von Diabetes, Schlaganfall und Herzerkrankungen erhöhen kann. Eine ausgewogene, vollwertige Ernährung hilft dem Körper, Mangelerscheinungen zu vermeiden und Erkrankungen vorzubeugen.

Verschiedene Formen von Weizen

Ganze Weizenkörner gibt es in verschieden Qualitäten und Abfüllungsmengen zu kaufen. Für die schnelle Küche ist Kochbeutel-Weizen gedacht, der die Zubereitungszeiten deutlich verkürzt. Bulgur ist vorgekochter Hartweizenschrot für herzhafte Gerichte. Für Müslis und Getreidebreie sind Flocken ideal. Weizenmehle sind in unterschiedlichen Ausmahlungsgraden von Type 405 bis Type 1600 erhältlich. Weichweizengrieß lässt sich für Breie und Desserts verwenden, Hartweizengrieß für Pastateig. Ballaststoffreiche Weizenkleie können Sie unter Müslis, Smoothies oder Backwaren mischen. Studien belegen, dass der Verzehr von Kleie einen wertvollen Beitrag zur gesunden Ernährung leistet. Die nährstoffreichen jungen Triebe des Weizens - das Weizengras - werden in Pulverform oder als Saft angeboten. Zur Studie.

Verwendung in der Küche – Zubereitung

Knuspriger Pizzateig, lockerer Biskuitboden, verführerische Weihnachtsplätzchen - das helle Weizenmehl ist für Backwaren äußerst beliebt. Dank seines Glutengehalts verfügt es über ausgezeichnete Backeigenschaften. Hefeteige gelingen ebenso gut wie Mürbteig oder Backpulverteig. Weizenkörner als Beilage müssen Sie mehrere Stunden einweichen und in ausreichend Flüssigkeit garen. Bewährt hat sich kurzes Aufkochen mit anschließendem Quellen. Die Körner schmecken als Zutat für eine Gemüsepfanne oder einen deftigen Eintopf aus Pilzen, Möhren und Erbsen. Sie passen zu Seefisch, Hackfleisch oder Geflügel. Salate aus Weizen, Blattsalat, Tomaten und Möhren werden mit Schafskäse zur vollwertigen Hauptmahlzeit. Für die Zubereitung von gemischten Salaten eignen sich selbst gezogene Weizensprossen ebenso gut wie Körner.

Köstliche Weizenrezepte aus aller Welt

Rezepte mit Weizen sind so vielfältig wie die regionalen Küchentraditionen. In Süd- und Mittelamerika werden weiche Tortillas mit Weizenmehl hergestellt. Sie lassen sich mit Hackfleisch, Tomaten, Paprika und Zwiebeln füllen. Bulgur ist im Nahen Osten und der Türkei beliebt. Er wird warm oder kalt serviert und beispielsweise mit Gurken, Tomaten, Knoblauch und Schafskäse vermischt. Keskek ist ein Gericht aus sehr weich gekochtem Weizen mit Fleisch. Aus den arabischen Ländern stammt Freekeh, gerösteter grüner Weizen, der als pikante Beilage dient. Die österreichische Küche ist für ihre Mehlspeisen bekannt. Apfelstrudel, Germknödel oder Kaiserschmarrn sind einige Beispiele für die leckeren Gerichte, die mit feinem Weizenmehl besonders gut gelingen.