Buchweizen

Die alte Kulturpflanze Buchweizen hat viele Vorzüge, die für eine moderne, gesundheitsbewusste Ernährungsweise wichtig sind. Er versorgt den Körper mit Vitaminen, Spurenelementen, Ballaststoffen sowie hochwertigem pflanzlichen Eiweiß. Mit dem vielseitigen Pseudogetreide lassen sich köstliche Gerichte einfach und schnell zubereiten.

Inhaltsangabe
  1. Gesundheitspotential
  2. Vertäglichkeit
  3. Verschiedene Formen
  4. Verwendung in der Küche

 

Vitamin- und Mineralstoffgehalt von Buchweizen

VitalstoffMenge je 100g
Natrium2.00 mg
Kalium392.00 mg
Calcium21.00 mg
Phosphor320.00 mg
Magnesium142.00 mg
Eisen3.50 mg
Vitamin E0.15 mcg
Vitamin B12.90 mg
Vitamin B2 (Riboflavin)0.58 mg
Vitamin B3 (Niacin)1500.00 mg
Vitamin B60.00 mg
Vitamin B5 (Pantothensäure)1200.00 mg
Zink2700.00 mg
Kupfer584.00 mg

Buchweizen - ideal für eine gesunde, vollwertige Ernährung

Buchweizen stammt aus dem asiatischen Raum. Die Pflanze ist ein Pseudogetreide und nicht mit dem Weizen oder anderen Getreidesorten verwandt. Sie zählt zu den Knöterichgewächsen, zu denen auch Sauerampfer und Rhabarber gehören. Die kleinen Früchte der Pflanze werden seit Jahrtausenden als Nahrungsmittel genutzt. Buchweizenpflanzen sind relativ anspruchslos und lassen sich in vielen Regionen problemlos anbauen. Besonders in osteuropäischen Ländern ist der Buchweizen als Grundnahrungsmittel beliebt. Mit Abstand der größte Produzent von Buchweizen ist Russland. Wegen seines hohen Nährstoffangebots erfreut sich das Pseudogetreide immer größerer Beliebtheit. Es ist zudem frei von Gluten und für Menschen mit Zöliakie geeignet.

Wirksamer Schutz vor freien Radikalen und Infekten

Buchweizen leistet einen wichtigen Beitrag zur täglichen Vitaminversorgung. Er enthält unter anderem Vitamin E. Unter dieser Bezeichnung wird eine Anzahl von fettlöslichen Substanzen - die Tocopherole - zusammengefasst. Zu ihren wichtigsten Aufgaben gehört der Schutz der Körperzellen vor freien Radikalen. Diese antioxidative Wirkung trägt zur Gesunderhaltung von Geweben und Organen im gesamten Körper bei. Zusätzlich unterstützt Vitamin E die Regeneration von verletztem Gewebe und hilft gegen Entzündungen. Die körpereigene Immunabwehr profitiert von einer regelmäßigen Versorgung mit Vitamin E und kann schnell auf Krankheitserreger reagieren. Da Tocopherol für die Steuerung der Keimdrüsen erforderlich ist, sollten Paare mit Kinderwunsch auf eine ausreichende Versorgung mit dem Vitamin achten.

Schöne Haut, starkes Immunsystem - mit Buchweizen die Gesundheit fördern

Neben lebenswichtigen Vitaminen enthält Buchweizen eine Fülle an Mineralstoffen und Spurenelementen. Sein hoher Zinkgehalt fördert Wohlbefinden und Gesundheit in vielfältiger Hinsicht. Zink unterstützt das Immunsystem und wirkt sich positiv auf den Heilungsprozess bei Infekten aus. Zahlreiche Hormone und Enzyme sind auf den Mineralstoff angewiesen, um ihre Funktionen im Körper zu erfüllen. Zink spielt eine entscheidende Rolle beim Zellwachstum. Dies ist vor allem für Zellen wichtig, die sich oft teilen. Haut, Haare und Schleimhäute benötigen eine gute Zinkversorgung, um gesund und widerstandsfähig zu bleiben. Neuere Studien zeigen außerdem, dass eine gute Zinkversorgung hilfreich bei der Behandlung von Depressionen sein kann.

