Kokosnuss

Die Kokosnuss ist die Frucht der Kokospalme, welche zu den Palmengewächsen gehört. Trotz ihrer harten Schale ist die Kokosnuss zumindest botanisch gesehen keine Nuss, sondern eine Steinfrucht.

Vitamin- und Mineralstoffgehalt von Kokosnuss

VitalstoffMenge je 100g
Natrium35.00 mg
Kalium379.00 mg
Calcium20.00 mg
Phosphor94.00 mg
Magnesium39.00 mg
Eisen2.30 mg
Vitamin A (Äquivalent)0.00 mcg
Vitamin E0.80 mg
Vitamin B10.06 mg
Vitamin B2 (Riboflavin)0.01 mg
Vitamin B3 (Niacin)0.40 mg
Vitamin B60.06 mg
Vitamin C2.00 mg

Zusammensetzung der Kokosnuss

Die Kokosnuss liefert viele wichtige Nährstoffe. Das weiße, innen liegende Fruchtfleisch besteht fast zur Hälfte aus Wasser und zu etwa einem Drittel aus Fett. Den Löwenanteil machen dabei gesättigte Fettsäuren aus, die weniger schnell oxidieren. Daher ist die Kokosnuss nicht nur relativ lang haltbar, sondern das Fett eignet sich zudem, anders als viele andere pflanzlichen Fette, hervorragend zum Braten und Backen. Außerdem enthält die Kokosnuss wichtige Ballaststoffe. Ein kalorienarmer Genuss ist die Kokosnuss jedoch nicht. Lediglich das enthaltene Kokoswasser ist sehr kalorien- und fettarm. Aufgrund der sowohl im Fruchtfleisch, als auch im Kokoswasser enthaltenen Nährstoffe, ermöglicht die Kokosnuss ein gesundes Naschen. Vor allem Kalium, Phosphor und Magnesium sind enthalten. Daher gilt Kokoswasser als gesunder, isotonischer Drink für Sportler, welcher die Mineralstoffversorgung verbessern und gleichzeitig Durst löschen kann. Überlebenskünstlern dient das Kokoswasser in Notfällen außerdem als Infusionsflüssigkeit. In der Naturheilkunde spielt vor allem der hohe Kaliumgehalt der Kokosnuss eine Rolle. Dieser Mineralstoff reguliert den Säure-Basen-Haushalt im Körper. Daher kann die Kokosnuss bei Übersäuerung eingesetzt werden.

Einkauf und Lagerung

Das ganze Jahr über sind frische Kokosnüsse im Handel erhältlich. Die noch jungen, grünen Kokosnüsse dienen als Kokoswasser-Lieferant. Dabei wird der obere Teil mit einem scharfen Messer entfernt und die Kokosnuss mittels Strohhalm geleert. Aber auch die reifen Kokosnüsse enthalten neben Fruchtfleisch auch noch geringe Mengen Kokoswasser. Durch den "Schütteltest" lässt sich feststellen, wie frisch eine Kokosnuss ist. Je höher der Flüssigkeitsanteil, desto jünger ist sie. Kokosnüsse, die kein Geräusch beim Schwenken machen, sind verdorben. Das Fruchtfleisch schmeckt dann seifig bis ranzig und ist nicht mehr zu genießen. Über einen kurzen Zeitraum kann man die Kokosnuss bei Zimmertemperatur lagern. Etwa zwei bis drei Wochen hält sie sich jedoch, wenn man sie im Gemüsefach des Kühlschranks aufbewahrt. Neben der frischen Kokosnuss gibt es im Handel in Tetrapaks abgefülltes Kokoswasser, sowie Kokosmilch in Dosen oder Tetrapaks. Im Kühlregal findet man Kokosfett, das vor allem in der Konditorei für glänzende Schokoglasuren eingesetzt wird. Das bei Zimmertemperatur feste Kokosöl wird meist in Einweggläsern angeboten.

Die Kokosnuss in der Küche

In der Küche bietet die Kokosnuss eine Vielzahl von Einsatzmöglichkeiten. Oft schrecken Konsumenten jedoch vom Kauf einer frischen Kokosnuss zurück, da sich das Öffnen für ungeübte Hände mitunter etwas schwierig gestalten kann. Stattdessen nutzen viele abgepackte Kokosraspeln und Kokosmilch aus der Dose. Mit einem Trick ist das Öffnen der Kokosnuss jedoch kein Problem.

Vorbereitung: Kokosnuss öffnen - so geht's

Es gibt mehrere Möglichkeiten, eine Kokosnuss zu öffnen. Besonders einfach ist es, zunächst eins oder zwei der dunklen Keimlöcher mit einem Korkenzieher oder Schraubendreher anzubohren, um die enthaltene Flüssigkeit in einem Gefäß aufzufangen. Die leere Kokosnuss legen Sie dann auf einen festen Untergrund und klopfen den "Äquator" der Kokosnuss mit der spitz zulaufenden Seite eines Hammers ab. Dadurch springt die Schale auf und das Fruchtfleisch kann mithilfe eines Messers herausgelöst werden. Vor dem Verzehr muss dann nur noch die braune Samenhaut entfernt werden.

Verwendungsmöglichkeiten der Kokosnuss

Das getrocknete Fruchtfleisch dient unter anderem zur Herstellung von Kokosöl, Kokosfett, Kokosmus, Kokosmehl und Kokosraspeln bzw. -flocken. Kokosraspeln und -flocken werden gerne als Garnitur von Süßwaren, Torten und Desserts verwendet. Kokosmehl kann zum glutenfreien Backen verwendet werden. Das Öl der Kokosnuss kann sowohl zum Backen, Braten, als auch zum Frittieren genutzt werden. Aus Kokosraspeln und Wasser wird Kokosmilch zubereitet, die vor allem in der asiatischen Küche zum Einsatz kommt und als Cocktail-Zutat bekannt ist. Das frische Fruchtfleisch kann roh als gesunde Knabberei genossen werden. Natürlich kann man das Fruchtfleisch auch würfeln, raspeln, hobeln, in Streifen oder Scheiben schneiden und zu Obstsalaten reichen oder damit Kuchen und Desserts verfeinern. Außerdem kann die Kokosnuss in exotischen Gerichten, wie z.B. Currys verwendet werden.

Quellen:
- http://www.apotheken-umschau.de/Kokosnuss
- http://www.zentrum-der-gesundheit.de/kokoswasser-ia.html
- http://eatsmarter.de/lexikon/warenkunde/kokosnuss
- http://www.paradisi.de/Health_und_Ernaehrung/Naturkost/Kokosnuesse/Artikel/9647.php

Passende Beiträge aus unserem Magazin: