Hecht

Der Hecht gilt als gefährlicher Meeresräuber, der sich aufgrund seines ausgeprägten Jagdinstinkts nicht so einfach in Zuchtbecken halten lässt. Selbst größere Fische wie Karpfen, geschweige denn eigene Artgenossen sind vor ihm nicht sicher. Liegt er aber erst mal auf dem Teller, zeigt sich der Meeresbewohner von einer ganz anderen Seite - nämlich mit ausgezeichnetem Geschmack und vielen positiven Auswirkungen auf die Gesundheit.

Inhaltsangabe
  1. Gesundheitspotential
  2. Zubereitung und Lagerung
  3. Verwendung in der Küche
  4. Verschiedene Arten
  5. Weitere Bezeichnungen
  6. Hinweis für Angler

 

Vitamin- und Mineralstoffgehalt von Hecht

VitalstoffMenge je 100g
Natrium74.00 mg
Kalium304.00 mg
Calcium20.00 mg
Phosphor215.00 mg
Magnesium25.00 mg
Eisen0.60 mg
Vitamin A (Ă„quivalent)15.00 mcg
Vitamin E0.70 mg
Vitamin B10.09 mg
Vitamin B2 (Riboflavin)0.06 mg
Vitamin B3 (Niacin)1.60 mg
Vitamin B60.15 mg

Der Hecht - gesunder Raubfisch

Kein Wunder, dass der Hecht bei Anglern hoch im Kurs steht. Womöglich geht es nicht nur darum, einen besonders großen Fang zu machen, die anschließende Verköstigung hat großen Nutzen für die Gesundheit.

Mageres Fleisch sorgt für leichten Genuss

Der Hecht zählt dank seines niedrigen Fettanteils zu den mageren Fischsorten und ist daher auch bei Figurbewussten sehr beliebt. Diese Eigenschaft ist hinsichtlich seiner räuberischen Ernährungsweise etwas erstaunlich. Aber gerade weil der Hecht sich von anderen Meerestieren ernährt, stecken wertvolle Omega-3-Fettsäuren in seinem Fleisch. Als Süßwasserfisch weist er zwar einen relativ geringen Jodgehalt auf, dafür punktet der Hecht mit zahlreichen anderen positiven Inhaltsstoffen.

Hilft bei der Vorbeugung von Osteoporose

Vor allem die Mineralstoffe Kalium, Magnesium und Phosphor tauchen in großen Mengen im Fleisch des Hechts auf. Kalium ist wichtig für den Erhalt der Knochendichte. Insbesondere Frauen nach der Menopause weisen ein erhöhtes Risiko auf, an Osteoporose zu erkranken. Der regelmäßige Genuss eines Hechtfilets, hilft die Gefahr zu senken. Phosphor besitzt ähnliche Eigenschaften und ergänzt die Wirkung des Kaliums ideal. Des Weiteren ist Phosphor wichtig für die Zähne und ein gesundes Wachstum von Finger- und Fußnägeln. Magnesium stärkt dagegen die Nerven und befreit von Müdigkeit. Auch die Muskeln benötigen das Spurenelement, um effektiv zu arbeiten.

Zubereitung und Lagerung

Frischer Hecht ist ein Genuss. Damit der Fisch seinen Geschmack behält, sollte er höchstens ein bis zwei Tage in der kühlsten Zone des Kühlschranks liegen. Am besten ist die Verwertung noch am Tag des Einkaufs. Aufgrund seines niedrigen Fettgehalts lassen sich Filets aber auch wunderbar einfrieren.

Hinsichtlich der Zubereitungsmöglichkeiten weist der Hecht starke Ähnlichkeit zum Zander auf. Dieser lässt sich problemlos durch den Raubfisch ersetzen. Hecht eignet sich bestens zum Grillen, Braten, Dünsten oder Dämpfen. Wem Kalorien nicht wichtig sind, umwickelt das Filet mit Speck, ehe er dieses in der Pfanne knusprig brät.

Verwendung in der Küche

Das Spicken in Speck oder Aal hat mittlerweile traditionellen Wert. Bekannt sind überdies Hechtklößchen, auch als Fischbällchen bezeichnet. Die Hechtsuppe hat sich durch ein Sprichwort ebenfalls einen Namen gemacht. Der Fisch schmeckt aber auch ganz einfach zu Wurzelgemüse oder Kräutersoße. Ein wenig aufwendiger, aber durchaus lohnenswert ist die Verwendung als Füllung anderer Lebensmittel.

Andere Bezeichnungen und Verwechslungsgefahr

Da der Hecht vielerorts ein beliebter Speisefisch ist, besitzt er entsprechend viele Namen. Von Hecht ist bei folgenden Begriffen ebenfalls die Rede:

  • Schnock
  • Schnöck
  • Hengste
  • Schnuk
  • Heekt (plattdeutsch)
  • Wasserwolf
  • Grashecht (junge Hechte mit grüner Haut)
  • Schnäbele (süddeutsche Bezeichnung für Grashechte)

Bei dem Seehecht (auch Hechtdorsch) handelt es sich übrigens um eine Dorschart. Auch der Hechtbarsch stammt aus einer anderen Familie. Er gehört den Zandern an.

Hinweis für Angler

In den Frühjahrsmonaten von Februar bis April sollten Angler von einem Hechtfang absehen. In dieser Zeit tragen die Weibchen Milch und Rogen in sich, die beim Verzehr zu Vergiftungen führen können.