Cathepsin

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Cathepsin ist eine sogenannte Endoprotease, also ein Verdauungsenzym. Es kommt sowohl in menschlichen als auch in tierischen Organismen vor und spielt eine maßgebliche Rolle für die funktionierende Verdauung und die Aufnahme wichtiger Nährstoffe. Hauptaufgabe des Cathepsins ist es, über die Nahrung aufgenommene Eiweiße zu spalten und sie dem Stoffwechsel somit zur Verfügung zu stellen. Da sich das Enzym in saurer Umgebung am wohlsten fühlt, erfüllt es diese Aufgabe im Magen. Darüber hinaus baut Cathepsin auch altes, unbrauchbares Zellgewebe sowie kollagenhaltige Knochenbausteine ab. Weiterhin vermutet man, dass das Enzym überdies zu einer beschleunigten Wundheilung beitragen kann, da es die Bildung von Blutzellen fördert. Allerdings ruft Cathepsin nicht nur positive Effekte im Körper hervor. Forscher konnten nachweisen, dass das Enzym an der Entstehung von Tumoren beteiligt ist.

Funktion im Körper

Cathepsin übernimmt im Körper eine abbauende Funktion von Stoffen. Hauptsächlich spaltet es als Protease Eiweiße, die in der Nahrung enthalten sind. Darüber hinaus erneuert es aber auch Knochen- und Zellgewebe, indem es alte, verbrauchte Einlagerungen auflöst. Noch dazu ist Cathepsin an der Wundheilung beteiligt, da das Enzym Blutgefäße erneuert. Cathepsin besitzt eine Leukozyten (rote Blutkörperchen) anziehende Eigenschaft.

Cathepsin als entzündungshemmender Stoff

Da Cathepsin Kollagen und Elastin abbaut, besitzt es eine entzündungshemmende Wirkung auf der Haut. Diese Eigenschaft macht das Enzym besonders für Asthma-, Neurodermitis-, Arthritis-, oder Psosiarispatienten interessant. Quelle

Was ist Cathepsin?

Cathepsin ist ein Enzym, das zur Gruppe der Proteasen zählt. Diese besitzen ein natürliches Vorkommen im Verdauungstrakt von Lebewesen, wo sie Aminosäureketten in ihre Einzelteile zerlegen. Dies ermöglicht es dem Körper, aus der Nahrung gewonnene Proteine optimal aufzunehmen und die Organe zu versorgen. Cathepsin ist seit seiner Entdeckung 1929 durch die Forscher Eugen Baumann und Richard Willstätter bekannt. Obgleich die Wissenschaftler das Enzym sogleich den Proteasen zuordneten, fand man nach einigen Forschungen schnell weitere Funktionen des Cathepsins heraus. Diese können sowohl gesundheitsfördernd als auch -schadend sein. Überdies unterscheidet man etwa ein Dutzend Unterarten des Cathepsins.

Vorkommen von Cathepsin

Cathepsin kommt im Verdauungstrakt (im Magen) von Lebewesen vor. Um genauer zu sein sitzt das Enzym in Lysosomen. Dabei handelt es sich um Zellorganellen mit saurem pH-Wert. In einem geringeren Ausmaß ist Cathepsin auch im Blutplasma sowie im Knochenmark zu finden.

Cathepsin findet Verwendung in …

Anwendungsgebiet

Beschreibung

Nahrungsergänzungsmittel

Um die Verdauung von Eiweißen zu fördern.

Arzneimittel

Zur Wundheilung und Behandlung von entzündeten Hautstellen.

Entstehung und Symptome eines Mangels an Cathepsin

Fehlt einem Menschen Cathepsin, ist dieser nicht mehr in der Lage, Eiweiße aufzunehmen und zu verwerten. Die Proteine aus der Nahrung passieren unverdaut den Magen und gelangen in den Dickdarm, wo sie zu gären beginnen. Dieser Prozess äußert sich in unangenehmen Verdauungsbeschwerden, welche mit Durchfällen und Bauchkrämpfen einhergehen. Zudem altert der Körper, aufgrund der Beständigkeit des veralteten Zellgewebes. Neue Zellstrukturen können sich nicht bilden, Ablagerungen entstehen. Nicht nur das Bindegewebe leidet unter diesem Zustand, auch in die Blutbahnen "verkleben" mit der Zeit. Ein Cathepsin Mangel kann aufgrund des verlangsamten Zellstoffwechsels sogar zu einer verminderten Gehirnleistung führen. Außerdem können sich die Knochen nicht richtig entwickeln. Mögliche Folgen sind Kleinwuchs oder Osteoporose. In diesem Zusammenhang besteht ein erhöhtes Risiko von Spontanfrakturen. Ein Cathepsin Mangel kann unter anderem erblich bedingt sein.

Entstehung und Symptome eines Überschusses an Cathepsin

Bildet der Körper hingegen zu viel Cathepsin droht die Bildung von bösartigen Tumoren. Das Enzym zieht Leukozyten an, die sich zusammenballen.

Behandeln und Vorbeugen eines Cathepsin Mangels

Um die Gesundheit bei einem Cathepsin Mangel weites gehend aufrecht zu erhalten, empfiehlt es sich, die Krankheitssymptome zu bekämpfen. Neigt der Betroffene zu leicht verursachten Knochenbrüchen, ist eine calciumreiche Ernährung wichtig, um die Knochendichte zu stärken. Im erhöhten Stadium verabreichen Ärzte häufig Östrogene, weibliche Geschlechtshormone, deren Bestand spätestens in der Wechseljahren nachlässt. Da sich aufgrund des unzureichenden Abbaus des Knochenmarks immer mehr Knochengewebe bildet, hilft im schlimmsten Fall nur noch eine Knochentransplantation. Gegen Verdauungsbeschwerden führt man Cathepsin in der Regel als Nahrungsergänzungsmittel zu. Als vorbeugende Maßnahme und um das Bindegewebe zu stärken, empfiehlt es sich, seinen Alltag möglichst aktiv zu gestalten und sich mindestens zwei Mal in der Woche sportlich zu betätigen.

Häufige Fragen

Was verbessert die Aufnahme von Cathepsin

Forscher aus Baltimore fanden in Tierversuchen mit Mäusen heraus, dass Ausdauersport die Bildung von Cathepsin anregt. Regelmäßiges Joggen fördere den Erkenntnissen der Studie zufolge, die Hirndurchblutung und rege somit die Zellerneuerung im Hippocampus an. Dies ist ein Hirnareal, das unter anderem für die Gedächtnisleistung zuständig ist. Wer sich täglich bewegt, verbessert demnach automatisch seine Denkleistung durch die Bildung von Cathepsin.

Was verschlechtert die Aufnahme von Cathepsin?

Bis heute sind fünf verschiedene Peptide bekannt, die das Enzym hemmen.

Neueste Studien und Erkenntnisse

Cathepsin als Auslöser von Atherosklerose
Forscher aus Baltimore fanden heraus, dass sich Cathepsin an der Außenwand von Arterien festsetzt und dort Leukozyten versammelt. Diese verhärten auf Dauer die vom Herzen weg führende Blutbahn und bilden gefährlichen Plaque, der die Adern verstopft. Um der Vermutung, Cathepsin sei für die Entstehung von Atherosklerose verantwortlich, nachzugehen, verglichen die Wissenschaftler zwei Gruppen von Mäusen. Einer Gruppe fehlte das Cathepsin, die andere verfügte über das Enzym. Erstere erkrankte deutlich seltener an verkalkten Arterien. Quelle