Trypsin

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1876 entdeckte der deutsche Forscher Wilhelm Kühne das Trypsin, ein von der Bauchspeicheldrüse gebildetes Enzym. Jenes gilt heute als eines der wichtigsten Peptidasen des Verdauungssystems. Trypsin besitzt die Aufgabe, die im Magen beginnende Eiweißspaltung im Dünndarm fortzusetzen. Dies ist grundlegend, um dem Organismus lebenswichtige Proteine zur Verfügung zu stellen. Folglich kann ein Trypsin Mangel lebensbedrohliche Folgen hervorrufen. Dieser kann verschiedene Ursachen, darunter auch erbliche bedingte Auslöser haben. In einem solchen Fall ist es empfehlenswert, Trypsin als Nahrungsergänzungsmittel hinzuzuführen. Um die Effizienz der Präparate zu erhöhen, ist Trypsin stets in Kombination mit anderen Enzymen erhältlich. Für diesen Zweck verwenden Hersteller ausschließlich tierisches Trypsin. Generell arbeitet es im alkalischen Bereich bei einem optimalen pH-Wert von 7-8 am besten. Bekannt ist das Enzym unter anderem für seine entzündungshemmende Eigenschaft sowie die positive Wirkung auf das Immunsystem.

Funktion im Körper

Verdauung von Eiweißen

In erster Linie dient Trypsin der Verdauung von Proteinen aus der Nahrung. Pepsine spalten im Magen bereits die zugeführten Aminosäuren an deren Kettenenden. Um dem Stoffwechsel eine noch einfachere Aufnahme dieser Eiweiße zu ermöglichen, zerteilt Trypsin die Aminosäureketten abermals. Bliebe dieser Prozess aus, drohte ein lebensbedrohlicher Nährstoffmangel.

Stärkung des Immunsystems

Trypsin baut zusammenballende Immunkomplexe ab, aus denen sich womöglich Autoimmunkrankheiten entwickeln. Gleiches gilt für abgestorbenes Zellgewebe, das der Körper folglich durch neues ersetzen kann.

Beschleunigung der Wundheilung

Trypsin besitzt eine entzündungshemmende und wundheilende Wirkung. Bei Sportverletzungen wie Prellungen, Hämatomen oder auch Schmerzen an Skelettmuskeln und -knochen, wie zum Beispiel bei Arthrose, zeigt die Einnahme eine effektive Wirkung. Außerdem aktiviert Trypsin die Enzyme Plasmin und Plasminogen an, welche die Blutgerinnung fördern, indem sie den Klebstoff Fibrin hemmen. Aus diesem Grund eignet sich Trypsin nicht nur für die orale Einnahme, sondern auch als wundheilende Creme auf einer verletzten Hautstelle.

Trypsin hilft bei Krebs

Nicht zuletzt kommt Trypsin auch in der Krebstherapie zum Einsatz. Etwa als Mundspray in Kombination mit anderen Stoffen trägt es dazu bei, Geschwüre im Rachenraum aufzulösen.

Was ist Trypsin?

Das Enzym Trypsin zählt zu den Peptidasen. Genauer ist es eine Endopeptidase, die bereits aufgespaltene Eiweißketten an bestimmten Stellen in noch kleinere Teile zerlegt. Trypsin setzt sich aus drei unterschiedlichen Gruppen zusammen, die mit unterschiedlicher Häufigkeit im Dünndarm vorkommen. Für die Verdauung ist das Enzym aufgrund seiner Protein spaltenden Fähigkeit unabdingbar. Zudem besitzt es Einfluss auf die Wirksamkeit anderer Enzyme und stärkt somit zum Beispiel das Immunsystem oder die Wundheilung.

Vorkommen von Trypsin

Trypsin kommt sowohl im menschlichen als auch in tierischen Organismen sowie in Pilzen vor. Während die Bauchspeicheldrüse das Enzym bildet, entfaltet es seine Wirkung im Dünndarm.

Trypsin findet Verwendung in …

Anwendungsgebiet

Beschreibung

Zellforschung

Trypsin löst sowohl Zellen, die sich am Boden des Versuchsgefäßes abgesetzt haben, als auch die Zellen an sich, damit Forscher diese noch besser analysieren können.

DNA Forschung

Bevor man die Chromosomen färbt, behandelt man sie zuvor mit dem Enzym.

Medizin

Zur besseren Eiweißverdauung, zur Beschleunigung der Wundheilung, insbesondere nach Operationen sowie bei Sportverletzungen als abschwellendes Mittel. Auch bei der Bekämpfung von krebserregenden Tumoren kann Trypsin behilflich sein.

Entstehung und Symptome eines Mangels an Trypsin

Ein Trypsinmangel ruft eine Unterernährung hervor, da dem Körper wertvolle Proteine für den Stoffwechsel fehlen. Diese scheidet der Darm unverwertet wieder aus. Außerdem bilden sich Fäulnisbakterien im Dickdarm. Schwere Blähungen und Verdauungsprobleme sind die Folge. Eine zu geringe Bildung des Enzyms kann verschiedene Ursachen haben. Bekannt ist zum Beispiel eine Gen Mutation, die unter anderem erblich bedingt ist. Weiterhin kommt es vor, dass die Pankreas das Enzym zwar ausreichend bildet, das Trypsin allerdings aufgrund eines Gallenverschlusses nicht in den Dünndarm gelangt. Daraufhin greift das Enzym die Bauchspeicheldrüse an. Das Organ verdaut sich quasi selber.

Behandeln und Vorbeugen eines Mangels an Trypsin

Diagnostiziert der Arzt einen Trypsinmangel, kann man diesem mit der Einnahme verschiedener Präparate entgegenwirken.

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Empfohlene Dosierung der Einnahme

Die Dosierung des Enzyms richtet sich nach dem Schweregrad der gesundheitlichen Beschwerden des Patienten. In der Regel beträgt die Tagesration 2 bis 3 Kapseln. Wer sich dabei an die verordnenden Vorgaben seines Arztes hält, ist auf der richtigen Seite.

Allerdings gibt es auch Gegenanzeigen für die Einnahme von Trypsin:

  • Blutgerinnsel
  • Schwangerschaft oder Stillzeit
  • Allergien

Auch im Zusammenhang mit anderen Medikamenten kann sich die Wirkung von Trypsin entweder verstärken oder verschlechtern. Obwohl keine schwerwiegenden Folgen bekannt sind, existieren doch einige unangenehme Nebenwirkungen wie:

  • Engegefühl im Brustkorb
  • Jucken
  • Schwellungen in der Mundhöhle
  • Nesselsucht
  • Schmerzen
  • Hautausschlag

Häufige Fragen

Was verbessert die Aufnahme von Trypsin?

Lysin fördert die Trypsin Bildung. Die Aminosäure steckt in

  • Kuhmilch
  • Buchweizenmehl oder Mais-Vollkornmehl (Spätzle, mexikanische Tortillas oder Waffeln)
  • Ungeschältem Reis
  • Walnüssen
  • Eiern
  • Erbsen
  • Rindfleisch und Hähnchen
  • Lachs

Was verschlechtert die Aufnahme von Trypsin?

Wird Trypsin bei Raumtemperatur gelagert, stellt es seine Enzymaktivität ein.