Erepsin

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Erepsin ist ein Enzym im menschlichen Organismus, welches für die Verdauung zuständig, ist. Die Bezeichnung Erepsin ist eher veraltet, da man einige Zeit nach der Entdeckung des Enzyms feststellte, dass es sich um eine Substanz handelt, die Nahrungsbausteine (Peptide) abbaut. Heute spricht man deshalb von einer Peptidase, von denen es eine Menge unterschiedlicher Formen im Stoffwechsel gibt. Die Besonderheit des Erepsins ist, dass es sich nicht allein um ein einziges Enzym, sondern um ein Gemisch verschiedener Peptidasen handelt. Erepsin entsteht in der Darmschleimhaut und spaltet dort Proteine. Mit dieser Funktion setzt das Enzym den Verdauungsprozess des Magens fort.

Funktion im Körper

Um die durch die Nahrung aufgenommenen Nährstoffe verwerten zu können, muss der Organismus diese aufspalten. Nur getrennte Aminosäuren geraten in den Blutkreislauf und sind für die Organe brauchbar. Die Spaltung von Eiweißen beginnt bereits im Mundraum. Anschließend übernehmen Enzyme im Magen die hauptsächliche Verdauung während das Erepsin im Darm schlussendlich für die abschließende Feinarbeit zuständig ist. Hier spaltet es die Proteine in die Aminosäuren auf, aus denen diese sich zusammensetzen. Zudem tötet es Würmer und Bakterien, die sich im Darm ansiedeln, ab.

Was ist Erepsin?

Erepsin ist ein Verdauungsenzym. Da es für die Spaltung von Aminosäuren, welche in der Nahrung als zusammenhängende Peptiden vorkommen, zuständig ist, spricht man von einer Peptidase. Im Unterschied zu den übrigen Verdauungsenzymen ist Erepsin kein eigenständiges Enzym, sondern ein Gemisch verschiedener Peptidasen. Erepsin ist seit seiner Entdeckung 1901 durch den Forscher Otto Cohnheim bekannt. Dieser bezeichnete seine Erkennung zunächst allgemein als Enzym. Seine Wirkung und Relevanz für den menschlichen Stoffwechsel stellte man jedoch erst einige Jahre später fest.

Vorkommen von Erepsin

Die Schleimhaut des Darms ist für die Bildung des Enzyms zuständig. In eben diesem Körperorgan führt Erepsin seine eiweißspaltende Funktion aus. Darüber hinaus enthält der Pankreassaft Erepsin. Allgemein besitzt jeder Verdauungsorganismus, sowohl der des Menschen als auch der des Tieres, das Enzym, da es für den Stoffwechsel eine entscheidende Rolle spielt.

Erepsin findet Verwendung in …

Anwendungsgebiet

Beschreibung

Zur Förderung der Eiweißspaltung in der Verdauung

Dies geschieht meist über die Gabe von Nahrungsergänzungsmitteln, denen man die Peptidase beimischt.

In chemischen Untersuchungen

Um die Aminosäureketten anderer Stoffe zu zerlegen und somit deren Analyse zu erleichtern.

Entstehung eines Mangels an Erepsin

Da Erepsin für die Verdauung von Eiweißen aus der Nahrung zuständig ist, kann ein Mangel des Enzyms schwerwiegende Folgen für die Gesundheit haben. Dem Körper ist es dann nicht mehr möglich, die restlichen Organe mit den lebenswichtigen Proteinen zu versorgen. Aufgrund des Nährstoffmangels arbeiten diese nur noch begrenzt oder stellen ihre Aktivität sogar vollständig ein.

Symptome eines Erepsinmangels

Einen Erepsinmangel erkennt man an Verdauungsbeschwerden wie Bauchkrämpfen oder Durchfall, die unmittelbar nach dem Essen auftreten. Eine Erkrankung der Darmschleimhaut, die für die Produktion von Erepsin zuständig ist, könnte eine mögliche Ursache sein. Einige Medikamente oder eine lange Antibiotika Therapie können diese dauerhaft schädigen.

Behandeln und Vorbeugen eines Erepsinmangels

Um einen Erepsinmangel auszugleichen, verschreiben Mediziner häufig Nahrungsergänzungsmittel, die unter anderem auch Erepsin enthalten. Sie versorgen den Körper ausreichend mit dem Enzym. Dennoch sollte man bei einem bekannten Erepsinmangel verstärkt auf seine Ernährung achten. Zwar ist die Wirksamkeit des Verzehrs längst nicht so hoch wie der eines hochkonzentrierten Nahrungsergänzungsmittels, dennoch besitzt Erepsin auch ein natürliches Vorkommen in Gurken.

Liegt die Vermutung nahe, dass eine beschädigte Darmschleimhaut Ursache für einen Erepsinmangel ist, empfiehlt sich der Verzehr von Naturjoghurt. Dessen probiotische Eigenschaft hilft dabei, erneut eine gesunde Darmflora aufzubauen.

Empfohlene Dosierung der Einnahme

Die Ration der Einnahme von Erepsin als Nahrungsergänzungsmittel richtet sich stets nach der Schwere des Mangels. Sie ist bei jedem Patienten individuell. Grundsätzlich sollte man auf die vorgeschriebene Menge des behandelnden Arztes vertrauen.

Häufige Fragen

Was verbessert die Aufnahme von Erepsin?

Erepsin kann nur dann wirksam werden, wenn andere Enzyme die Proteine bereits vorverdaut haben. Dabei spielt die Peptidase Trypsin eine wichtige Rolle, da sie als dem Erepsin die Aminosäuren in passender Form übergibt. Trypsin entfaltet seine Wirksamkeit bereits im Magen. Neben der Verwendung in Nahrungsergänzungsmitteln fördern auch zahlreiche natürliche Nahrungsmittel die Bildung der Peptidase. Hilfreich hierfür ist die Aminosäure Lypsin, welche in Lebensmittel wie

  • Kuhmilch,
  • Buchweizenmehl oder Mais-Vollkornmehl (Spätzle, mexikanische Tortillas oder Waffeln),
  • Ungeschältem Reis,
  • Walnüssen,
  • Eiern,
  • Erbsen,
  • Rindfleisch,
  • Hähnchen und
  • Lachs steckt.

Was verschlechtert die Aufnahme von Erepsin?

Ein spezieller Hemmstoff des Erepsins ist nicht bekannt. Allerdings besitzen alle Enzyme eine ideale Temperatur sowie einen bestimmten pH-Wert, bei der/dem sie am effektivsten sind. In der Magensäure könnte Erepsin nicht lange überleben. Da die Pankreas und die Darmschleimhaut das Enzym bilden, entsteht ein Mangel, wenn Krankheiten an diesen Organen auftreten. Alles, was der Bauchspeicheldrüse und dem Dünndarm schadet (zum Beispiel Antibiotika), verschlechtern demnach auch die Aufnahme von Erepsin.