Wassermelone

Unter der dicken grünen Schale verbirgt sich schmackhaftes zart rotes Fruchtfleisch, das (wie der Name der Frucht erahnen lässt) zum größten Teil aus Wasser besteht. Im Vergleich zu den Zuckermelonen weist die Wassermelone weniger Zucker und somit auch weniger Kalorien auf. Auch im Hinblick auf den Vitamingehalt steht sie ihren ebenfalls süßen Verwandten um nichts nach.

Inhaltsangabe

  1. Gesundheitspotential
  2. Lagerung
  3. Verwendung in der Küche
  4. Verschiedene Formen

 

Vitamin- und Mineralstoffgehalt von Wassermelone

VitalstoffMenge je 100g
Natrium1.00 mg
Kalium114.00 mg
Calcium8.00 mg
Phosphor11.00 mg
Magnesium9.00 mg
Eisen0.40 mg
Vitamin A (Ă„quivalent)38.00 mcg
Vitamin E0.10 mg
Vitamin B10.05 mg
Vitamin B2 (Riboflavin)0.05 mg
Vitamin B3 (Niacin)0.20 mg
Vitamin B60.07 mg
Vitamin C6.00 mg

Vergleichsweise wenig Zucker bei hohem Wassergehalt

Ohne eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr droht der Körper zu dehydrieren. Organe nehmen davon großen Schaden. Wem es schwer fällt, über den Tag verteilt mindestens 1,5 Liter zu trinken, für den ist die Wassermelone ein echter Segen. Vor allem Kinder greifen nur zu gerne zu der süßen Erfrischung. Dank eines geringfügigen Zuckergehalts schmeckt das Sommerobst nicht nur lecker, sondern versorgt den Körper mit einem Wassergehalt von 93 % auch mit genügend Flüssigkeit. Aus diesem Grund ist Sportlern nahe zu legen, nach dem Training anstatt normalem Wassers, ein paar Scheiben der roten Frucht zu sich zu nehmen. Der Fruchtzucker liefert Glucose, um die entleerten Glykogenspeicher wieder aufzufüllen. Auch Abenehmwillige dürfen Wassermelone bedenkenlos genießen. Kaum eine Obstsorte ist kalorienärmer als das Kürbisgewächs.

Zahlreiche Vitamine bewahren vor Krankheiten

In Wassermelone stecken viele Mineralstoffe wie Kalium, Magnesium oder Eisen. Letzteres nimmt der Organismus dank des ebenfalls enthaltenen Vitamin C besonders gut auf. Weiterhin stärkt Vitamin C das Immunsystem und gilt als hautstraffend. Vitamin A hingegen verbessert das Schwarz-Weiß sehen, schützt also vor Nachtblindheit und anderen Augenkrankheiten. Überdies besitzen die Spurenelemente der Wassermelone eine entzündungshemmende Wirkung und senken das Risiko, an Asthma, Arthritis, Arteriosklerose oder Herz-Kreislauf-Beschwerden zu erkranken.

Wassermelone trägt zum UV-Schutz bei

Zwar ist die Wirksamkeit nicht stark genug, um komplett auf Sonnencreme verzichten zu können, dennoch trägt der regelmäßige Verzehr von Wassermelone aktiv zum Schutz vor gefährlichen UV-Strahlen bei. Verantwortlich dafür sind die Antioxidanten aus den Vitaminen. Der Stoffwechsel baut sie als schützende Hülle in die Zellen ein und bewahrt diese somit vor Oxidation.

Wassermelone senkt leicht erhöhten Blutdruck

Zusammen mit seinem Team fand der Wissenschaftler Dr. Arturo Figueroa bei einer Studie an der Florida State University heraus, dass Wassermelone durch Gefäßerweiterung den Blutdruck senkt. Als Probanden dienten bei den Versuchen vordergründig Menschen mit Diabetes Typ 2 sowie Arterienstarrheit. Bei allen Testpersonen bildeten sich die Symptome nach sechswöchigem Verzehr von Wassermelone sichtbar zurück.

Das enthaltene Citrullin hat gleich doppelten Nutzen

Citrullin ist der Stoff, der den oben genannten Nutzen hervorruft. Die Verbesserung der Blutzirkulation ist aber längst nicht die einzige positive Eigenschaft. Der Stoffwechsel wandelt die Aminosäure in Arginin um. Diese Aminosäure ist vor allem Sportlern bekannt. Aufgrund der leistungssteigernden Wirkung (durch den verbesserten Blutfluss steigt der Sauerstofftransport) schätzen Athleten Arginin sehr.

Der Farbstoff Lycopin macht die Wassermelone farbenfroh...

... und gesund. Den roten Farbstoff kennen viele Menschen als Inhaltsstoff von Tomaten. Dass diese in erhitzter Form aufgrund des Lycopins Krebs vorbeugen, ist längst bekannt. In der Wassermelone vermuten ihn hingegen wenige Menschen. Das Paradoxe ist, dass der eigentlich rote Farbstoff in der grünen Schale noch höher konzentriert ist. Leider ist diese nicht zum Verzehr geeignet, wohl aber die grünlich-weiße Schicht zwischen Fruchtfleisch und Schale.

Wassermelonen richtig lagern

Zwar lassen sich Wassermelonen problemlos für bis zu zwei Wochen bei Raumtemperatur lagern, im Kühlschrank verlängert sich die Haltbarkeit jedoch enorm. Bei bereits angeschnittenen Früchten, sowie abgepackten Scheiben aus dem Supermarkt ist die Kühlung wiederum unabdingbar. Unter einer Frischhaltefolie nimmt das Fruchtfleisch keine Aromen nahe liegender Lebensmittel an.

Verwendung in der Küche

Im Sommer gibt es nichts Erfrischenderes als eine gewürfelte oder in Scheiben geschnittene Wassermelone. Noch sommerlicher ist ein selbstgemachtes Sorbet aus dem tiefgefrorenen Fruchtfleisch. Zudem macht sich die Sommerfrucht perfekt in Salaten. Ob es sich hierbei um einen puren Obstsalat oder einem Blattsalat mit Kernen, Käse, Fisch oder Fleisch handelt, spielt geschmacklich keine Rolle. Das Kürbisgewächs passt in beide Varianten. Natürlich eignet sich die Melone aufgrund ihres hohen Wassergehalts auch hervorragend für durstlöschende Smoothies oder Fruchtbowlen. Ebenfalls erhältlich ist Melonenlikör. Dieser ist unter anderem Bestandteil vieler bekannter Cocktails wie Green Temptation, Melon Punch oder Royal del Sol.

Verschiedene Formen

Wer die kleinen schwarzen Kerne als lästig empfindet, tut ihnen Unrecht. Die Samen enthalten besonders viel Citrullin, dass der Körper in Arginin umwandelt. Überdies stecken auch gesunde Fettsäuren und Proteine in den Kernen, die den Nährwert erhöhen. Sie eignen sich demnach ebenfalls zum Verzehr. Dabei gilt jedoch: gut zerkauen, denn andernfalls sind sie recht unbekömmlich und können Magenverstimmungen hervorrufen. Empfehlenswert ist auch, die Kerne separat zu verarbeiten, beispielsweise in gerösteter oder gemahlener Form als Zugabe im Salat.

Aufgrund des hohen Wassergehalts gehen viele Menschen davon aus, dass Wassermelonen gesünder als ihre Verwandten, den Zuckermelonen, sind. Das ist aber nur bedingt richtig. Zwar enthalten Wassermelonen weniger Fruchtzucker, um den kompletten Vitaminbedarf zu decken, ist es aber notwendig zwischen beiden Arten abzuwechseln.