Omega-9-Fettsäuren

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Omega-9-Fettsäuren gehören zu den sogenannten einfach ungesättigten Fettsäuren. Der Name geht auf die Doppelbindung am neunten Kohlenstoffatom vom Omega-Ende aus gesehen zurück. Omega-9-Fettsäuren kommen sowohl in tierischen Fetten, als auch in Pflanzenölen vor. Anders als Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren sind sie jedoch nicht essentiell, das heißt der Körper kann Omega-9-Fettsäuren grundsätzlich selbst synthetisieren. Als Ausgangsstoff werden dazu jedoch gesättigte Fettsäuren benötigt, die im Körper zu Omega-9-Fettsäuren umgewandelt werden können. Die sogenannte Ölsäure, die zum Beispiel in Olivenöl zu finden ist, regt die Fettverbrennung an und kann helfen, den Cholesterinspiegel zu regulieren.

Funktion im Körper

Ölsäure werden verschiedene gesundheitsfördernde Eigenschaften zugeschrieben, darunter:

  • Reduktion des Gesamt- und LDL-Cholesterinspiegels
  • Anregung der Fettverbrennung
  • Verhinderung des Einbaus von gesättigten Fettsäuren und Omega-6-Fettsäuren in die Zellmembran
  • Reduktion von Schmerzen und Schwellungen
  • Elastizität von Haut und Blutgefäßen
  • Kommunikation der Nervenzellen

Omega-9-Fettsäuren-Mangel

Ein Mangel an Omega-9-Fettsäuren ist eigentlich ausgeschlossen, da Omega-9-Fettsäuren sowohl mit der Nahrung aufgenommen werden, als auch vom Körper selbst gebildet werden können. Hingegen kann vor allem die Omega-9-Fettsäure Mead'sche Säure als Indikator für einen Mangel an den essentiellen Fettsäuren angesehen werden. Vor allem ein Arachidonsäure-Mangel äußert sich auf diese Weise.

Ursachen

Lediglich wer sich gezielt fettfrei ernährt, etwa im Rahmen einer Diät, kann dadurch einen Fettsäuren-Mangel auch an den Omega-9-Fettsäuren hervorrufen. 

Symptome eines Omega-9-Fettsäuren-Mangels

Die Symptome eines Fettsäuren-Mangels sind zum Teil sehr unspezifisch, weswegen ein Defizit oft länger unbemerkt bleibt. Folgende Anzeichen können auf einen Fettsäuren-Mangel hindeuten:

  • gestörte Wundheilung
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Wachstumsstörungen

Einen Mangel behandeln und vorbeugen

Eine ausgewogene Ernährung mit wertvollen Pflanzenölen und Nüssen ist die beste Möglichkeit, ausreichend mit Omega-9-Fettsäuren versorgt zu sein. Daneben gelten Avocados als gute Quelle für Omega-9-Fettsäuren.

Selbstbehandlung

Vor allem Olivenöl enthält höhere Konzentrationen an Ölsäure und nur geringe Mengen an Omega-6-Fettsäuren und wird daher als besonders gesundheitsfördernd angesehen. 

Überdosierung

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt etwa 30 Prozent des täglichen Energiebedarfs durch Fett zu decken. Sehr aktive Menschen können von dieser Empfehlung nach oben hin abweichen. Eine zu hohe Fettzufuhr fördert jedoch nicht nur den Fetteinbau ins Gewebe, sondern belastet zudem die Verdauungsorgane und das Herz. 

Täglicher Bedarf

Da die Omega-9-Fettsäuren nicht zu den essentiellen Fettsäuren gehören, gibt die DGE keine konkreten Referenzwerte für den täglichen Bedarf heraus. Im Schnitt gelten zum Beispiel zwei Esslöffel Olivenöl täglich als Zufuhrempfehlung für Omega-9-Fettsäuren.

Passende Produkte

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Risikogruppen Omega-9-Fettsäuren-Mangel

RisikogruppeBeschreibung
Sportler

Sportler und körperlich beanspruchte Menschen haben einen höheren Energieumsatz als andere Personen und müssen dementsprechend auch mehr Fett zu sich nehmen. Wird dieser Mehrbedarf nicht mit der Nahrung gedeckt, kann es zum Mangel - auch an Omega-9-Fettsäuren kommen.

Sonstige

Personen, die Diät machen
Wer sich besonders fettarm ernährt, um beispielsweise Gewicht zu reduzieren, riskiert mehrere gesundheitliche Schäden, darunter auch einen Omega-9-Fettsäuren-Mangel.

Omega-9-Fettsäuren findet Anwendung bei

AnwendungsgebietBeschreibung
Arteriosklerose

Omega-9-Fettsäuren wie Ölsäure verhindern die Oxidation von LDL-Cholesterin und haben schmerzlindernde Eigenschaften, wodurch die Lebensqualität der Patienten verbessert werden kann.

 
Adipositas

Ölsäure regt die Fettoxidation an und verhindert umgekehrt den Einbau von gesättigten Fettsäuren und Omega-6-Fettsäuren in die Zellmembran und kann damit zur Gewichtsreduktion beitragen.

 

Häufige Fragen und wissenswertes

Was verbessert die Aufnahme von Omega-9-Fettsäuren? 

Gesättigte Fettsäuren wie Stearinsäure gelten als Ausgangsstoff für die körpereigene Herstellung von Omega-9-Fettsäuren.

Was verschlechtert die Aufnahme von Omega-9-Fettsäuren?

Eine fettarme Ernährungsweise verhindert die Aufnahme von wichtigen Fettsäuren, auch von Omega-9-Fettsäuren.

Omega 3-6-9

Mit der Nahrung nimmt man Omega-9-Fettsäuren nie separat auf. So enthält etwa Olivenöl neben Omega-9- auch Omega-6-Fettsäuren. Für eine ausgewogene Ernährungsweise ist es einerseits wichtig, die essentiellen Omega-3-, als auch die essentiellen Omega-6-Fettsäuren aufzunehmen, andererseits gehören zu einer gesunden Ernährungsweise auch gesättigte Fette, die im Körper zu Omega-9-Fettsäuren umgewandelt werden können. Dabei sollte die Gesamtfettzufuhr etwa 30 Prozent des täglichen Energiebedarfs decken. Vor allem zwischen den Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren sollte ein Verhältnis von etwa 1:5 eingehalten werden.

Quellen

- Burgerstein, U., Schurgast, H, Zimmermann, M: Handbuch Nährstoffe - Vorbeugen und heilen durch ausgewogene Ernährung (2012), Trias Verlag (12. Auflage) 
- https://www.espara.com/de/wirkstofflexikon/detail.asp?id=528&tit=Omega-9-Fettsaeuren
- https://www.dge.de/wissenschaft/referenzwerte/fett/