Steinpilz

Man könnte meinen, dass der Steinpilz seinen Namen aufgrund seines Fundortes erhalten halt. Dem ist in diesem Fall aber nicht so. Vielmehr ist davon auszugehen, dass das feste Fleisch dieser Pilzart der Grund für die Namensgebung war - wenngleich das Fleisch natürlich längst nicht so hart wie Stein ist, aber eben durchaus härter als bei so manch anderen Pilzarten.

Inhaltsangabe
  1. Gesundheitspotential
  2. Wichtige Erkennungsmerkmale
  3. Lagerung
  4. Verwendung in der Küche
  5. Verschiedene Arten

 

Vitamin- und Mineralstoffgehalt von Steinpilz

VitalstoffMenge je 100g
Natrium6.00 mg
Kalium341.00 mg
Calcium4.00 mg
Phosphor85.00 mg
Magnesium12.00 mg
Eisen1.00 mg
Vitamin A (Äquivalent)1.00 mcg
Vitamin E0.20 mg
Vitamin B10.03 mg
Vitamin B2 (Riboflavin)0.37 mg
Vitamin B3 (Niacin)4.90 mg
Vitamin B60.03 mg
Vitamin C3.00 mg

Viele gesunde Inhaltsstoffe für den Globetrotter

Bei dem Gemeinen Steinpilz, der auch unter den Namen Herrenpilz oder Edelpilz bekannt ist, handelt es sich um einen sehr beliebten Speisepilz (aus der Gattung Dickröhrlinge), der nahezu überall auf der Nordhalbkugel anzutreffen ist, von Norwegen bis Griechenland, von China bis Kalifornien. Leider wird man in deutschen Wäldern mittlerweile aber immer seltener fündig, dafür sprießen die Pilze in osteuropäischen Wäldern nur so aus dem Boden und werden nicht nur aufgrund ihres guten Geschmackes, sondern auch aufgrund ihrer gesunden Inhaltsstoffe sehr geschätzt.

Eine gesunde Art der Entwässerung

Steinpilze wirken sich aufgrund des Kalium-Gehalts entwässernd auf den menschlichen Körper aus. Überschüssiges Wasser wird ausgeschieden, da der Verzehr von - vor allem getrockneten - Steinpilzen die Nierentätigkeit anregt und somit den Flüssigkeitshaushalt ins Gleichgewicht bringt.

Für starke Knochen und Zähne

Ebenfalls in getrockneter Form kommen Steinpilze den Knochen und Zähnen zugute. Aufgrund des hohen Gehalts an Phosphor werden aber nicht nur Knochen und Zähne gestärkt, sondern auch der Aufbau der Körperzellen verbessert.

Hilfreich bei Eisenmangel

Da Vegetarier und Veganer nicht selten aufgrund des Fleischverzichts zu Eisenmangel neigen, sollten sie Steinpilze zu sich nehmen. In 100 Gramm Steinpilzen stecken bis zu 8,5 Gramm Eisen, wodurch Eisenmangel sehr gut vorgebeugt werden kann. Außerdem enthalten Steinpilze viel Eiweiß, welches meistens durch Fleisch aufgenommen wird und der Steinpilz somit rundum die ideale Alternative für Vegetarier und Veganer ist.

Für ein verbessertes Immunsystem

Steinpilze sind ein guter Lieferant für Vitamin D, vor allem in sonnenarmen Monaten wird so das Immunsystem zusätzlich gestärkt. In 150 Gramm Steinpilze ist bereits die empfohlene Tagesdosis an Vitamin D enthalten, welches zusätzlich Herz- und Kreislauferkrankungen vorbeugt und ebenfalls die Zähne und Knochen stärkt.

Steinpilze machen glücklich

In den Steinpilzen ist Tryptophan enthalten. Bei Tryptophan handelt es sich sozusagen um einen Baustoff für Serotonin, was wiederum als "Glücksstoff" bekannt ist. Entsprechend ist der Verzehr von Steinpilzen eine gute Grundlage für gute Laune.

Ideal bei einer Diät

Wenig Kalorien und kaum Kohlenhydrate, dafür aber genügend Ballaststoffe, um schon mit einer normalen Portion den Tagesbedarf zur Hälfte zu decken. Das macht die Steinpilze nicht nur zu einer leckeren, sondern auch hilfreichen Mahlzeit während einer Diät.

Ernährungstipp: Langsam kauen

In den Steinpilzen ist Chitin enthalten, was bei empfindlichen Personen schnell zu Magenproblemen führen kann. In dem Fall ist es am besten die Steinpilze nicht roh zu verzehren und sie nur langsam und ordentlich zu zerkauen.

Achtung: Keine Steinpilze für Babys, Kleinkinder, Schwangere und stillende Mütter!

Es ist möglich, dass Steinpilze Schwermetalle und radioaktive Stoffe gespeichert haben, weshalb Pilze generell nur einmal die Woche und nicht in größeren Portionen als 250 Gramm zu sich genommen werden soll. Zwar ist es nicht weiter schlimm, wenn Sie doch mal über diese Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation hinausgehen, doch sollten Babys, Kleinkinder, Schwangere und stillende Mütter sicherheitshalber ganz auf den Verzehr von Steinpilzen verzichten.

Wichtige Erkennungsmerkmale

Steinpilze sind recht gut an dem braunen, halbkugeligen Kopf und dem weiß-grauen Stiel zu erkennen. Sie sind in Laub- und Nadelwälder zu finden und es besteht höchstens mit dem Gallenröhrling Verwechslungsgefahr. Gallenröhrlinge sind ungenießbar, aber nicht giftig, weshalb es nicht schlimm ist, wenn Sie vor dem Sammeln bei Unsicherheit ein kleines Stück probieren.

Steinpilze richtig lagern

Steinpilze sind leider frisch nicht lange haltbar, können aber in einem luftdurchlässigen Behältnis etwa zwei bis drei Tage im Gemüsefach des Kühlschrankes gelagert werden ohne zu verderben. Eine sinnvolle Alternative ist bei den Steinpilzen das Trocknen, da diese Pilzart ihre positiven Eigenschaften so am besten entfalten kann und sich über mehrere Monate hält.

Verwendung in der Küche

Während viele Pilzarten sich am besten für Suppen und Ragouts eignen, schmeckt das Fleisch des Steinpilzes fast pur besonders lecker. Idealerweise brät man den Pilz nur kurz an und genießt ihn in hauchdünn geschnittenen Scheiben. Natürlich eignet sich aber auch der Steinpilz für Saucen und Suppen.

Verschiedene Arten

Steinpilz ist lediglich ein Überbegriff für mehrere Arten, jedoch ist in Sachen Verzehr in der Regel der Gemeine Steinpilz bzw. Herrenpilz gemeint. Auch der Bronze-Röhrling gehört zu den genießbaren Steinpilzen, ist aber mittlerweile sehr rar geworden. Der Sommer-Steinpilz ist ebenfalls ein beliebter Speisepilz, der nur in geringen Mengen und für den Eigenbedarf gesammelt werden darf.