Mandarine

Was wäre die Weihnachtszeit ohne den Duft frischer Mandarinen? Und was wäre das Immunsystem ohne die gesunden Nährstoffe, die in den leuchtend orangenen Früchten stecken? Zitrusfrüchte sind zweifelsfrei eine der besten Vitaminquellen für den Körper. Die Mandarine trumpft diesbezüglich ganz besonders auf.

Inhaltsangabe

  1. Gesundheitspotential
  2. Lagerung
  3. Verwendung in der Küche

 

 

Vitamin- und Mineralstoffgehalt von Mandarine

VitalstoffMenge je 100g
Natrium2.00 mg
Kalium150.00 mg
Calcium33.00 mg
Phosphor19.00 mg
Magnesium11.00 mg
Eisen0.30 mg
Vitamin A (Ă„quivalent)47.00 mcg
Vitamin E0.30 mg
Vitamin B10.06 mg
Vitamin B2 (Riboflavin)0.03 mg
Vitamin B3 (Niacin)0.20 mg
Vitamin B60.02 mg
Vitamin C32.00 mg

Gesunde Alternative zum Plätzchenteller in der Adventszeit

Mandarinen sind hierzulande vor allem in den Wintermonaten erhältlich. Ihr leuchtendes Orange ist ein wahrer Lichtblick in einer Zeit, in der das Obstangebot eher spärlich ausfällt. Glücklicherweise stellt die Frucht in der Adventszeit mit ihrer angenehmen Süße eine kalorienarme Alternative zum Plätzchenteller dar. Dank vieler gesunder Inhaltsstoffe dürfen Naschkatzen hier unbegrenzt zugreifen- übrigens auch gerne an warmen Tagen.

Bereits drei Mandarinen decken den Tagesbedarf an Vitamin C

Jeder weiß, dass Mandarinen zu den Zitrusfrüchten gehören und damit einen hohen Vitamin-C-Gehalt haben. Allein 43 Prozent stecken in einer einzigen Frucht. Das schmeckt besonders dem Immunsystem, da Vitamin C Enzyme aktiviert, die freie Radikale im Körper bekämpfen. Gerade im Winter bewahren Mandarinen den ein oder anderen vor grippalen Infekten und Erkältungen. Allgemein hält das Obst an dunklen Tagen fit. Vitamin C verbessert die Eisenaufnahme. Der Mineralstoff erhöht die Sauerstoffversorgung der Organe, schützt vor Müdigkeit und Schwäche.

Orangenhaut?- Von wegen!

Der Gesundheitswert der Mandarine hat nicht nur positive Auswirkungen auf das Immunsystem, sondern macht sich auch äußerlich bemerkbar. Eine hohe Konzentration an Beta-Carotin, Vorstufe des Vitamin A, erneuert die Zellen und verjüngt die Haut. Weiterhin regt es die Kollagenbildung an, das Hautbild erscheint straffer.

Dank Calcium auch von innen stark

Erwähnenswert ist auch der Calciumgehalt der Mandarine. Nicht nur, dass der Mineralstoff die Knochen stärkt und vor Osteoporose schützt. Die Fruchtsäure der Zitrusfrucht erhöht gleichzeitig die biologische Verfügbarkeit des Spurenelements.

Nennenswerter Selengehalt

Apropos Spurenelemente: die Mandarine besitzt die größte Selenkonzentration aller Zitrusfrüchte. Daraus resultiert ihre antioxidative Eigenschaft. Selen schützt die Zellen, fördert die Blutgerinnung und ist unabdingbar für eine gesunde Schilddrüsenfunktion.

Senkt nachweislich die Cholesterinwerte

Ein Stoff steckt jedoch in der Mandarine, den Forscher ganz besonders schätzen. Es handelt sich um Nobiletin, einem sekundären Pflanzenstoff. In Versuchen an Mäusen senkte dieser nachweislich die Cholesterinwerte und bewahrte die Nagetiere trotz absichtlicher ungesunder Ernährung vor einer Fettleber. Das macht die Mandarine für den Menschen gleich doppelt wertvoll, da viele nicht nur auf die Gesundheit, sondern auch auf den Nutzen zum Abnehmen ihrer Lebensmittel achten. Überschüssige Fette aus der Nahrung lagern sich nicht an, der Stoffwechsel verbrennt sie mithilfe des Nobiletin sogleich. Der förderliche Pflanzenstoff versteckt sich nicht etwa im süßen Fruchtfleisch des Obstes, sondern sitzt direkt unter der Schale. Wer das Gesundheitspotential der Zitrusfrucht steigern möchte, sollte deshalb beim Schälen möglichst viel der weißen Fäden an der Mandarine lassen.

Mandarine richtig lagern

Ihre dicke Schale lässt die Mandarine unempfindlich erscheinen, bei falscher Lagerung nimmt das Obst dennoch Schaden. Bereits kleine äußerliche Beschädigungen oder Quetschungen führen schnell zu Schimmelbildung. Es empfiehlt sich daher eine tägliche Kontrolle auf kaputte Stellen. Zwar reifen Zitrusfrüchte nicht nach, in der Nähe anderer Obstsorten fühlen sie sich jedoch ebenso wenig wohl wie im Kühlschrank. Äpfel oder Birnen geben sogenanntes Ethylen ab, einen Stoff der Obst schneller verderblich macht. Bei zu niedrigen Temperaturen büßt die Mandarine ihr Aroma ein, zu viel Wärme lässt hingegen das Fruchtfleisch austrocknen. Um den hohen Vitamin-C-Gehalt zu bewahren, empfiehlt sich die Aufbewahrung an einem kühlen aber nicht zu kalten Ort. Eine Speisekammer oder der Keller sind ideal. Ein luftdurchlässiger Korb sorgt für lange Haltbarkeit.

Verwendung in der Küche

Die Schale der Mandarine lässt sich einfach lösen. Im Gegensatz zu anderen Obstsorten tritt bei behutsamem Vorgehen kaum Fruchtsaft oder Wasser aus. Deshalb eignet sich die Mandarine pur genossen perfekt für zwischendurch und ist auch bei Kindern sehr beliebt. Darüber hinaus verleiht ihre Süße vielen Gerichten eine fruchtige Note. Das Winterobst ist oft in Obstsalaten, als Kuchen- oder Tortenbelag, in Desserts oder Kaltschalen.Quark oder Joghurt zu finden.

Lecker sind auch Blattsalate mit Buttermilch Dressing sowie Fleischgerichte mit Mandarine. Etwas seltener, aber nicht unüblich ist reiner Mandarinensaft oder Marmelade aus der Frucht.
Unter der Bezeichnung Mandarin-Orangen führen Supermärkte eingelegte Früchte. Sie dienen vordergründig der Verarbeitung in Süßspeisen oder Torten, da sie gezuckert sind. Für die Gesundheit sind frische, naturbelassene Früchte sehr viel wertvoller.