Vitamin C und Vitamin C-Mangel

Ascorbinsäure, besser bekannt als Vitamin C, kann im Körper nicht selbst hergestellt werden. Eine Zufuhr durch Lebensmittel ist unerlässlich. Vitamin C wirkt nicht nur lebensverlängernd, es unterstützt auch zahlreiche Funktionen im Organismus. Dazu gehören insbesondere die Unterstützung der Immunabwehr, der Aufbau von Zähnen und Knochen, aber auch seine Rolle bei der Bildung von Botenstoffen und Hormonen. Während der Ur-Mensch Vitamin C noch selbst synthetisieren konnte, ging diese Fähigkeit im Laufe der Jahrmillionen verloren. Ausgeprägte und tödliche Vitamin C-Mängel, auch Skorbut genannt, waren vor allem zwischen dem 15. und 18. Jahrhundert die Folge. Heutzutage treten derart schwere Mangelerscheinungen glücklicherweise kaum oder gar nicht mehr auf, da der Vitamin C-Bedarf gut über die Ernährung gedeckt werden kann. Entgegen der landläufigen Meinung sind es auch nicht nur Zitrusfrüchte, die unserem Körper das wichtige Vitamin liefern. Vielmehr steckt es in nahezu allen Lebensmitteln, egal ob pflanzlicher oder tierischer Herkunft.

Funktion im Körper

Bekannt ist Vitamin C in erster Linie als Booster für das Immunsystem. Doch fungiert das Vitamin bei weitem nicht nur zur Infektabwehr. Im menschlichen Körper erfüllt es zahlreiche Funktionen:

Cholesterinabbau: Vitamin C ist an der Verstoffwechselung von Cholesterin zu Gallensäure beteiligt.

Antioxidans: Vitamin C hat antioxidative Eigenschaften. Es schützt körpereigene Substanzen vor freien Radikalen und unterstützt die Synthese von Kupfer.

Carnitinsynthese: Vitamin C, Vitamin B6 und Niacin synthetisieren gemeinsam die Aminosäure L-Carnitin.

Entgiftung und Ausscheidung: Vitamin C regt die Leber an, Enzyme zu bilden, die das Blut entgiften. Es trägt außerdem zur Schwermetall-Entgiftung bei.

Hormonproduktion: Nur bei ausgewogenem Vitamin C-Haushalt kann der Körper ausreichend Schilddrüsenhormone produzieren.

Eisenaufnahme: Vitamin C unterstützt die Eisenaufnahme aus der Nahrung, aber auch aus Nahrungsergänzungsmitteln.

Kollagenproduktion: Gemeinsam mit Eisen fördert Vitamin C die Produktion von Kollagen und ist somit Co-Faktor für Haut, Bindegewebe, Knochen und Muskeln.

Histaminspiegel: Vitamin C senkt den Histaminspiegel im Blut und wirkt sich damit positiv auf Allergien und Asthma aus.

Neurotransmitter: Vitamin C wird zur Bildung von Noradrenalin, Adrenalin und Serotonin gebraucht, die als Neurotransmitter Nervenimpulse weiterleiten.

Vitamin C-Mangel

Starke Vitamin C-Mangel treten hierzulande glücklicherweise in der Regel nicht mehr auf. Lediglich leichtere Mangel durch unzureichende Zufuhr oder einen erhöhten Bedarf werden noch regelmäßig diagnostiziert.

Ursachen eines Vitamin C-Mangels

Einem Mangel an Vitamin C liegt in der Regel eine der folgenden Ursachen zugrunde:

Oxidativer Stress und chronische Erkrankungen

Erkrankungen wie Infektionen mit Fieber, aber auch Verbrennungen, Muskel- und Knochenverletzungen sowie Krankheiten, die mit oxidativem Stress einhergehen, etwa Diabetes oder Rheuma, bauen das gespeicherte Vitamin C im Körper schneller ab. Ein Mangel kann die Folge sein. 

Hohes Lebensalter

Im Alter ernähren sich nicht nur viele Menschen zu einseitig, auch stellen sich häufig chronische Erkrankungen ein, die den Vitamin C-Abbau beschleunigen. Darüber hinaus nimmt der Ascorbinsäurespiegel im Blutplasma im Alter ab.

Medikamenteneinnahme

Nehmen Sie regelmäßig Medikamente ein, etwa die Pille, Aspirin, cortisonhaltige Präparate oder Medikamente zur Regulierung der Magensäure, nimmt der Ascorbingehalt im Blut ab. Langfristig kann sich daraus ein Mangel entwickeln.

Wachstum

Da der Körper im Wachstum sowie während der Schwangerschaft und Stillzeit einen erhöhten Bedarf an Vitamin C hat, entstehen leicht Mangel. Die Zufuhr über die Ernährung muss dementsprechend angepasst werden.

Nikotin

Das Rauchen verdoppelt den Vitamin C-Bedarf, weil es Vitamin C schnell abbaut und die Ausscheidung fördert. 

Geringe Zufuhr

Enthält die Nahrung nicht ausreichend Vitamin C, kann das bei Menschen mit geringen Vitamin-Speichern binnen zwei Wochen zu einem Mangel führen.

Vitamin C-Mangel Symptome

Störungen im Vitamin C-Haushalt können sich rasch bemerkbar machen. Schwere Mangelerscheinungen wie Zahnfleischbluten, Gelenkentzündungen und Muskelschwund treten zwar heute nicht mehr auf, dennoch äußert sich ein Vitamin C-Mangel deutlich durch folgende Symptome:

  • raue Haut, die durch Keratin-Ansammlungen in den Haarfollikeln verursacht wird.
  • Depressionen, die durch unzureichende Produktion von Neurotransmittern aufgrund des Vitamin C-Mangels entstehen.
  • Zahnfleischentzündungen und schlechtere Wundheilung wegen unzureichender Synthese des Bindegewebes.
  • Erhöhtes Infektrisiko wegen eingeschränkter Immunabwehr.
  • Abgeschlagenheit, Müdigkeit und verminderte Leistungsfähigkeit wegen mangelhafter Carnitin-Produktion.
  • Erhöhtes Risiko an Herzinfarkt, Schlaganfall, Arthritis oder Krebs zu erkranken, da der Schutz gegen Oxidation vermindert ist.

Vitamin C-Mangel behandeln und vorbeugen

Einem Vitamin C-Mangel beugen Sie am besten durch ausgewogene Ernährung vor. Und obwohl nahezu alle Lebensmittel Vitamin C enthalten, sind die wahren Vitamin-Bomben doch frisches Obst und Gemüse. Vor allem Obst sollte täglich auf Ihrem Speiseplan stehen, dann decken Sie Ihren Vitamin C-Bedarf ohne Probleme. Doch Vorsicht: Vitamin C ist wasserlöslich und hitzeempfindlich. Durch Kochen, Erhitzen, Garen oder Dampfen verlieren Obst und Gemüse viel Vitamin C. Genießen Sie es also am besten frisch.

Selbstbehandlung

Die tägliche Zufuhrempfehlung für Vitamin C liegt bei 100mg. Jedoch sind auch höhere Dosen bis 3.000mg in der Regel nebenwirkungsfrei verträglich. Einen leichten Mangel können Sie daher selbst behandeln, indem Sie sich einerseits vitaminreich ernähren oder ,sofern dies nicht möglich ist, zusätzlich zu Nahrungsergänzungsmitteln greifen können. Vitamin C können Sie in Form von Tabletten, Kapseln, Pulver oder Granulat einnehmen. 

Gute Verwertung von Vitamin C nur bei hoher Bioverfügbarkeit 

Achten Sie daher darauf, dass die Ascorbinsäure aus natürlichen Quellen gewonnen wurde. Bei der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln mit synthetischer Ascorbinsäure sollten Sie auf Kapseln setzen, die erst im Darm zersetzt und verwertet werden, da synthetische Ascorbinsäure die Schleimhäute reizt. Die Inhaltsangabe liefert Ihnen Hinweise - je höher der reine Vitamin-Gehalt, desto besser die Bioverfügbarkeit.

Hohe Vitamin C-Dosierungen nicht ohne ärztliche Rücksprache

Ist ein Vitamin C-Mangel bereits eingetreten, richtet sich die Behandlung nach dem Ausmaß des Mangels. Leichte Mangelzustände lassen sich über eine erhöhte Vitamin-Zufuhr mit der Nahrung kurzfristig wieder ausgleichen. Bereits eine Zufuhr von 100mg pro Tag führt binnen weniger Wochen zum vollständigen Ausgleich des Vitamin C-Haushaltes. Schwere Mängel bedürfen hingegen einer Zufuhr therapeutisch wirksamer Dosen in Form von Supplementen. 1.000 bis 18.000mg täglich sind übliche Dosierungen im medizinischen Einsatz von Vitamin C. Aufgrund der möglichen Nebenwirkungen wie Blähungen, Übelkeit und Durchfall sollten derart hohe Dosen jedoch nicht in Eigenregie eingenommen werden.

Überdosierung

Da Vitamin C zu den wasserlöslichen Vitaminen gehört, sind Überdosierungen im Prinzip ungefährlich, da das nicht benötigte Vitamin einfach wieder ausgeschieden wird. Dennoch ist der Weg zur Ausscheidung über den Urin häufig mit

  • Unterbauchbeschwerden
  • Blähungen
  • Übelkeit

verbunden, sodass Sie auf Dosen über 3.000mg pro Tag verzichten sollten, sofern Ihnen Ihr Arzt nichts anderes verordnet hat.
Gänzlich auf Nahrungsergänzungsmittel mit Vitamin C sollten zudem Menschen mit Niereninsuffizienz verzichten, da Ascorbinsäure in höheren Dosen bei diesen Erkrankten das Nierenstein-Risiko erhöht. Bei uneingeschränkter Nierenfunktion besteht jedoch kein erhöhtes Risiko.

Täglicher Bedarf von Vitamin C

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt für Vitamin C folgende tägliche Zufuhr:

Säuglinge

0 bis unter 4 Monate: 20mg
4 bis unter 12 Monate: 20mg

Kinder und Jugendliche

1 bis unter 4 Jahre: 20mg
4 bis unter 7 Jahre: 30mg
7 bis unter 10 Jahre: 45mg
10 bis unter 13 Jahre: 65mg
13 bis unter 15 Jahre: 85mg
15 bis unter 19 Jahre: 90mg (Mädchen), 105mg (Jungen)

Erwachsene

Frauen:
19 bis unter 25 Jahre: 95mg
25 bis unter 51 Jahre: 95mg
51 bis unter 65 Jahre: 95mg
älter als 65 Jahre: 95mg

Männer:
19 bis unter 25 Jahre: 110mg
25 bis unter 51 Jahre: 110mg
51 bis unter 65 Jahre: 110mg
älter als 65 Jahre: 110mg

Schwangere

ab dem 4. Monat: 105mg

Stillende

ab der Geburt: 125mg

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Risikogruppen Vitamin C-Mangel

RisikogruppeBeschreibung
Schwangere & Stillende

Während der Schwangerschaft haben Frauen einen erhöhten Bedarf an Vitamin C, um sich und das ungeborene Kind ausreichend zu versorgen. Wird die Ernährung nicht dahingehend angepasst, kann es zu einem Mangel kommen.

Raucher

Beim Rauchen verbraucht der Körper sehr viel Vitamin C durch oxidativen Stress (freie schädliche Radikale können nicht schnell genug abgebaut werden). Vitamin C schützt als Radikalfänger die Zellen und Gefäße vor Infektionen und Erkrankungen.

Kinder und Jugendliche

Während des Wachstums ist der Körper ganz besonders auf Vitamin C angewiesen, da es am Aufbau der Knochen und Muskeln mitwirkt. Wird der erhöhte Bedarf nicht gedeckt, kann schnell ein Mangel entstehen.

Senioren

Senioren leiden mit zunehmendem Alter besonders häufig an chronischen Erkrankungen. Dies und der Fakt, dass einige Senioren dazu neigen, sich einseitig zu ernähren, kann mit einem erhöhten Risiko für einen Vitamin C-Mangel einhergehen.

Frauen in den Wechseljahren

Vitamin ist wichtig für die Kollagenbildung und trägt damit zur Erhaltung der Elastizität der Haut bei.

Chronisch Erkrankte

Chronische Erkrankungen wie Diabetes oder Arthritis, aber auch Krebs und chronisch-entzündliche Erkrankungen des Darmes gehen mit oxidativem Stress einher. Die Oxidation zehrt an am Vitamin C-Haushalt und begünstigt einen Mangel.

Vitamin C findet Anwendung bei

AnwendungsgebietBeschreibung
Bluthochdruck

1 bis 3g Vitamin C am Tag wirken regulierend auf leichten Bluthochdruck. Je höher der Ascorbinsäurespiegel im Blut, desto niedriger der Blutdruck.

 
Allergien

Vitamin C senkt den Histaminspiegel im Blut und wirkt daher bei Heuschnupfen, allergischem Asthma und Lebensmittelallergien.

 
Krebs

Vitamin C kommt als Infusionstherapie in äußerst hohen Dosen bei Krebserkrankungen zum Einsatz. Es bildet sich dadurch prooxidatives Wasserstoffperoxid, welches Krebszellen hemmt.

 
Osteoporose

Vitamin C hält die Knochen elastisch und senkt das Risiko für Knochenbrüche bei Osteoporose.

 
Immunschwäche

Vitamin C erhöht die Abwehrkraft des Immunsystems. Es schützt somit vor Infektionen. Interessant: Schon 1mg Vitamin C erhöht die Körpertemperatur, was wiederum die Funktion der weißen Blutkörperchen und damit die Immunabwehr anregt.

 
Arteriosklerose

Da Vitamin C die Cholesterinausscheidung fördert, senkt es den Blutcholesterinspiegel sowie die Fettsäuren. Das verhindert das Verklumpen der Blutblättchen und kann somit der Bildung von Blutgerinnseln vorbeugen. Es stärkt außerdem die Gefäßwände und schützt vor Gefäßverengungen (Arteriosklerose) in Hirn und Herz.

 
Diabetes

Vitamin C hat zwar keine blutzuckersenkenden Eigenschaften, wirkt jedoch bei typischen Diabetes-Begleitsymptomen wie schlechter Wundheilung und Zahnfleischentzündungen.

 
Gicht

Vitamin C reguliert die Harnsäure-Konzentration im Blut und lindert damit Gicht-Beschwerden. Zu viel Harnsäure fördert Gicht-Anfälle.

 
Depressive Verstimmungen

Als Co-Faktor für die Bildung von Neurotransmittern hilft Vitamin C bei depressiven Verstimmungen, es verbessert die Gemütslage und fördert sogar das Erinnerungsvermögen.

 
Geschwüre

Vitamin C trägt zur Regeneration der Magenschleimhaut bei Ulkus bei. Darüber hinaus schützt es die empfindliche Magenschleimhaut auch vor den Nebenwirkungen von Aspirin

 
Alkoholmissbrauch

Alkohol schädigt die Leber. Vitamin C schützt das Organ vor Zellschäden und Fetteinlagerungen durch zu hohen Alkoholkonsum.

 
Augenerkrankungen

Vitamin C wirkt in hohen Dosen bei erhöhtem Augeninnendruck, außerdem trägt es dazu bei, altersbedingte Makuladegenerationen zu verhindern.

 
Wundheilung

Da Vitamin C an der Kollagenbildung beteiligt ist, fördert es die Wundheilung und die Heilung von Knochen. Insbesondere nach Verbrennungen und Operationen verkürzt es die Regenerationszeit der Haut.

 
Zahnfleischschwund

Aufgrund der regenerierenden und immunmodulierenden sowie gewebeschützenden Eigenschaften des Vitamin C beugt es Zahnfleischschwund vor, reduziert Blutungen des Zahnfleisches und Entzündungen.

 
Kinderwunsch

Vitamin C nimmt positiv Einfluss auf die Spermienanzahl sowie die Beweglichkeit der Spermien, wodurch sich die Zeugungsfähigkeit erhöht.

 

Lebensmittel die Vitamin C enthalten:

LebensmittelMenge/Einheit pro 100g
Acerola1700.00 mg
Hagebutten1250.00 mg
Sanddornbeeren450.00 mg
Guave273.00 mg
Petersilie159.00 mg
Bärlauch150.00 mg
Paprika120.00 mg
Sauerampfer117.00 mg
Brokkoli115.00 mg
Meerrettich114.00 mg
Rosenkohl112.00 mg
112.00 mg
112.00 mg
Grünkohl105.00 mg
Fenchel93.00 mg
Papaya80.00 mg
Blumenkohl69.00 mg
Löwenzahnblätter68.00 mg
Kohlrabi63.00 mg
Erdbeeren62.00 mg
Brunnenkresse62.00 mg
Clementine54.00 mg
Zitrone53.00 mg
Spinat51.00 mg
Wirsing50.00 mg
Dill50.00 mg
Rotkohl50.00 mg
Orange50.00 mg
Schnittlauch47.00 mg
Weißkohl47.00 mg
Kiwi46.00 mg
Grapefruit44.00 mg
Limone44.00 mg
Mangold39.00 mg
Litschi39.00 mg

Häufige Fragen und wissenswertes

Was verbessert die Aufnahme von Vitamin C?

Je höher die Vitamin C-Dosis, desto geringer die Aufnahme im Körper. Um die Vitamin C-Aufnahme signifikant zu verbessern, ist es notwendig, Supplemente in kleineren Einzeldosen über den Tag verteilt einzunehmen. 300mg sind zum Beispiel eine Dosis, die zu 90% aufgenommen werden kann.
In Obst und Gemüse stecken neben Vitamin C außerdem Mineralien und Bioflavonoide, die die Vitamin C-Aufnahme verbessern.

