Brokkoli

Brokkoli (Brassica oleracea) zählt wie der Blumenkohl zu den Kreuzblütengewächsen (Brassicaceae) und stammt ursprünglich aus Kleinasien. Auf dem Seeweg wurde die auch als Sprossenkohl bekannte Gemüsepflanze zunächst nach Italien gebracht. Der meist grüne Brokkoli wird traditionell als nahrhafte Beilage genossen. Seltene Varianten können auch eine weiße oder violette Färbung aufweisen.

Vitamin- und Mineralstoffgehalt von Brokkoli

VitalstoffMenge je 100g
Natrium19.00 mg
Kalium256.00 mg
Calcium58.00 mg
Phosphor63.00 mg
Magnesium24.00 mg
Eisen0.80 mg
Vitamin A (Äquivalent)146.00 mcg
Vitamin E0.60 mg
Vitamin B10.10 mg
Vitamin B2 (Riboflavin)0.20 mg
Vitamin B3 (Niacin)1.10 mg
Vitamin B60.28 mg
Vitamin C115.00 mg

Zubereitung und Lagerung

Brokkoli kann sowohl roh, als auch gegart genossen werden. Meist wird er in Salzwasser für ca. 10 Minuten gekocht. Mischt man dem Kochwasser etwas Zucker bei, behält der Kohl seine grüne Farbe auch nach dem Kochen. Achten Sie beim Kauf darauf, dass die Blüten der Röschen noch vollständig geschlossen sind und keine gelbe Färbung aufweisen. So ist die Frische der Gemüsepflanze gewährleistet.

Gesundheitspotential von Brokkoli

Brokkoli in der Krebstherapie

Brokkoli besteht zu 90 Prozent aus Wasser, enthält aber auch viele weitere Vitalstoffe. Das Gemüse ist daher besonders kalorienarm und leicht verdaulich. Brokkoli kann daher zur diätischen Ernährung und zur Schonkost verwendet werden. Der enthaltene Inhaltsstoff Sulforaphan, so die Universität Heidelberg, kann für die Krebstherapie genutzt werden. Sulforaphan unterstützt die Entgiftungsprozesse des Körpers und geht gegen Tumorzellen vor. Bisher wurde die Wirksamkeit des sekundären Pflanzenstoffs, der sich auch in anderen Mitgliedern der Kreuzblütengewächsen wie Kresse, Kapuzinerkresse, Rucola, Rettich, Radieschen, Meerrettich, Kohlrübe, Raps und Senf befindet, nur in Tierversuchen nachgewiesen. Weitere Studien sind daher nötig.

Brokkoli als Milchalternative

Sowohl Menschen, die aufgrund einer Unverträglichkeit oder Kuhmilcheiweißallergie auf Milchprodukte verzichten müssen, als auch Veganer, die aus freien Stücken auf Milchprodukte verzichten, können unter anderem auf Brokkoli zurückgreifen, um ihren Calciumbedarf zu decken. Calcium ist beispielsweise wichtig für die Knochengesundheit und zur Prävention von Krankheiten wie Osteoporose.

Brokkoli für Schwangere

Schwangere sollten viel grünes Gemüse zu sich nehmen, um das ungeborene Kind ausreichend mit dem entwicklungsrelevanten Stoff Folsäure (Vitamin B9) zu versorgen. Auch Brokkoli enthält höhere Mengen Folsäure.

Brokkoli für Herz und Haut

Neben den genannten Vitalstoffen, enthält Brokkoli das sogenannte Provitamin A: Beta-Carotin. Dieser Stoff geht, genau wie Vitamin C, gegen freie Radikale vor und könnte dadurch eine Rolle in der Krebsprävention spielen. Außerdem trägt Beta-Carotin zu einem gesunden Hautbild bei. Das enthaltene Eisen unterstützt die Blutbildung. Durch die enthaltenen Vitamine und Mineralstoffe trägt Brokkoli zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei und kann das Herz-Kreislaufsystem unterstützen.

Quellen:

- https://www.klinikum.uni-heidelberg.de/fuer-Patienten.111688.0.html
- http://www.paradisi.de/Health_und_Ernaehrung/Naturkost/Brokkoli/Artikel/9460.php

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