Rosenkohl

Nicht nur Lebkuchen und andere weihnachtliche Süßspeisen lassen die Kunden eines Supermarkts bereits Ende September wissen, dass der Winter schon fast vor der Tür steht, auch typische Wintergemüse in der Auslage der Obst- und Gemüseabteilung. Eine dieser Gemüsesorten, die es nur in der entsprechenden Saison zu kaufen gibt, ist der Rosenkohl.

Inhaltsangabe
  1. Gesundheitspotential
  2. Lagerung
  3. Verwendung in der Küche
  4. Verschiedene Formen
  5. Medizinische Studien und Erkenntnisse

 

Vitamin- und Mineralstoffgehalt von Rosenkohl

VitalstoffMenge je 100g
Natrium9.00 mg
Kalium450.00 mg
Calcium31.00 mg
Phosphor84.00 mg
Magnesium22.00 mg
Eisen1.10 mg
Vitamin A (Ă„quivalent)94.00 mcg
Vitamin E0.60 mg
Vitamin B10.13 mg
Vitamin B2 (Riboflavin)0.13 mg
Vitamin B3 (Niacin)0.70 mg
Vitamin B60.30 mg
Vitamin C112.00 mg

Rosenkohl - das gesunde Wintergemüse

Der Rosenkohl - je nach Region auch Sprossenkohl oder Kohlsprossen genannt - stammt ursprünglich aus Belgien und ist im Verhältnis zu so manch jahrhundertealten Gemüsesorten noch ein recht junges Gemüse, das erst seit dem Ende des 18. Jahrhunderts angebaut wird. Von Oktober bis Februar hat der Rosenkohl seine Saison und ist in dieser Zeit ein wichtiger Lieferant von Vitaminen und Mineralstoffen.

Sulforaphan gegen chronische Erkrankungen

Im Rosenkohl ist neben reichlich Vitaminen auch Sulforaphan, ein Antioxidans, enthalten. Dieses ist dafür bekannt, dass es antioxidativ und entzündungshemmend wirkt, wodurch es hilfreich bei chronischen Erkrankungen wie Asthma und Arthritis ist, sogar das Krankheitsbild von Autismus kann mithilfe von Sulforaphan verbessert werden.

Zur Regulierung des Hormonhaushaltes

Der Verzehr von Rosenkohl führt außerdem dazu, dass sich während der Verdauung ein Stoff namens Diindolylmethan - kurz DIM - bildet. Hierbei handelt es sich um einen Phytonährstoff, der dazu fähig ist, den Metabolismus von Östrogenen zu verändern. Das bedeutet, dass er ein hilfreiches Mittel bei hormonbedingten Erkrankungen sein kann, wie zum Beispiel PMS (Prämenstruelles Syndrom), Beschwerden betreffend die Wechseljahre, aber auch hormonabhängiger Brustkrebs.

Positiver Effekt auf Darm und Immunsystem

Kohlgemüse verfügen über eine Substanz namens Glucosinolate, die auch für den etwas bitteren Geschmack der Röschen verantwortlich ist. Hierbei handelt es sich um ein Senfölglykoside. Der Rosenkohl ist die Kohlart, die über den größten Anteil an Glucosinolaten verfügt. Dieses hilft dem Körper dabei, die Abwehrkraft zu aktivieren und das Immunsystem zu stärken, außerdem wird die Verdauung angeregt. Auch der Vitamin-C-Gehalt ist in Rosenkohl recht hoch, sodass er ideal als Vorbeugung gegen Grippe und Erkältung dient.

Gute Diätkost

Pro 100 Gramm Rosenkohl sind nur 36 Kilokalorien enthalten, außerdem lediglich 0,3 Gramm Fett. Des Weiteren sind schnell satt machende Ballaststoffe in diesem Kohlgemüse enthalten, welche die Verdauung stimulieren und somit die ideale - und gesunde - Unterstützung bei einer Diät darstellen.

Gesundheitstipp: Vorsicht bei Gicht

Sollten Sie unter Gicht leiden, sollten Sie besser auf den Verzehr von Rosenkohl verzichten oder diesen nur in kleinen Mengen genießen. Denn Rosenkohl enthält Purin, was wiederum einen Gichtanfall auslösen könnte.

Rosenkohl richtig lagern

Zunächst sollten Sie darauf achten, dass der Rosenkohl beim Kauf frisch ist. Dies erkennen Sie daran, dass die Blätter dicht geschlossen sind und eine hell- bis dunkelgrüne Färbung vorweisen. Auch die Schnittfläche gibt Aufschluss: Umso glatter diese ist, desto frischer ist der Rosenkohl. In diesem Zustand kann Rosenkohl etwa vier bis fünf Tage im Kühlschrank gelagert werden. Dazu geben Sie ihn am besten in einen Plastikbeutel und halten ihn fern von Ethylen-haltigen Früchten und Gemüse wie Tomaten und Äpfeln.

Verwendung in der Küche

Rosenkohl kann entgegen vieler Gerüchte roh verzehrt werden, zum Beispiel in einem Salat. Meistens wird er jedoch gebraten, gekocht oder blanchiert. Gerne wird der Rosenkohl als Beilage zu Fleischgerichten serviert, doch auch in der vegetarischen Küche als Hauptspeise oder Zutat in einer Suppe ist er sehr bekömmlich.

Medizinische Studien du Erkenntnisse

Schutz vor krebserregenden Stoffen
Eine Studie der Universität Wien, an der auch Wissenschaftler der Universität Belgrad und der Akademie der Wissenschaften der Tschechischen Republik, sowie des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke beteiligt waren, hat ergeben, dass der Verzehr von Rosenkohl weiße Blutkörperchen vor schädlichen Substanzen schützt, die unter Umständen krebserregend sein können. Für diese Studie haben die Teilnehmer täglich 300 Gramm gegarten Rosenkohl über sechs Tage hinweg verzehrt. Die gesammelten Daten haben letztendlich unter anderem gezeigt, dass der tägliche Verzehr von Rosenkohl vor Zellschäden durch Amine und reaktive Sauerstoffformen schützen kann. Zur Quelle.