Was verschlechtert die Aufnahme von Vitamin C?

Alkohol und Zigaretten hemmen die Aufnahme von Vitamin C, da aggressive Partikel in den Organismus gelangen und mehr Antioxidantien gebildet werden müssen. 

Vitamin C und Zink

Vitamin C in Kombination mit Zink kann vor grippalen Infekten schützen und die Dauer der Erkältung reduzieren. Gerade in der kalten Jahreszeit eignen sich diese Kombipräparate daher, da Zink genauso wie Vitamin C eine positive Wirkung auf die Immunabwehr hat. Insbesondere bei der Einnahme innerhalb der ersten 24 Stunden einer Erkältung kann Vitamin C mit Zinkzusatz die Symptome lindern und den Verlauf beschleunigen.

Vitamin C-Darreichungen

Vitamin C-Supplemente sind in Form von Pulvern, Kapseln, Ampullen und Lutsch- und brausetabletten erhältlich. Insbesondere nach der Einnahme von Lutschtabletten und kristallinem Ascorbinsäurepulver sowie Natrium- und Calciumascorbat (säuregepuffertes Pulver) sollten Sie Ihren Mund gründlich spülen, da die enthaltene Ascorbinsäure langfristig den Zahnschmelz aufrauen kann. Besonders geeignete Supplemente sind Retardkapseln, die den Wirkstoff zeitversetzt abgeben und dabei die Aufnahme verbessern. Darüber hinaus lassen sich Kapseln besser einnehmen als Pulver, die in Wasser oder Saft gelöst werden müssen.

Vitamin C-Infusion

Die Hochdosis-Infusionstherapie mit Vitamin C garantiert eine uneingeschränkte Aufnahme der Ascorbinsäure, da der Wirkstoff nicht über die Darmschleimhaut resorbiert werden muss, sondern als Infusion über die Blutbahn in den Körper gelangt. Vitamin C-Infusionen kommen häufig bei Krebsleiden zum Einsatz, eignen sich aber auch bei schweren Mangelzuständen. 

Vitamin C-Infusion Kosten

Vitamin C-Infusionen gehören zu den individuellen Gesundheitsleistungen (Igel-Leistungen), sie müssen demnach vom Patienten selbst gezahlt werden. Die Kosten fallen je nach Arztpraxis unterschiedlich aus, belaufen sich jedoch durchschnittlich auf 35 bis 80 Euro je Infusion. In einigen Fällen übernimmt die Krankenkasse die Kosten. Nämlich dann, wenn Ascorbinsäure nicht als Ergänzungs-, sondern als Arzneimittel eingesetzt werden muss, was insbesondere bei schweren und chronischen Erkrankungen der Fall sein kann.

Vitamin C-Creme

Vitamin C spielt auch in der Hautpflege eine wichtige Rolle. Es ist zum einen ein wirksames Antioxidans und schützt die Haut vor freien Radikalen, zum anderen ist es an der Kollagenbildung und damit am Aufbau der Hautstruktur beteiligt. Hohe Vitamin C-Konzentrationen in Cremes und Seren wirken außerdem wie ein Peeling: Sie lösen die verhornten Hautschichten und ebnen das Hautbild. Besonders wirksam ist Vitamin C in ölhaltigen Cremes. Das Öl transportiert das Vitamin C in die tieferen Hautschichten, wo es seine antioxidative und kollagenbildende Wirkung entfalten kann.

Quellen

1 Burgerstein, U., Schurgast, H, Zimmermann, M: Handbuch Nährstoffe - Vorbeugen und heilen durch ausgewogene Ernährung (2012), Trias Verlag (12. Auflage)
http://www.beyer-soehne.de/vitamin-c-in-der-hautpflege-wie-wirkt-es/
http://www.froehlich-naturheilkunde.de/aktuelles/
http://www.naturheilpraxis-hollmann.de/VitaminCHochdosis.htm
http://www.oekotest.de/cgi/index.cgi?artnr=99010&bernr=06
https://www.dge.de/wissenschaft/referenzwerte/vitamin-c/
https://www.nu3.de/blog/qualitaetsunterschiede-bei-vitamin-c/
http://www.onmeda.de/naehrstoffe/vitamin_c.html
http://www.zentrum-der-gesundheit.de/vitamin-c-mangel-ia.html