Rotkappe

Die Rotkappe wird nicht selten in einem Atemzug mit dem Birkenpilz genannt - kein Wunder, sind die beiden Pilzarten doch nah miteinander verwandt. Auch optisch haben sie Gemeinsamkeiten, obwohl die Rotkappe mit ihrem roten Hut, der von ziegelrot bis hellrosa eine ganze Palette an Rottönen bedienen kann, natürlich besonders auffällt.

Inhaltsangabe
  1. Gesundheitspotential
  2. Wichtige Erkennungsmerkmale
  3. Lagerung
  4. Verwendung in der Küche
  5. Verschiedene Arten

 

Vitamin- und Mineralstoffgehalt von Rotkappe

VitalstoffMenge je 100g
Kalium30.00 mg
Calcium70.00 mg
Phosphor9.00 mg
Magnesium1.00 mg
Eisen0.00 mg
Vitamin A (Ă„quivalent)0.10 mg
Vitamin E0.10 mcg
Vitamin B10.40 mg
Vitamin B2 (Riboflavin)5.00 mg
Vitamin B3 (Niacin)0.05 mg
Vitamin B65.00 mg
Vitamin C0.00 mg

Lecker und gesund

Die Rotkappe ist nicht nur mit dem Birkenpilz verwandt, sondern hat von seiner Konsistenz her etwas Ähnlichkeit mit dem Steinpilz, der aufgrund seines festen Fleisches besonders beliebt ist. Auch die Rotkappe eignet sich gut zum Grillen und verfügt obendrein über ein ganz eigenes, angenehmes Aroma. Auch der gesunde Aspekt dieses Pilzes kann sich sehen lassen.

Niacin unterstützt den Körper

In der Rotkappe ist Vitamin B3 (Niacin) enthalten, welches sich gleich auf mehrere Weisen positiv auf den Körper auswirkt. So unterstützt das Vitamin den Cholesterinstoffwechsel, die Regulierung des Blutzuckers und die Zellvermehrung. Außerdem hat es Auswirkungen auf die generelle Erholung des Körpers.

Verbesserte Sauerstoffversorgung im Blut

Ebenfalls in der Rotkappe enthalten ist das Vitamin E, das für eine verbesserte Sauerstoffversorgung im Blut sorgt und somit einen Schutz vor Blutgerinnseln und einen Schutz vor Tumorbildung hervorbringt. Außerdem sorgt die Aufnahme von Vitamin E einem Mangel vor, der Leberfunktionsstörungen und entzündliche Darmerkrankungen nach sich ziehen könnte.

Für einen Flüssigkeitshaushalt im Gleichgewicht

Besonders nennenswert ist weiterhin der Kaliumgehalt der Rotkappe. Kalium sorgt dafür, dass überflüssiges Wasser aus dem Körper ausgeschieden und die Nierentätigkeit angeregt wird. Zusätzlich hat Kalium eine regulierende Wirkung auf den Blutdruck.

Zur Stärkung der Knochen und Zähne

Weitere wichtige Mineralstoffe sind Calcium und Phosphor. Dadurch werden nicht nur Knochen und Zähne gestärkt, sondern auch die Zellwände stabilisiert und der Säure-Basen-Haushalt reguliert.

Wichtige Erkennungsmerkmale

Die Rotkappe ist recht einfach zu erkennen und es besteht keine Gefahr, den Pilz mit giftigen Exemplaren zu verwechseln. Der Hut ist rot und deckt dabei fast die gesamte Palette der Rottöne ab. Auffällig ist, dass sich das Fleisch der Rotkappe beim Anschneiden schwarz verfärbt. Dies hat keinerlei Auswirkungen auf den Geschmack oder den gesundheitlichen Aspekt, die Färbung wird aber auch durch das Kochen nicht entfernt.

Rotkappen richtig lagern

Wie die meisten Pilzarten sollten auch Rotkappen möglichst schnell nach dem Sammeln verwendet werden, bestenfalls am selben Tag. Im Kühlschrank hält sich der Pilz etwa drei Tage, wenn sie ihm genug Raum zum Atmen lassen.

Verwendung in der Küche

Die Rotkappe ist roh giftig und sollte daher immer gekocht werden, die Mindestgarzeit beträgt 15 Minuten, um den Pilz bekömmlich zu machen. Außerdem neigt die Rotkappe dazu beim Kontakt mit Wasser schleimig zu werden, weshalb sie nicht gewaschen, sondern nur geputzt werden sollte. Besonders beliebt ist der Pilz als Sauce oder im Ragout, aufgrund seines festen Fleisches kann er aber auch ideal als Beilage verwendet werden.

Verschiedene Arten

Die Rotkappe gehört zu den Dickröhrlingsverwandten. In Deutschland sind vor allem die weißstielige Rotkappe, die Birken-Rotkappe und die Laubwald-Rotkappe bekannt. Bei allen Arten handelt es sich um - mittlerweile eher selten zu findende - Speisepilze.