Kohlrabi

In vielen Ländern ist der Kohlrabi ein völlig unterschätztes Gemüse. Tatsächlich wurde er lange Zeit fast ausschließlich für den deutschsprachigen Raum angebaut und ist außerhalb Europas kaum bekannt, in den meisten Sprachen hat er nicht mal einen eigenen Namen, sondern der deutsche Begriff wird übernommen. Kaum vorstellbar, ist das Kohlgemüse hierzulande doch sehr beliebt. Außerdem ist Kohlrabi gesund.

Inhaltsangabe
  1. Gesundheitspotential
  2. Lagerung
  3. Verwendung in der Küche
  4. Verschiedene Formen

 

Vitamin- und Mineralstoffgehalt von Kohlrabi

VitalstoffMenge je 100g
Natrium30.00 mg
Kalium322.00 mg
Calcium68.00 mg
Phosphor51.00 mg
Magnesium43.00 mg
Eisen0.50 mg
Vitamin A (Ă„quivalent)2.00 mcg
Vitamin E0.40 mg
Vitamin B10.05 mg
Vitamin B2 (Riboflavin)0.05 mg
Vitamin B3 (Niacin)1.80 mg
Vitamin B60.07 mg
Vitamin C63.00 mg

Der gut bekömmliche Kohl

Der Kohlrabi ist eine Sorte des Gemüsekohls. Während andere Kohlsorten aber häufig eine blähende Wirkung haben und nicht von jedermann gut vertragen werden, ist der Kohlrabi sehr bekömmlich. Auch roh kann er ohne Probleme verzerrt werden und führt nicht zum sogenannten Blähbauch. Das liegt daran, dass in diesem Fall während der Verdauung nicht so viele Gase produziert werden, wie bei anderen Kohlsorten.

Für eine bessere Konzentration

Im Kohlrabi befindet sich ein hoher Anteil an Magnesium. Magnesium ist für den menschlichen Körper wichtig, um die Knochen gesund zu halten. Doch hat Magnesium noch einen anderen Vorteil: Es führt zu einer besseren Konzentrationsmöglichkeit und hilft gegen psychische Probleme wie Schlafstörungen oder Depression und beugt obendrein Muskelkrämpfen vor.

Unterstützung bei der Durchblutung

Neben vielen Mineralstoffen sind diverse Vitamine im Kohlrabi enthalten, darunter gleich drei Vitamine aus der B-Gruppe: B1, B2 und B6. Dies ist gut für das Nervensystem und wirkt sich ebenfalls positiv auf die Psyche aus. Des Weiteren wird die Durchblutung unterstützt und die Muskeln gestärkt.

Gesund für Haut und Haare

Ein weiteres im Kohlrabi enthaltenes Vitamin ist das Vitamin E, das gut für die Haut und die Haare ist. Es stärkt die Haarwurzeln und lässt die Haut jünger wirken. Das in der Knolle enthaltene Calcium unterstützt diese Wirkung obendrein, denn Calcium ist gut zur Stärkung der Haare, Nägel, Knochen und Zähne. Außerdem ist Kohlrabi ein wichtiges Nahrungsmittel für Veganer. Da diese auf Milchprodukte verzichten, ist eine andere Calciumquelle umso wichtiger.

Stärkung des Immunsystems

Im Kohlrabi ist ein hoher Vitamin-C-Gehalt zu finden, welcher gerade in kälteren Jahreszeiten als wichtiger Schutz vor Erkältungen und Grippe gilt. Auch vielen anderen Infektionskrankheiten kann mithilfe von Vitamin C vorgebeugt werden, indem durch den Verzehr das Immunsystem gestärkt wird. Im 100g Kohlrabi befindet sich bereits die Hälfte des Tagesbedarfs an Vitamin C.

Kohlrabi richtig lagern

Bereits beim Kauf des Kohlrabis sollte darauf geachtet werden, dass er nicht aufgeplatzt ist. Holzige Stellen und gelbe, welke Blätter deuten darauf hin, dass der Kohlrabi nicht mehr frisch ist. Eine frische Knolle hält sich bis zu einer Woche im Kühlschrank, wenn Sie ihn aber in ein feuchtes Tuch einwickeln, ist die Lagerung bis zu vier Wochen möglich.

Verwendung in der Küche

Der Kohlrabi kann sowohl roh als auch gekocht oder geschmort verzehrt werden. Allerdings sollten zuvor die Blätter und Stängel entfernt und die Knolle geschält werden. Die Blätter müssen aber nicht im Abfall landen, sondern können ebenfalls zum Kochen verwendet werden. Zum einen enthalten sie sogar mehr Vitamin C und Magnesium als die Knolle selbst, zum anderen schmecken sie gut in Eintöpfen oder Saucen.

Verschiedene Formen

Allein in Deutschland werden rund 50 verschiedene Kohlrabi-Sorten angebaut, darunter auch farblich auffällige Varianten wie der lilafarbene Kohlrabi. Auch die Größen sind dabei unterschiedlich, wobei es sich empfiehlt zu den kleineren Exemplaren zu greifen, da diese in der Regel weniger holzig sind.