Pepsin

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Berühmt wurde das Enzym durch die bekannte „Pepsi-Cola“, welche Caleb Bradham aus Pepsin und Kola-Nüssen herstellte. Pepsin ist ein Protein spaltendes Enzym, das im Magen von Wirbeltieren vorkommt. Da es in sehr saurer Umgebung, genauer bei einem pH-Wert von 1-4, seine Wirkung am effektivsten entfaltet, findet es im menschlichen Magen die besten Voraussetzungen vor. Die Spaltung von Proteinen aus der Nahrung besitzt einen hohen Stellenwert für die Verdauung. Das Enzym zerlegt Eiweiße in kurzkettige Aminosäuren, sodass der Stoffwechsel diese besser verwerten kann. Zum einen dient das der allgemeinen Energiegewinnung sowie der Erhaltung wichtiger Organfunktionen, zum anderen fördern die gespaltenen Proteine den Muskelaufbau. Pepsin ist daher ein beliebter Zusatzstoff in Nahrungsergänzungsmitteln von Sportlern. Darüber hinaus dient es als ergänzendes Präparat auch der Verdauungsförderung sowie der Linderung von Magenbeschwerden. Für die Herstellung zur Nahrungsergänzung oder industriellen Nutzung bezieht man Pepsin aus tierischen Quellen, beispielsweise Schweinemägen.

Funktion im Körper

Pepsin ist ein wichtiges Verdauungsenzym. Es spaltet Proteine aus der Nahrung in kleinere Segmente, die durch den Stoffwechsel an die Organe gelangen. Diese Aminosäuren und Peptone dienen überdies dem Muskelaufbau. Ebenso stärkt Pepsin das Immunsystem, indem es verletztes Gewebe beseitigt. Dadurch ermöglicht es dem Körper, Bakterien, aus denen sich eventuell Tumore entwickeln könnten, durch neues, gesundes Zellgewebe zu ersetzen. Gleichzeitig fördert Pepsin die Zusammenballung von Zellen und beschleunigt auf diese Weise die Wundheilung. Während es die Durchblutung fördert, senkt das Enzym die Gefahr von Gefäßablagerungen und Entzündungen.

Was ist Pepsin?

Pepsin ist ein Enzym, welches im Magen durch die Nahrung aufgenommene Proteine spaltet. Somit spielt es eine wichtige Rolle in der Verdauung. Pepsin erhöht die Verfügbarkeit von Aminosäuren. Für diese Wirkung bedarf es einer sauren Umgebung. Da sich das Enzym selbstständig bildet, ist eine Zufuhr nur bei einem Mangel erforderlich. Dennoch ist Pepsin aufgrund seiner verdauungsfördernden Eigenschaft ein häufig verwendeter Inhaltsstoff von Nahrungsergänzungsmitteln.

Vorkommen von Pepsin

Pepsin kommt in den Organismen von Wirbeltieren vor. Da das Enzym seine Wirksamkeit lediglich im sauren Milieu entfaltet, ist es ausschließlich im Magen anzutreffen. Hier bildet es sich unter Einfluss von Salzsäure autark.

Pepsin findet Verwendung in …

Anwendungsgebiet

Beschreibung

Medizin

Zur Verdauungsförderung und der Bekämpfung von Magenbeschwerden. Ärzte verabreichen es vor allem bei Appetitlosigkeit oder nach einer Magenentfernung.

Lebensmittelherstellung

Insbesondere bei der Produktion von Käse und anderen eiweißhaltigen Lebensmitteln.

Kosmetik

Verwendung in Gesichtsmasken

Nahrungsergänzungsmitteln

Um die Verfügbarkeit von Proteinen zu erhöhen und den Muskelaufbau zu stärken.

Entstehung und Symptome eines Mangels an Pepsin

Bei einem Pepsinmangel fehlen dem Körper aufgrund der wichtigen Eiweißverdauung wertvolle Nährstoffe. Proteine aus der Nahrung passieren den Verdauungstrakt, ohne dass der Körper Energie und aus ihnen gewinnt. Dies äußert sich an erheblichen Verdauungsbeschwerden. Ursache für einen Pepsinmangel sind häufig eine eingeschränkte Aktivität von Drüsen. Überdies rufen Traumata durch Unfälle oder innere Verletzungen das Ausbleiben der Pepsin Bildung hervor. Auch die folgenden Krankheiten gelten als Risikofaktoren:

  • Neurasthenie
  • Erkrankungen des Gehirns oder der Wirbelsäule
  • Entzündungen
  • Langanhaltendes Fieber
  • Diabetes
  • Erkrankungen am Herzen
  • Magengeschwüre

Entstehung und Symptome eines Überschusses an Pepsin

Ein Überschuss an Pepsin löst dagegen oft Sodbrennen aus. Ferner kann der erhöhte Säuregehalt durch Pepsine im Magensaft die Magenschleimhaut angreifen und irreversibel beschädigen. Es entstehen Magengeschwüre, welche im schlimmsten Fall in Magenkrebs ausarten.

Behandeln und Vorbeugen eines Pepsinmangels

Um einem Pepsinmangel entgegen zu wirken, verabreichen Ärzte das Enzym als ergänzendes Präparat in Form von Kapseln oder Tabletten.

Passende Produkte

Pepsin-Wein Blücher-Schering
Pepsin-Wein Salus Tonikum

Empfohlene Dosierung der Einnahme

Da Pepsin keine schwerwiegenden Nebenwirkungen verursacht, existieren keine Normwerte für die Einnahme. Üblicherweise dosieren Ärzte das Präparat so hoch, wie es das Krankheitsbild erfordert. Diese entspricht durchschnittlich je nach Bedarf ein bis dreimal täglich 20 ml zu den Hauptmahlzeiten. Allerdings raten Experten Schwangeren und Kindern unter zwölf Jahren von der Einnahme ab.

Häufige Fragen

Was verbessert die Aufnahme von Pepsin?

Salzsäure fördert die Bildung des Enzyms.

Was verschlechtert die Aufnahme von Pepsin?

Steigt der pH-Wert in den neutralen oder basischen Bereich (>6) verliert Pepsin seine Wirkungsweise. Zudem wirken einige Medikamente abschwächend.

Was gilt es bei der Einnahme von Pepsin zu beachten?

Pepsin kann mit gleichzeitiger Einnahme anderer Arzneien Wechselwirkungen hervorrufen. Säurebindende Medikamente verringern nicht nur die Effizienz des Enzyms, sondern verlieren selbst ihren Nutzen.

Neueste Studien und Erkenntnisse

Pepsine können sich auch im neutralen Milieu reaktivieren

Lange Zeit ging man davon aus, dass Pepsin nur im Magen wirksam sei. Allerdings stellten Forscher jetzt fest, dass das Enzym auch bei einem pH-Wert von 6 noch zu 10% aktiv ist. Demnach können Pepsine auch an anderen Körperstellen auftreten. Obgleich sie in basischer Umgebung ihre Aktivität vorerst einstellen, kann eine erneute Säureversorgung ihre Wirksamkeit wieder herstellen. Daraus können Beschwerden wie zum Beispiel der stille Reflux resultieren. Zur Studie.