Buchweizen: ein empfehlenswertes Grundnahrungsmittel bei Zöliakie und Diabetes

Dank seines reichen Angebots an wichtigen Nährstoffen ist der glutenfreie Buchweizen ein ideales Nahrungsmittel für alle, die an Glutenunverträglichkeit leiden. Er versorgt den Körper nicht nur mit vielen Vitaminen und Mineralstoffen, sondern auch mit Lezithin und hochwertigem Eiweiß. Die Körner lassen sich einfach und vielseitig verarbeiten. Ganz oder gemahlen können sie in süßen oder pikanten Gerichten Getreidekörner ersetzen. Für Diabetiker ist Buchweizen als Nahrungsmittel ebenfalls empfehlenswert. Die Kohlehydratketten des Pseudogetreides sind länger als die von Weizen, Kartoffeln oder Mais. Deswegen steigt der Blutzuckerspiegel nach dem Verzehr von Buchweizen weniger stark an. Außerdem wirkt sich sein Ballaststoffgehalt positiv auf den Blutzuckerspiegel aus.

Verschiedene Formen von Buchweizen

Für die Verwendung in der Küche sollten Sie geschälten Buchweizen bevorzugen. Ungeschälte Körner haben ein rötliches Häutchen, das zu Unverträglichkeitsreaktionen führen kann. Ganze Körner gibt es geröstet oder ungeröstet. Gerösteter Buchweizen schmeckt intensiver und behält seine Körnerform beim Garen besser bei als ungerösteter. Russischer Buchweizen wird deswegen fast immer geröstet angeboten. Grob gemahlene Körner gibt es als Grieß oder Grütze. Sie eignen sich für Suppen, Breie, Aufläufe oder Eintöpfe. Für die Zubereitung von Müslis oder Smoothies können Sie Buchweizenflocken oder -pops verwenden. Außerdem gibt es fein gemahlenes Mehl für Nudelteig, Backwaren oder Pfannkuchen.

Verwendung in der Küche – Zubereitung

Um Buchweizenkörner zu garen, benötigen Sie die doppelte Menge an Flüssigkeit. Nach dem Aufkochen muss der Buchweizen bei geringer Hitze köcheln, bis er die Flüssigkeit absorbiert hat. Zum Backen mit Buchweizen benötigen Sie einen Kleber. Sie können das Buchweizenmehl entweder mit glutenhaltigen Mehlen mischen oder Eier verwenden. Für einen glutenfreien Teig eignen sich Bindemittel wie Xanthan, Agar-Agar oder Guarkernmehl. Eine gute Methode, das Nähstoffangebot des Buchweizens weiter zu verbessern, ist das Keimen. Wissenschaftliche Analysen zeigen, dass gekeimter Buchweizen wichtige Inhaltsstoffe in höherer Konzentration enthält als ungekeimter. Hierfür weichen Sie ganze Körner für einige Tage in reichlich Wasser ein und spülen sie regelmäßig ab. Zur Studie.

Süße und herzhafte Gerichte mit Buchweizen

Rezepte mit Buchweizen gibt es in vielen Ländern. Buchweizenpfannkuchen oder -fladen sind beispielsweise in Frankreich, Amerika und Russland beliebt. Buchweizennudeln heißen Soba in Japan und Pizzoccheri in Italien. Als Beilage passt Buchweizen mit seinem mild-nussigen Aroma zu hellem Fleisch und Fisch. Lachs und Buchweizen sind eine köstliche Kombination. Zu Rohkostsalaten schmecken besonders die knackigen Buchweizensprossen. Für vegetarische Frikadellen kochen Sie grob gemahlene Buchweizengrütze in Gemüsebrühe auf. Mit Zwiebeln, kräftigen Gewürzen und einem pflanzlichen Bindemittel erhalten Sie eine gut formbare, bratfähige Masse. Süße Aufläufe und Desserts mit Buchweizen verfeinern Sie mit etwas Honig, Zimt und ungespritzter Zitronenschale.