Rotkohl

Rotkohl wird gerne als Herbst- und Wintergemüse betrachtet und tatsächlich hat er zu diesem Zeitpunkt seine Hochzeit. Doch früh gepflanzter Rotkohl ist bereits im Sommer verfügbar, sodass er fast das ganze Jahr über frisch genossen werden kann. Und das ist gut so, denn in dem mild-süßlichen Kohl stecken viele gesunde Inhaltsstoffe.

Inhaltsangabe
  1. Gesundheitspotential
  2. Lagerung
  3. Verwendung in der Küche
  4. Verschiedene Formen
  5. Medizinische Studien und Erkenntnisse

 

Vitamin- und Mineralstoffgehalt von Rotkohl

VitalstoffMenge je 100g
Natrium11.00 mg
Kalium267.00 mg
Calcium35.00 mg
Phosphor32.00 mg
Magnesium18.00 mg
Eisen0.50 mg
Vitamin A (Ă„quivalent)2.50 mcg
Vitamin E1.70 mg
Vitamin B10.07 mg
Vitamin B2 (Riboflavin)0.05 mg
Vitamin B3 (Niacin)0.40 mg
Vitamin B60.15 mg
Vitamin C50.00 mg

Die gesunde Farbpracht

Rotkohl oder Blaukohl, je nach Region gibt es unterschiedliche Bezeichnungen für das Gemüse. Das liegt vor allem daran, dass sich die Farbe früher ohne Kunstdünger den regionalen Bodengegebenheiten angepasst hat und entsprechend rötlicher oder bläulicher wurde. Im Grunde kann die Farbe aber als Violett bezeichnet werden, sodass beide Bezeichnungen ihre Richtigkeit haben. Die unterschiedliche Farbe hat allerdings keine Auswirkung auf das Nährstoffprofil. Egal ob rot oder blau, der Kohl besteht zu über 90 Prozent aus Wasser, hat kaum Fett und ist mit gerade mal 23 kcal sehr kalorienarm. Hinzu kommen wichtige Vitamine und Mineralstoffe wie Vitamin B6 und B9, Kalium und Magnesium.

Verbündeter im Kampf gegen Krebs

Die bereits angesprochene Farbe kommt durch die Anthocyane, eine Pflanzenfarbstoffgruppe. Diese sind aber nicht nur für die Farbe verantwortlich, sondern haben einen großen positiven Effekt auf die Gesundheit. Diverse Studien haben im Laufe der Jahre ergeben, dass Anthocyane menschliche Körperzellen vor Krebsmutationen schützen können. Außerdem können Anthocyane chronische Entzündungen und somit auch die daraus resultierenden Folgeerkrankungen vorbeugen.

Gut für die Augen

Im Rotkohl sind die Carotinoide Zeaxanthin und Lutein in verhältnismäßig großen Mengen enthalten. Beide gelten als besonders schützend für die Augen, denn sie binden freie Radikale und verhindern photochemische Schäden in der Retina.

Zur Senkung des Cholesterinspiegel

Dank des hohen Gehalts an Schwefel im Rotkohl kann er nachweislich den Cholesterinspiegel senken. Doch weitere Faktoren spielen dabei eine hilfreiche Rolle, so verhindern die enthaltenen Ballaststoffe, dass das durch Nahrung konsumierte Cholesterin absorbiert wird. Die im Rotkohl enthaltenen Antioxidantien erhöhen den Energieverbrauch und helfen somit dabei Fettgewebe abzubauen.

Beruhigend und schmerzlindernd

Im Rotkohl ist ein Stoff namens Lactopicrin enthalten. Dieser hat auf den menschlichen Körper sowohl eine schmerzlindernde, als auch eine beruhigende Eigenschaft und kann somit als Ersatz für ein chemisches Schmerzmittel dienen und hilft bei Einschlafproblemen.

Für einen gesunden Knochenaufbau

Eines der verschiedenen im Rotkohl enthaltenen Vitamine ist das Vitamin K. Dieses reguliert die Blutgerinnung und kümmert sich um den Calciumeinbau in den Knochen, was für ein starkes und gesundes Knochensystem sorgt.

Zur Kontrolle des Zuckerspiegels

Im Rotkohl ist natürliches Insulin enthalten, das für Diabetiker hilfreich bei der Kontrolle des Zuckerspiegels sein kann.

Rotkohl richtig lagern

In einem kühlen und dunklen Keller, dessen Temperatur knapp über dem Gefrierpunkt liegt, kann Rotkohl ohne Probleme über mehrere Monate hinweg gelagert werden. Im Gemüsefach des Kühlschranks hingegen hält sich das Gemüse etwa zwei bis drei Wochen. Wenn der Rotkohl allerdings bereits angeschnitten ist, ist er nur noch wenige Tage haltbar, auch dann, wenn die Schnittstelle mit Folie abgedeckt wurde. Rotkohl lässt sich allerdings auch sehr gut einfrieren.

Verwendung in der Küche

Rotkohl kann sowohl roh als auch gedünstet verzehrt werden. Roh empfiehlt sich der Kohl in Salaten, zum Beispiel als leckerer Wintersalat mit Rucola und Nüssen. Auch als Smoothie behält er seine wertvollen Inhaltsstoffe und kann gut mit Karotten gemixt werden. Wenn Sie den Rotkohl gekocht bevorzugen, findet er als Beilage oder als Zutat in Suppen, Aufläufen und vielem mehr seinen Platz. Die Blätter des Rotkohls können zudem für die Herstellung von Rouladen verwendet werden. Rotkohl ist sehr anpassungsfähig und kann sowohl mit anderen Obst- und Gemüsesorten als auch mit unterschiedlichen Gewürzen wie Kümmel oder Nelken verfeinert werden.

Verschiedene Formen

Am häufigsten ist der Rotkohl mittlerweile bereits fertig zubereitet in Dosen bzw. Gläsern erhältlich und muss nur noch erwärmt werden. Als frisches Gemüse bekommen Sie Rotkohl in Supermärkten, auf dem Wochenmarkt oder beim Obst- und Gemüsehändler. Wie der Rotkohl aus der Dose ist auch der tiefgefrorene Rotkohl häufig zu finden.

Medizinische Studien und Erkenntnisse

Gegen oxidativen Stress und Folgekrankheiten
Eine polnische Studie der University of Lodz hat ergeben, dass Rotkohl dem oxidativen Stress in den Blutplättchen des menschlichen Körpers entgegenwirkt. Damit können Blutgerinnungsstörungen, die zu einem Schlaganfall oder Herzinfarkt führe könnten, unterbunden werden. Zur Studie.