Erdbeeren

Erdbeeren (Fragaria) sind eine eigene Gattung innerhalb der Familie der Rosengewächse. Neben den wilden Walderdbeeren gibt es zahlreiche gezüchtete, großfruchtige Sorten wie die Gartenerdbeere. Erdbeeren sind ein gesundes Obst, zu dessen Verzehr nicht einmal wählerische Kinder gezwungen werden müssen, denn die roten Früchte sind hübsch anzusehen und schmecken ausgezeichnet.

Inhaltsangabe

  1. Gesundheitspotential
  2. andere Anwendungsgebiete - Verwendung in der Kosmetik
  3. Lagerung
  4. Verwendung in der Küche
  5. Verschiedene Formen
  6. Gesundheitliche Studien und Erkenntnisse

 

Vitamin- und Mineralstoffgehalt von Erdbeeren

VitalstoffMenge je 100g
Natrium2.00 mg
Kalium147.00 mg
Calcium24.00 mg
Phosphor26.00 mg
Magnesium15.00 mg
Eisen1.00 mg
Vitamin A (Ă„quivalent)3.00 mcg
Vitamin E0.10 mg
Vitamin B10.03 mg
Vitamin B2 (Riboflavin)0.06 mg
Vitamin B3 (Niacin)0.60 mg
Vitamin B60.06 mg
Vitamin C62.00 mg

90 Prozent Wasser - 10 Prozent Vitalstoffbombe

Erdbeeren bestehen zwar zum größten Teil aus Wasser, doch der Rest hat es wahrhaftig in sich. Am Ende der Reifezeit saugen Erdbeeren gierig Anthozyanine in sich auf. Anthozyanine sind rote Farbstoffe, welche die empfindlichen Beeren vor der Zerstörung durch zellschädigende Substanzen und Bakterien schützen. Außerdem stecken die feinen Früchte voll mit lebenswichtigen Vitaminen und weisen einen hohen Gehalt an Mangan auf, welches im gesamten Stoffwechsel fleißig mithilft. Nicht nur die Früchte, auch die Blätter und Wurzeln der Erdbeerpflanzen sind von pharmakologischer Bedeutung. Die Verwendung der frischen Früchte zur Verbesserung der Leber- und Gallenfunktion kannte man bereits im Altertum. Die moderne Wissenschaft bestätigt die Wirkung. Für eine überbeanspruchte Leber ist ein regelmäßiger, wöchentlicher Kurtag mit Walderdbeeren (3mal täglich 125g) eine Wohltat.

Mangan - das Supermineral

Mangan ist ein Mineralstoff, der im Körper vielseitig benötigt wird. Mangan ist unverzichtbar bei der Knochen- und Blutbildung, nährt Nerven und Gehirn, fördert die Libido, versorgt Haare und Haut mit Farbpigmenten und regt die Produktion von Schilddrüsenhormonen an. Ohne ausreichende Manganzufuhr können die für den Stoffwechsel unentbehrlichen Enzyme nicht richtig arbeiten. Manganmangel kann zu Müdigkeit, nervösen Reizzuständen und stressbedingten Beschwerden führen. Grund genug, die Erdbeersaison richtig auszunutzen.

Katechine gegen Entzündungen und Bakterien

Bestimmte Katechine (Gerbstoffe) haben eine entzündungshemmende und antibakterielle Wirkung, nicht nur in der Frucht sondern auch im menschlichen Organismus. Diese Gerbstoffe binden Giftstoffe im Darm und helfen bei Verdauungsstörungen wie Blähungen und Durchfall.

Vitalisierende Erdbeerzeit

Seit Millionen von Jahren ist das genetische Stoffwechselprogramm des Menschen auf einen Aktivierungsschub im Frühjahr eingestellt. Erdbeeren verleihen den perfekten Vitalisierungskick. Sie sind reich an Folsäure, Vitamin C und Kalium. Sie unterstützen das Zellwachstum, die Blutbildung und das Immunsystem und wirken entwässernd und blutdrucksenkend. Außerdem regt Folsäure die Produktion körpereigener Glückshormone an.

Erdbeerblätter und- wurzeln sind wirksame Gerbstoffdrogen

Bei entzündeten Schleimhäuten ist ein Tee aus Erdbeerblättern oder -wurzeln ein probates Gurgel- und Spülmittel. Auch Magen- und Darmstörungen, besonders Durchfälle lassen sich damit gut behandeln. Selbst bei Gelbsucht soll der Tee Erfolge zeigen. Pfarrer Sebastian Kneipp empfahl einen Tee aus Erdbeerblättern als gesundheitsförderndes Getränk für schwächliche Kinder. Für einen Erdbeerblättertee 2 gehäufte Teelöffel Blätter mit 250ml kochendem Wasser übergießen, 15 Minuten lang ziehen lassen und danach abseihen. Davon 3mal täglich 1 Tasse trinken oder bei Bedarf mit dem lauwarmen Tee gurgeln oder spülen. Der Tee aus den Wurzeln wird nur halb so stark aufgebrüht (1 Teelöffel auf 250 ml Wasser).

Erdbeeren als Beautymittel

Gemäß der Überlieferung ist Erdbeerfruchtsaft ein bewährtes Hausmittel zur äußerlichen Anwendung bei Sonnenbrand und Hautfehlern. Culpeper (1615-1654, englischer Apotheker, Arzt und Astrologe) schreibt in seiner "The English Physitian Enlarged", 1653: "..... und es beseitigt jegliche Röte im Gesicht, oder Flecken oder andere Verunstaltungen der Haut und macht sie so rein und glatt".

Erdbeeren richtig lagern

Reife Erdbeeren dürfen nicht zu lange gelagert werden. Bis zum Verzehr stellt man sie am besten in den Kühlschrank und wäscht sie erst dann, wenn die Weiterverarbeitung ansteht.

Verwendung in der Küche

Erdbeeren genießt man vorzugsweise frisch, pur, mit Schlagsahne, Eis, Quark und Joghurt, auf Kuchen, als selbst gemachtes Erdbeereis oder mit weißer oder zartbitterer Schokolade ummantelt. Sie lassen sich gut einfrieren und zu Marmelade verkochen, so dass eine fruchtige Sommererinnerung in die erdbeerlose Zeit hinübergerettet werden kann.

Tipp für Allergiker

Manche Menschen reagieren auf den Genuss von Erdbeeren allergisch, zum Beispiel mit Mund- und Lippenbläschen. Die Beeren werden häufig von der Aussaat über Wachstum, Transport und Lagerung mit Pestiziden, Herbiziden, Insektiziden, Wachstumsreglern, etc. behandelt. Betroffene Personen können einen Versuch mit Bioware machen. Bestehen die Probleme fort, liegt es unter Umständen an dem hohen Gerbstoffgehalt.

Verschiedene Formen

Erdbeeren sind im Handel außer als Frisch- oder Tiefkühlware auch in Form von Konzentrat, Saft, Sirup oder Pulver erhältlich. Am vitalstoffreichsten ist natürlich die Frischware, gefolgt von den gefrorenen Beeren. Bei Erdbeeren in flüssiger Form sind durch das Erhitzen viele Vitamine zerstört, die Mineralstoffe sind weniger empfindlich. Gefriergetrocknetes Erbeerpulver lässt sich vielen Speisen und Getränken als fruchtiges Gewürz beigefügen oder von Personen mit Erdbeerallergie ausprobieren. Die wertvollen Anthocyane sind im Pulver zwar nicht in so hoher Konzentration wie in der frischen Ware enthalten, aber dennoch vorhanden.

Gesundheitliche Studien und Erkenntnisse

Erdbeeren erfreuen das Herz
... und das im wahrsten Sinne! Laut einer Langzeitstudie zur Herzinfarktprävention bei Frauen in jungem, beziehungsweise mittlerem Alter wirken Blau- und Erdbeeren durch ihren hohen Gehalt an Anthocyanen infarktvorbeugend. Zur Quelle.